Bauaufsicht Frankfurt – Jahrespressekonferenz 2022/2023: Konjunkturelle Schwächephase im Wohnungsbau
ffm. Die nachlassende Baukonjunktur macht sich auch im Frankfurter Wohnungsbau bemerkbar. Im Jahr 2022 erteilte die Bauaufsicht Frankfurt
ffm. Die nachlassende Baukonjunktur macht sich auch im Frankfurter Wohnungsbau bemerkbar. „Im Jahr 2022 erteilte die Bauaufsicht Frankfurt Baugenehmigungen für 4583 Wohneinheiten Das sind 4,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor, aber doch eine bessere Entwicklung als der bundeweite Rückgang um sieben Prozent und als die hessenweite Verschlechterung um 9,6 Prozent“, stellt der neue Planungsdezernent Marcus Gwechenberger fest. „Deutlicher zeigt sich die Schwächephase bei den Fertigstellungen: In Anbetracht von Zinsanstieg und Produktionsengpässen wurden im vergangenen Jahr nur 2951 Wohnungen fertiggestellt, das ist der drittniedrigste Wert der letzten zehn Jahre“. Letztlich war der Wohnungsbau aber auch im Jahr 2022 die größte Investitionskategorie, mit 41 Prozent der genehmigten Bausumme.
Die Leiterin der Bauaufsicht, Simone Zapke, weist auf die Bedeutung von Umwandlungen hin: „Auch hier ist ein Rückgang zu verzeichnen, aber fast 500 der im Vorjahr genehmigten Wohnungen stammen aus Büro- und Gewerbeumwandlungen, nutzen also bebaute Flächen und verzichten auf knappe Neubauflächen.“ Auch der Schutz von vorhandenem Wohnraum war erfolgreich: 119 illegal umgenutzte Wohnungen konnte die Bauaufsicht für den Wohnungsmarkt zurückgewinnen, davon 32 sogenannte Residenzwohnungen und 87 Ferienwohnungen. Die Beantragung legaler kurzfristiger Nutzung von Wohnraum durch Feriengäste zeigte im vergangenen Jahr 64 Anträge, von denen 51 genehmigt wurden, deutlich geringere Mengen als die dreistelligen Werte in den Jahren 2018 und 2019.
Mikro-Appartements bedeutungslos – mehr Wohnheimplätze für Geflüchtete genehmigt
Die Genehmigung der sogenannten Mikro-Appartements zeigte 2022 nur noch eine zweistellige Zahl. Die 47 Einheiten bedeuten einen Rückgang um 78 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der genehmigten Studentenwohnheim-Plätze ging im Jahr 2022 ebenfalls zurück, wies aber mit 149 noch einen dreistelligen Wert auf. Genehmigungen für Flüchtlingsunterkünfte nahmen deutlich zu: Mit Plätzen für über 1700 Menschen wurde im Jahr 2022 die zehnfache Größenordnung des Jahres davor erreicht, andererseits aber nur die Hälfte des Spitzenwertes im Jahr 2016.
Bausumme leicht gestiegen – Wohnungsbau bleibt größte Investitionskategorie
Die genehmigte Bausumme war 2022 mit 844 Millionen Euro unterdurchschnittlich, aber etwas höher als im Corona-Jahr 2021. Der Wohnungsbau belegte wie gewohnt den ersten Platz der Investitionskategorien mit über 360 Millionen Euro. Es folgten die Bereiche Büro und Rechenzentren auf Rang zwei und drei, mit Beträgen von 145 Millionen Euro und 100 Millionen Euro. Der Flughafen erreichte diesmal mit ungewohnt niedrigen 23 Millionen Euro keinen der vorderen Ränge.
Fortschreitende Digitalisierung und viele Beratungen
Die Digitalisierung des gesamten Aktenbestands ist im Jahr 2022 um 3000 laufende Regalmeter gewachsen: Mittlerweile liegen bereits zwei Drittel aller Akten in digitaler Form vor, sparen Platz und erleichtern die Handhabung. Die Online-Auskünfte für Baulasten nahmen erneut zu und erreichten im Jahr 2022 mit 4287 Nutzungen einen deutlich überdurchschnittlichen Wert. Die Beratungen blieben mit über 30.000 Beratungsvorgängen auf dem hohen Niveau des Vorjahres, dabei waren die Digitalen Beratungsmappen mit leichter Zunahme auf 1810 Stück wieder ein wichtiger Erfolgsfaktor.
ffm. Die nachlassende Baukonjunktur macht sich auch im Frankfurter Wohnungsbau bemerkbar. „Im Jahr 2022 erteilte die Bauaufsicht Frankfurt Baugenehmigungen für 4583 Wohneinheiten Das sind 4,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor, aber doch eine bessere Entwicklung als der bundeweite Rückgang um sieben Prozent und als die hessenweite Verschlechterung um 9,6 Prozent“, stellt der neue Planungsdezernent Marcus Gwechenberger fest. „Deutlicher zeigt sich die Schwächephase bei den Fertigstellungen: In Anbetracht von Zinsanstieg und Produktionsengpässen wurden im vergangenen Jahr nur 2951 Wohnungen fertiggestellt, das ist der drittniedrigste Wert der letzten zehn Jahre“. Letztlich war der Wohnungsbau aber auch im Jahr 2022 die größte Investitionskategorie, mit 41 Prozent der genehmigten Bausumme.
Die Leiterin der Bauaufsicht, Simone Zapke, weist auf die Bedeutung von Umwandlungen hin: „Auch hier ist ein Rückgang zu verzeichnen, aber fast 500 der im Vorjahr genehmigten Wohnungen stammen aus Büro- und Gewerbeumwandlungen, nutzen also bebaute Flächen und verzichten auf knappe Neubauflächen.“ Auch der Schutz von vorhandenem Wohnraum war erfolgreich: 119 illegal umgenutzte Wohnungen konnte die Bauaufsicht für den Wohnungsmarkt zurückgewinnen, davon 32 sogenannte Residenzwohnungen und 87 Ferienwohnungen. Die Beantragung legaler kurzfristiger Nutzung von Wohnraum durch Feriengäste zeigte im vergangenen Jahr 64 Anträge, von denen 51 genehmigt wurden, deutlich geringere Mengen als die dreistelligen Werte in den Jahren 2018 und 2019.
Mikro-Appartements bedeutungslos – mehr Wohnheimplätze für Geflüchtete genehmigt
Die Genehmigung der sogenannten Mikro-Appartements zeigte 2022 nur noch eine zweistellige Zahl. Die 47 Einheiten bedeuten einen Rückgang um 78 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der genehmigten Studentenwohnheim-Plätze ging im Jahr 2022 ebenfalls zurück, wies aber mit 149 noch einen dreistelligen Wert auf. Genehmigungen für Flüchtlingsunterkünfte nahmen deutlich zu: Mit Plätzen für über 1700 Menschen wurde im Jahr 2022 die zehnfache Größenordnung des Jahres davor erreicht, andererseits aber nur die Hälfte des Spitzenwertes im Jahr 2016.
Bausumme leicht gestiegen – Wohnungsbau bleibt größte Investitionskategorie
Die genehmigte Bausumme war 2022 mit 844 Millionen Euro unterdurchschnittlich, aber etwas höher als im Corona-Jahr 2021. Der Wohnungsbau belegte wie gewohnt den ersten Platz der Investitionskategorien mit über 360 Millionen Euro. Es folgten die Bereiche Büro und Rechenzentren auf Rang zwei und drei, mit Beträgen von 145 Millionen Euro und 100 Millionen Euro. Der Flughafen erreichte diesmal mit ungewohnt niedrigen 23 Millionen Euro keinen der vorderen Ränge.
Fortschreitende Digitalisierung und viele Beratungen
Die Digitalisierung des gesamten Aktenbestands ist im Jahr 2022 um 3000 laufende Regalmeter gewachsen: Mittlerweile liegen bereits zwei Drittel aller Akten in digitaler Form vor, sparen Platz und erleichtern die Handhabung. Die Online-Auskünfte für Baulasten nahmen erneut zu und erreichten im Jahr 2022 mit 4287 Nutzungen einen deutlich überdurchschnittlichen Wert. Die Beratungen blieben mit über 30.000 Beratungsvorgängen auf dem hohen Niveau des Vorjahres, dabei waren die Digitalen Beratungsmappen mit leichter Zunahme auf 1810 Stück wieder ein wichtiger Erfolgsfaktor.