Folgen des Klimawandels: Klima- und Umweltdezernat warnt vor Astabbrüchen und Baumstürzen

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Vier heiße und niederschlagsarme Sommer innerhalb weniger Jahre haben die Bäume im Frankfurter Stadtwald erheblich geschwächt. Die Folgen

ffm. Vier heiße und niederschlagsarme Sommer innerhalb weniger Jahre haben die Bäume im Frankfurter Stadtwald erheblich geschwächt. Die Folgen sind vermehrt Trockenschäden und unvermittelte Abbrüche von Ästen. Die Ursache ist eine unzureichende Wasserversorgung der Äste und Baumkronen, wodurch insbesondere der Zelldruck und somit die Spannung auf der Oberseite der Äste nachlässt. In der Folge brechen teils sogar äußerlich völlig gesund erscheinende und belaubte Äste ab. Zusätzlich hat sich durch die trockenen Sommer auch der Totholzanteil in den Kronen der Bäume deutlich erhöht. „Der Zustand unserer Bäume macht uns große Sorgen“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig.

„Pilzkrankheiten wie die Weißfäule verbreiten sich im Holz in einem nie zuvor erlebten Tempo. Das bestätigen uns auch Baumgutachten immer wieder. Die Trockenheit schwächt den Baum, der Pilz hat dann ein leichtes Spiel, sich in ihm breit zu machen. Um sparsam mit dem wenigen Wasser umzugehen und den Verlust durch Verdunstung zu reduzieren, reagieren Bäume mit dem Abfall ihrer Blätter und Nadeln. Die Holzfasern können die Äste nicht mehr halten.“

Zwar gehören Astabbrüche und Baumstürze zu waldtypischen Gefahren, dennoch weist die Stadt Frankfurt seit einigen Jahren auf die Situation im Wald hin. Sturm, aufgeweichte Böden und Schnee im Herbst und Winter werden die Möglichkeit von Astabbrüchen oder Baumstürzen erhöhen. Die Bevölkerung wird daher um erhöhte Aufmerksamkeit bei Spaziergängen im Wald oder beim Aufenthalt in der Nähe von Bäumen gebeten.

Kontakt für die Medien Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, E-Mail rosemarie.heilig@stadt-frankfurt.de