Führung und Vortrag: Sonderausstellung „KELTEN LAND HESSEN – Kelten in Hessen?“ im Archäologischen Museum

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Warum sprechen heute Archäologinnen und Archäologen von Kelten in Hessen, obwohl es in den antiken Schriftquellen der Griechen und Römer

ffm. Warum sprechen heute Archäologinnen und Archäologen von Kelten in Hessen, obwohl es in den antiken Schriftquellen der Griechen und Römer keinerlei direkte Belege für Kelten, Gallier oder Galater im Gebiet des heutigen Hessen gibt? Vielmehr sind es die germanischen Chatten, die als erste in den antiken Schriftquellen erwähnt werden und von Historikern lange Zeit als die ältesten namentlich bekannten Einwohner Hessens angesehen wurden.

Welchen Beitrag leistet(e) die Archäologie also für den Nachweis von Kelten in Hessen? Inwiefern steht ein aus Friedrichsdorf bei Frankfurt stammender Hugenotte ganz am Anfang der keltischen Archäologie Europas im 19. Jahrhundert? Wieso besitzen die Grabhügel im Frankfurter und Offenbacher Stadtwald und die Ringwälle im Taunus für die Archäologie der Kelten/Gallier überregionale, geradezu europäische Bedeutung?

Auskunft auf diese und andere Fragen finden sich in der Sonderausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt „KELTEN LAND HESSEN – Kelten in Hessen?“, die am Sonntag, 16. Oktober, und am Mittwoch, 19. Oktober, jeweils mit einer Führung entdeckt werden kann: Am 16. Oktober um 14 Uhr mit Janine Lieb, am 19. Oktober um 17 Uhr mit Sara Martin.

Die Führungen kosten jewils 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, zuzüglich Museumseintritt. Für die Mitglieder des Freundeskreises des Archäologischen Museums ist der Eintritt frei. Es ist nur die ermäßigte Führungsgebühr zu zahlen. Treffpunkt ist das Museumsfoyer des Archäologischen Museums in der Karmelitergasse 1.

Am Mittwoch, 19. Oktober, findet zudem um 18.30 Uhr im Archäologischen Museum der Vortrag „Alles Kelten und Germanen? Bevölkerungen und Traditionen im römischen Reich“ von und mit Carsten Wenzel, Kustos für Provinzialrömische Archäologie, statt.

Archäologische Funde aus dem Frankfurter Stadtgebiet belegen die Anwesenheit einer einheimischen Bevölkerung vor der dauerhaften Besetzung des Limesgebietes um 70/75 n. Chr. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich Spuren dieser oder einer zugewanderten keltischen sowie germanischen Bevölkerung auch in der römischen Stadt Nida im heutigen Heddernheim, dem Zentrum des nordmainischen Limesgebietes, finden. Die Teilnahmegebühr beträgt 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Kontakt für die Medien Maria Messner, Archäologisches Museum Frankfurt, E-Mail Maria.Messner@stadt-frankfurt.de