Gegen Vorurteile und Benachteiligung

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Bei der Wohnungssuche, im Bewerbungsgespräch oder Schulunterricht: Viele muslimische Menschen in Frankfurt – und alle, die diese Zuschreibung

ffm. Bei der Wohnungssuche, im Bewerbungsgespräch oder Schulunterricht: Viele muslimische Menschen in Frankfurt – und alle, die diese Zuschreibung erfahren –  erleben immer noch jeden Tag Vorurteile und Benachteiligung. Darauf weist ab sofort eine Plakat-Kampagne von CLAIM hin – ein deutschlandweites Netzwerk, das sich gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit einsetzt. CLAIM startet die Kampagne anlässlich des Tags des antimuslimischen Rassismus am Samstag, 1. Juli.

Für die Umsetzung der Kampagne in Frankfurt kooperieren das Amt für multikulturelle Angelegenheiten und der Verein TUN.  Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin, sagt: „Es muss Kernaufgabe staatlichen Handelns sein, gegen Rassismus vorzugehen und Betroffene zu schützen. Deswegen wollen wir Gegenmaßnahmen entwickeln und umsetzen. Dazu gehören auch strukturelle Maßnahmen in der Stadtverwaltung. Mein großer Dank gilt dem Verein TUN und dessen Vorsitzenden Mustapha Lamjahdi, der die bundesweite Kampagne von CLAIM auch nach Frankfurt bringt.“

Die Plakate zeigen die verschiedenen Ausprägungen von antimuslimischem Rassismus. Sichtbar wird: Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen, jeden Geschlechts und unabhängig vom Bildungsgrad. Die Kampagne fordert dazu auf, Rassismus nicht unbeantwortet zu lassen und Betroffene zu unterstützen. Weil viele Vorfälle im öffentlichen Raum geschehen, sind die Plakate im ganzen Stadtgebiet zu sehen. Viele Informationen bietet auch die Website allianzgegenhass.de .  

Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus wird alljährlich in Erinnerung an Marwa El-Sherbini begangen. Am 1. Juli 2009 wurde die damals 32-Jährige während einer Verhandlung im Dresdener Landgericht aus rassistischen Motiven erstochen.