LI-Akkus in der Mülltonne können lebensgefährlich sein
ffm. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und das Umweltamt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger appellieren eindringlich an
ffm. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und das Umweltamt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger appellieren eindringlich an alle Frankfurterinnen und Frankfurter: „Bitte entsorgen Sie Ihre Lithium-Ionen-Akkus und Batterien, die in Handys, Elektrogeräten, E-Zigaretten und weiterem enthalten sind, niemals über die Müll- und Wertstofftonnen vor dem Haus und auch nicht über den Sperrmüll. Sie gefährden damit Menschenleben und die Funktion einer systemrelevanten Infrastruktur. Bitte nutzen Sie unbedingt den vorgeschriebenen Entsorgungsweg über die Rücknahmestellen des Einzelhandels, die mobile Elektrogerätesammlung oder die sechs Frankfurter Wertstoffhöfe.“
Anlass für den Appell ist die deutliche und Besorgnis erregende Zunahme von Bränden in Sortier- oder Verwertungsanlagen der FES im vergangenen Quartal: Im August gab es Brände in der Aktenvernichtungsanlage sowie im Müllbunker des Müllheizkraftwerks (MHKW) Frankfurt, beide zum Glück mit glimpflichem Ausgang. Kurz danach, Anfang September, folgte der Brand in der Altpapiersortieranlage im Osthafen, der einen Sachschaden in Millionenhöhe verursachte und den Betrieb noch auf Monate hin lahmlegt. Vorläufiger Endpunkt der fatalen Serie war am Freitag, 21. Oktober, der sechsstündige Feuerwehreinsatz in der Gewerbeabfallsortieranlage, als sich Material aus dem Sperrmüll plötzlich entzündete.
Auch wenn sich die genaue Ursache der Brände nicht immer genau ermitteln lässt und Risiken auch von nicht entleerten Spraydosen und Gaskartuschen ausgehen, sind sich Entsorgungsunternehmen und Umweltamt einig: Die Akkus, die in immer mehr Elektrogeräten, Konsumgütern, Möbeln aber auch unscheinbaren Kinderbüchern, Glückwunschkarten oder E-Zigaretten verbaut sind, landen viel zu oft in den Abfall- und Wertstofftonnen oder im Sperrmüll. „Einmal im Fahrzeug eingeladen, ist es fast unmöglich, einen solchen Akku noch zu entdecken“, sagt Dirk Remmert, FES-Geschäftsführer. „Wird die Batterie im Presswerk des Fahrzeugs oder im Schredder der Anlage zerstört, reagieren die freigesetzten Inhaltsstoffe miteinander. Es entsteht eine brennende Gaswolke mit Temperaturen von über 1000 Grad, die höchste Gefahr für Menschen im Nahumfeld bedeutet.“
Das Anlagenpersonal von FES und MHKW ist geschult, um sofort und beim kleinsten Verdacht Maßnahmen zur Löschung zu ergreifen. Brandmeldesysteme, welche die Feuerwehr binnen Minuten herbeirufen, sind auf dem neuesten Stand. Aber wenn Lithium brennt, ist eine Löschung nur noch mit hohem Aufwand und unter Einsatz großer Wassermengen möglich. Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamts, sagt: „Wir sind uns mit Blick auf die Zunahme des Akkueinsatzes in Alltagsgegenständen bewusst, dass wir es mit einem sich vergrößernden Problem zu tun haben. Es kann niemand ein Interesse daran haben, die Infrastruktur der Entsorgung in unserer Stadt durch solch leichtfertiges, bequemes Verhalten zu gefährden. Die Nutzung der vorgesehenen Entsorgungswege schützt Leben. Zudem können wichtige Rohstoffe im Kreislauf bleiben.“
Ein Video des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft veranschaulicht das nicht auf Frankfurt begrenzte Problem: youtube.com/watch?v=PYoxFyh7z50.
Foto Wärmekameraaufnahme von der Entstehung eines Feuers im Müllbunker des MHKW Frankfurt, im Vordergrund die Kranschaufel (Archivaufnahme), Copyright: FES
ffm. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und das Umweltamt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger appellieren eindringlich an alle Frankfurterinnen und Frankfurter: „Bitte entsorgen Sie Ihre Lithium-Ionen-Akkus und Batterien, die in Handys, Elektrogeräten, E-Zigaretten und weiterem enthalten sind, niemals über die Müll- und Wertstofftonnen vor dem Haus und auch nicht über den Sperrmüll. Sie gefährden damit Menschenleben und die Funktion einer systemrelevanten Infrastruktur. Bitte nutzen Sie unbedingt den vorgeschriebenen Entsorgungsweg über die Rücknahmestellen des Einzelhandels, die mobile Elektrogerätesammlung oder die sechs Frankfurter Wertstoffhöfe.“
Anlass für den Appell ist die deutliche und Besorgnis erregende Zunahme von Bränden in Sortier- oder Verwertungsanlagen der FES im vergangenen Quartal: Im August gab es Brände in der Aktenvernichtungsanlage sowie im Müllbunker des Müllheizkraftwerks (MHKW) Frankfurt, beide zum Glück mit glimpflichem Ausgang. Kurz danach, Anfang September, folgte der Brand in der Altpapiersortieranlage im Osthafen, der einen Sachschaden in Millionenhöhe verursachte und den Betrieb noch auf Monate hin lahmlegt. Vorläufiger Endpunkt der fatalen Serie war am Freitag, 21. Oktober, der sechsstündige Feuerwehreinsatz in der Gewerbeabfallsortieranlage, als sich Material aus dem Sperrmüll plötzlich entzündete.
Auch wenn sich die genaue Ursache der Brände nicht immer genau ermitteln lässt und Risiken auch von nicht entleerten Spraydosen und Gaskartuschen ausgehen, sind sich Entsorgungsunternehmen und Umweltamt einig: Die Akkus, die in immer mehr Elektrogeräten, Konsumgütern, Möbeln aber auch unscheinbaren Kinderbüchern, Glückwunschkarten oder E-Zigaretten verbaut sind, landen viel zu oft in den Abfall- und Wertstofftonnen oder im Sperrmüll. „Einmal im Fahrzeug eingeladen, ist es fast unmöglich, einen solchen Akku noch zu entdecken“, sagt Dirk Remmert, FES-Geschäftsführer. „Wird die Batterie im Presswerk des Fahrzeugs oder im Schredder der Anlage zerstört, reagieren die freigesetzten Inhaltsstoffe miteinander. Es entsteht eine brennende Gaswolke mit Temperaturen von über 1000 Grad, die höchste Gefahr für Menschen im Nahumfeld bedeutet.“
Das Anlagenpersonal von FES und MHKW ist geschult, um sofort und beim kleinsten Verdacht Maßnahmen zur Löschung zu ergreifen. Brandmeldesysteme, welche die Feuerwehr binnen Minuten herbeirufen, sind auf dem neuesten Stand. Aber wenn Lithium brennt, ist eine Löschung nur noch mit hohem Aufwand und unter Einsatz großer Wassermengen möglich. Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamts, sagt: „Wir sind uns mit Blick auf die Zunahme des Akkueinsatzes in Alltagsgegenständen bewusst, dass wir es mit einem sich vergrößernden Problem zu tun haben. Es kann niemand ein Interesse daran haben, die Infrastruktur der Entsorgung in unserer Stadt durch solch leichtfertiges, bequemes Verhalten zu gefährden. Die Nutzung der vorgesehenen Entsorgungswege schützt Leben. Zudem können wichtige Rohstoffe im Kreislauf bleiben.“
Ein Video des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft veranschaulicht das nicht auf Frankfurt begrenzte Problem: youtube.com/watch?v=PYoxFyh7z50
Foto Wärmekameraaufnahme von der Entstehung eines Feuers im Müllbunker des MHKW Frankfurt, im Vordergrund die Kranschaufel (Archivaufnahme), Copyright: FES