Oberbürgermeister Feldmann: „Gemeinschaftliche Wohnprojekte bringen das ‚Neue Frankfurt‘ in die Gegenwart“
ffm. Die Weiße Stadt von Tel Aviv ist es schon, die Siedlungen des Neuen Frankfurt sollen es werden – UNESCO-Welterbe. Was verbindet das größte
ffm. Die „Weiße Stadt“ von Tel Aviv ist es schon, die Siedlungen des Neuen Frankfurt sollen es werden – UNESCO-Welterbe. Was verbindet das größte Bauhaus-Ensemble der Welt mit dem tiefgreifenden Bau- und Modernisierungsprogramm Neues Frankfurt? Und: Wo ist der Einfluss heute noch spürbar?
Darum geht es beim Besuch von Sharon Golan Yaron und Shira Levy Benyemini. Die beiden Führungskräfte des renommierten „White City Centre“ in Tel Aviv waren fünf Tage lang in Frankfurt unterwegs, um den Besuch einer größeren Delegation im Oktober vorzubereiten.
Am Dienstag, 10. Mai, informierten sie sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann auf dem Naxos-Areal über die dort ansässigen gemeinschaftlichen Wohnprojekte. Insgesamt sechs gibt es dort zu bestaunen, vom Musikerhaus über das selbstverwaltete W.I.R-Projekt („Wohnen im Ruhestand“) bis hin zum kinderfreundlichen „Familiensinn“.
Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Das Neue Frankfurt hat die Grenzen zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich neu definiert. Man lebt mit- statt nebeneinander. Gemeinschaftliche Wohnprojekte bringen das Neue Frankfurt in die Gegenwart. Auch beim Preis spürt man die Verbundenheit zum Neuen Frankfurt. So liegen die ‚Familiensinn‘-Mieten mit 10,50 Euro je Quadratmeter deutlich unter dem, was Eltern mit Kindern in vergleichbarer Lage zahlen würden.“
Die Vielfalt der Projekte beeindrucke, betonte das Stadtoberhaupt: „Hier kommen Gemeinsinn und Nachhaltigkeit zusammen. Bauhaus und Neues Frankfurt haben mit ihrem antibürgerlichen Geist unsere Vorstellung von Familie herausgefordert. Heute heißt Familie: Wir sind füreinander da. Dieser Grundsatz wird auf dem Naxos-Areal gelebt.“
Bereits am Sonntag hatte mit dem Wohnprojekt ProWoKultA am Frankfurter Berg das Thema gemeinschaftliches Wohnen im Mittelpunkt gestanden. Davor stand die Historie des Neuen Frankfurt auf dem Programm – mit einem Besuch der Kriegsversehrtensiedlung in Bonames und einer Grüngürtel-Tour zum Alten Flugplatz.
„Der Grüngürtel ist das wohl sichtbarste Erbe des Neuen Frankfurt“, sagte Feldmann. „Die öffentlich zugänglichen Grünflächen zwischen den Gebäuden sollten die Natur in die Siedlungen hineintragen – und allen den Zugang ermöglichen. Die Verbindungen hin zur sozialistisch geprägten Naturfreunde-Bewegung sind hier offensichtlich.“
Der enge Zusammenhang zwischen Neuem Frankfurt und Grüngürtel stand auch am Montag, 9. Mai, im Zentrum. Bei einer Radtour erkundigte die Gäste aus Tel Aviv gemeinsam mit Vertretern von Kultur- und Planungsdezernat unter anderem Römerstadt, Niddapark und den Poelzig-Bau auf dem Campus Westend der Universität.
Weitere Höhepunkte des fünftägigen Besuches waren der Besuch des Jüdischen Museums, ein Gespräch mit dem ehemaligen Mieter:innenbeirat der Otto-Brenner-Siedlung sowie eine Führung durch die neue Altstadt, die der Oberbürgermeister persönlich vornahm.
Weitere Informationen zu den Wohnprojekten finden sich unter folgenden Links im Internet:
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. W.I.R
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. Wohnprojekt
Baumaßschneider
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. Schnelle Kelle
eG
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.
Familiensinn
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. Fundament Bauen
Wohnen Leben
eG
Fotos Oberbürgermeister Peter Feldmann führt Sharon Golan Yaron (links) und Shira Levy Benyemini (rechts) durch die neue Altstadt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Oberbürgermeister Peter Feldmann besichtigt gemeinsam mit Sharon Golan Yaron (links) und Shira Levy Benyemini (2.v.links) eine Wohnung des gemeinschaftlichen Wohnprojekts Familiensinn auf dem Naxos-Areal, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Oberbürgermeister Peter Feldmann informiert sich gemeinsam mit Sharon Golan Yaron (Mitte) und Shira Levy Benyemini (links) auf dem Naxos-Areal über die dort ansässigen gemeinschaftlichen Wohnprojekte, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
ffm. Die „Weiße Stadt“ von Tel Aviv ist es schon, die Siedlungen des Neuen Frankfurt sollen es werden – UNESCO-Welterbe. Was verbindet das größte Bauhaus-Ensemble der Welt mit dem tiefgreifenden Bau- und Modernisierungsprogramm Neues Frankfurt? Und: Wo ist der Einfluss heute noch spürbar?
Darum geht es beim Besuch von Sharon Golan Yaron und Shira Levy Benyemini. Die beiden Führungskräfte des renommierten „White City Centre“ in Tel Aviv waren fünf Tage lang in Frankfurt unterwegs, um den Besuch einer größeren Delegation im Oktober vorzubereiten.
Am Dienstag, 10. Mai, informierten sie sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann auf dem Naxos-Areal über die dort ansässigen gemeinschaftlichen Wohnprojekte. Insgesamt sechs gibt es dort zu bestaunen, vom Musikerhaus über das selbstverwaltete W.I.R-Projekt („Wohnen im Ruhestand“) bis hin zum kinderfreundlichen „Familiensinn“.
Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Das Neue Frankfurt hat die Grenzen zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich neu definiert. Man lebt mit- statt nebeneinander. Gemeinschaftliche Wohnprojekte bringen das Neue Frankfurt in die Gegenwart. Auch beim Preis spürt man die Verbundenheit zum Neuen Frankfurt. So liegen die ‚Familiensinn‘-Mieten mit 10,50 Euro je Quadratmeter deutlich unter dem, was Eltern mit Kindern in vergleichbarer Lage zahlen würden.“
Die Vielfalt der Projekte beeindrucke, betonte das Stadtoberhaupt: „Hier kommen Gemeinsinn und Nachhaltigkeit zusammen. Bauhaus und Neues Frankfurt haben mit ihrem antibürgerlichen Geist unsere Vorstellung von Familie herausgefordert. Heute heißt Familie: Wir sind füreinander da. Dieser Grundsatz wird auf dem Naxos-Areal gelebt.“
Bereits am Sonntag hatte mit dem Wohnprojekt ProWoKultA am Frankfurter Berg das Thema gemeinschaftliches Wohnen im Mittelpunkt gestanden. Davor stand die Historie des Neuen Frankfurt auf dem Programm – mit einem Besuch der Kriegsversehrtensiedlung in Bonames und einer Grüngürtel-Tour zum Alten Flugplatz.
„Der Grüngürtel ist das wohl sichtbarste Erbe des Neuen Frankfurt“, sagte Feldmann. „Die öffentlich zugänglichen Grünflächen zwischen den Gebäuden sollten die Natur in die Siedlungen hineintragen – und allen den Zugang ermöglichen. Die Verbindungen hin zur sozialistisch geprägten Naturfreunde-Bewegung sind hier offensichtlich.“
Der enge Zusammenhang zwischen Neuem Frankfurt und Grüngürtel stand auch am Montag, 9. Mai, im Zentrum. Bei einer Radtour erkundigte die Gäste aus Tel Aviv gemeinsam mit Vertretern von Kultur- und Planungsdezernat unter anderem Römerstadt, Niddapark und den Poelzig-Bau auf dem Campus Westend der Universität.
Weitere Höhepunkte des fünftägigen Besuches waren der Besuch des Jüdischen Museums, ein Gespräch mit dem ehemaligen Mieter:innenbeirat der Otto-Brenner-Siedlung sowie eine Führung durch die neue Altstadt, die der Oberbürgermeister persönlich vornahm.
Weitere Informationen zu den Wohnprojekten finden sich unter folgenden Links im Internet:
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. W.I.R
Fotos Oberbürgermeister Peter Feldmann führt Sharon Golan Yaron (links) und Shira Levy Benyemini (rechts) durch die neue Altstadt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Oberbürgermeister Peter Feldmann besichtigt gemeinsam mit Sharon Golan Yaron (links) und Shira Levy Benyemini (2.v.links) eine Wohnung des gemeinschaftlichen Wohnprojekts Familiensinn auf dem Naxos-Areal, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Oberbürgermeister Peter Feldmann informiert sich gemeinsam mit Sharon Golan Yaron (Mitte) und Shira Levy Benyemini (links) auf dem Naxos-Areal über die dort ansässigen gemeinschaftlichen Wohnprojekte, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn