100 Prozent Menschenwürde

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Mit 22 Veranstaltungen beteiligte sich Frankfurt an den Internationalen Wochen gegen Rassismus

ffm. Unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ standen die Internationalen Wochen gegen Rassismus von Montag 16., bis Sonntag, 29. März. Insgesamt gab es in Frankfurt 22 Veranstaltungen mit mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Unter anderem organisierte der Verein An-Nusrat eine Schreibwerkstatt, bei der junge Erwachsene eigene Texte und Gedichte über Rassismus verfassten und in einer öffentlichen Lesung präsentierten. Das Günter-Feldmann-Zentrum lud zu thematischen Stadtführungen ein, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wissenswertes zur Vielfalt und Migrationsgeschichte Frankfurts erfuhren und in einem Workshop verarbeiteten.

Um Alltagsrassismus ging es im Programm des „Kinder Zentrum Gallus“, der Verein Amanet organisierte einen Workshop für Schwarze Menschen in der Diaspora, der Verein „Mehr als wählen“ lud Schülerinnen und Schüler zu einer parlamentarischen Simulation ein, um Rassismus und Diskriminierung in sozialen Medien ging es beim Internationalen Jugendverein Hessen und der Liebigschulverein beschäftigte sich mit dem Thema Antiziganismus.

Unterstützt wurden die sieben Organisationen von der Stabsstelle Antidiskriminierung  im Diversitätsdezernat von Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. Über das dort angesiedelte Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ erhielten sie insgesamt 30.000 Euro.

„In Zeiten, in denen unsere Demokratie bedroht ist, können wir es uns nicht leisten zu schweigen, sondern wir müssen aufstehen und Haltung gegen Rassismus und für mehr Menschenwürde zeigen. Mit neuer Energie und Mut“, sagt Eskandari-Grünberg. „Die Projekte im Rahmen der Wochen gegen Rassismus haben diese Energie und Mut bewiesen und einen wertvollen Beitrag für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet.“

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen auf eine Initiative der Vereinten Nationen (UN) zurück, die 1966 den 21. März zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausriefen. In Deutschland gibt es in diesem Jahr 3386 Veranstaltungen, koordiniert von der Stiftung gegen Rassismus mit Sitz in Darmstadt.

Mehr Informationen zu den Aktionen gibt es unter Partnerschaft für Demokratie Frankfurt .

Foto Frankfurt im Wandel: Nach einer thematischen Stadtführung setzten sich Jugendliche in einem Workshop im Günter-Feldmann-Zentrum mit Zuwanderung und der Stadtgeschichte Frankfurts auseinander, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Evgenia Levin