1000. Ehrenamts-Card an Dr. Angelika Barth vergeben
Oberbürgermeister Josef würdigt Engagement für geflüchtete und
benachteiligte Frauen
ffm. Ein besonderer Tag für Dr. Angelika Barth: Oberbürgermeister Mike Josef hat ihr am Donnerstag, 20. August, die 1000. Ehrenamts-Card der Stadt Frankfurt in diesem Jahr überreicht. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt ihr langjähriges und unermüdliches ehrenamtliches Engagement für geflüchtete und benachteiligte Frauen und Mädchen.
Barth engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGOs), unter anderem für den Verein Mango in Guinea, Menschen für Frauen in Burkina Faso, die Heilig-Geist-Schwestern in Mammolshain sowie die Teestube in Wiesbaden. Seit Oktober 2021 ist sie für den Verein Frauenrecht ist Menschenrecht (FiM) tätig.
FiM ist ein interkulturelles Beratungszentrum für Migrantinnen und ihre Familien in Frankfurt. Der Verein bietet vertrauliche und kostenlose Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen – in mehr als 15 Sprachen. Zudem setzt er sich für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und die Stärkung von Frauenrechten ein und engagiert sich in der politischen Interessenvertretung sowie der Öffentlichkeitsarbeit.
Als Frauenärztin unterstützt Angelika Barth bei FiM insbesondere geflüchtete Frauen aus Subsahara-Afrika während ihres Anerkennungsverfahrens. Sie erstellt gynäkologische Gutachten zur Feststellung und Dokumentation weiblicher Genitalverstümmelung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur medizinisch-rechtlichen Begutachtung im Asylverfahren.
„Ich bin dankbar, dass ich in meinem Leben keine Kriegserfahrungen, Vertreibung, Hunger oder häusliche Gewalt und Zurücksetzung aufgrund meines Geschlechts erleben musste. Wenn ich Frauen und Mädchen dabei unterstützen kann, hier einen neuen Anfang zu machen, macht mich das sehr glücklich“, sagte Barth, als sie die Ehrenamtskarte im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters überreicht bekam. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen von FiM sowie die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen, seien für sie eine große persönliche Erfüllung.
Oberbürgermeister Josef dankte Dr. Barth für ihren Einsatz: „Ich bin zutiefst dankbar für die vielen engagierten Menschen, die in unserer Stadt hinschauen und Verantwortung übernehmen. Gerade bei sensiblen Themen wie dem Schutz, der Beratung und der Stärkung von Frauen in Krisensituationen braucht es Mut, Einfühlungsvermögen und gesellschaftlichen Rückhalt. Frau Dr. Barth steht beispielhaft für dieses Engagement. Sie setzt ihre fachliche Kompetenz und ihre Zeit dafür ein, Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.“
Ehrenamtskarte als Zeichen der Anerkennung
Die hessische Ehrenamts-Card gibt es seit dem 1. Januar 2006. In Frankfurt wurden die Voraussetzungen für die Vergabe im November 2024 angepasst. Seitdem können Ehrenamtliche eine Karte erhalten, wenn sie sich seit mindestens drei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich und unentgeltlich in einer gemeinnützigen Organisation engagieren. Zuvor waren fünf Jahre ehrenamtliches Engagement Voraussetzung. Zugleich wurde die bisherige Begrenzung auf 1000 Karten aufgehoben.
„Dass wir heute bereits die 1000. Ehrenamtskarte in diesem Jahr überreichen können, ist ein starkes Signal“, sagte Josef. „Es zeigt, wie viele Menschen sich in Frankfurt für andere und für unsere Stadtgesellschaft einsetzen. Ich blicke zuversichtlich nach vorne und baue darauf, dass es immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter gibt, die unser Stadtbild mitgestalten und eine stützende Säule werden beziehungsweise schon sind.“
Die Ehrenamtskarte ermöglicht ihren Inhaberinnen und Inhabern mehr als 1600 Vergünstigungen in ganz Hessen. In Frankfurt können damit unter anderem zahlreiche Museen kostenlos besucht werden. Zudem gibt es vergünstigte Eintrittspreise im Zoo und Palmengarten sowie Ermäßigungen bei kulturellen Veranstaltungen und vielen weiteren Angeboten.
Die Stadt Frankfurt ist Pilotkommune bei der Entwicklung einer digitalen Ehrenamtskarten-App, die derzeit von der Hessischen Staatskanzlei entwickelt wird. Frankfurt wirkt an der Entwicklung mit. Das Ehrenamts-Team der Stadt Frankfurt informiert auf seiner Website, sobald die App an den Start geht. Bis dahin können Anträge für die Ehrenamts-Card weiterhin in Papierform gestellt werden. Landesweit besitzen aktuell rund 18.000 Menschen eine Ehrenamtskarte.
Weitere Informationen sowie den Antrag für die Ehrenamtskarte finden sich unter E-Card | Stadt Frankfurt am Main.
Hinweis an die Redaktionen Bilder von der Vergabe der 1000. Frankfurter Ehrenamts-Card an Dr. Angelika Barth gibt es ab circa 17 Uhr unter Ehrenamtskarte.
ffm. Ein besonderer Tag für Dr. Angelika Barth: Oberbürgermeister Mike Josef hat ihr am Donnerstag, 20. August, die 1000. Ehrenamts-Card der Stadt Frankfurt in diesem Jahr überreicht. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt ihr langjähriges und unermüdliches ehrenamtliches Engagement für geflüchtete und benachteiligte Frauen und Mädchen.
Barth engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGOs), unter anderem für den Verein Mango in Guinea, Menschen für Frauen in Burkina Faso, die Heilig-Geist-Schwestern in Mammolshain sowie die Teestube in Wiesbaden. Seit Oktober 2021 ist sie für den Verein Frauenrecht ist Menschenrecht (FiM) tätig.
FiM ist ein interkulturelles Beratungszentrum für Migrantinnen und ihre Familien in Frankfurt. Der Verein bietet vertrauliche und kostenlose Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen – in mehr als 15 Sprachen. Zudem setzt er sich für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und die Stärkung von Frauenrechten ein und engagiert sich in der politischen Interessenvertretung sowie der Öffentlichkeitsarbeit.
Als Frauenärztin unterstützt Angelika Barth bei FiM insbesondere geflüchtete Frauen aus Subsahara-Afrika während ihres Anerkennungsverfahrens. Sie erstellt gynäkologische Gutachten zur Feststellung und Dokumentation weiblicher Genitalverstümmelung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur medizinisch-rechtlichen Begutachtung im Asylverfahren.
„Ich bin dankbar, dass ich in meinem Leben keine Kriegserfahrungen, Vertreibung, Hunger oder häusliche Gewalt und Zurücksetzung aufgrund meines Geschlechts erleben musste. Wenn ich Frauen und Mädchen dabei unterstützen kann, hier einen neuen Anfang zu machen, macht mich das sehr glücklich“, sagte Barth, als sie die Ehrenamtskarte im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters überreicht bekam. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen von FiM sowie die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen, seien für sie eine große persönliche Erfüllung.
Oberbürgermeister Josef dankte Dr. Barth für ihren Einsatz: „Ich bin zutiefst dankbar für die vielen engagierten Menschen, die in unserer Stadt hinschauen und Verantwortung übernehmen. Gerade bei sensiblen Themen wie dem Schutz, der Beratung und der Stärkung von Frauen in Krisensituationen braucht es Mut, Einfühlungsvermögen und gesellschaftlichen Rückhalt. Frau Dr. Barth steht beispielhaft für dieses Engagement. Sie setzt ihre fachliche Kompetenz und ihre Zeit dafür ein, Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.“
Ehrenamtskarte als Zeichen der Anerkennung
Die hessische Ehrenamts-Card gibt es seit dem 1. Januar 2006. In Frankfurt wurden die Voraussetzungen für die Vergabe im November 2024 angepasst. Seitdem können Ehrenamtliche eine Karte erhalten, wenn sie sich seit mindestens drei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich und unentgeltlich in einer gemeinnützigen Organisation engagieren. Zuvor waren fünf Jahre ehrenamtliches Engagement Voraussetzung. Zugleich wurde die bisherige Begrenzung auf 1000 Karten aufgehoben.
„Dass wir heute bereits die 1000. Ehrenamtskarte in diesem Jahr überreichen können, ist ein starkes Signal“, sagte Josef. „Es zeigt, wie viele Menschen sich in Frankfurt für andere und für unsere Stadtgesellschaft einsetzen. Ich blicke zuversichtlich nach vorne und baue darauf, dass es immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter gibt, die unser Stadtbild mitgestalten und eine stützende Säule werden beziehungsweise schon sind.“
Die Ehrenamtskarte ermöglicht ihren Inhaberinnen und Inhabern mehr als 1600 Vergünstigungen in ganz Hessen. In Frankfurt können damit unter anderem zahlreiche Museen kostenlos besucht werden. Zudem gibt es vergünstigte Eintrittspreise im Zoo und Palmengarten sowie Ermäßigungen bei kulturellen Veranstaltungen und vielen weiteren Angeboten.
Die Stadt Frankfurt ist Pilotkommune bei der Entwicklung einer digitalen Ehrenamtskarten-App, die derzeit von der Hessischen Staatskanzlei entwickelt wird. Frankfurt wirkt an der Entwicklung mit. Das Ehrenamts-Team der Stadt Frankfurt informiert auf seiner Website, sobald die App an den Start geht. Bis dahin können Anträge für die Ehrenamts-Card weiterhin in Papierform gestellt werden. Landesweit besitzen aktuell rund 18.000 Menschen eine Ehrenamtskarte.
Weitere Informationen sowie den Antrag für die Ehrenamtskarte finden sich unter E-Card | Stadt Frankfurt am Main
Hinweis an die Redaktionen Bilder von der Vergabe der 1000. Frankfurter Ehrenamts-Card an Dr. Angelika Barth gibt es ab circa 17 Uhr unter Ehrenamtskarte