12. Frankfurter Familienkongress: Familien stärken – Gesundheitskompetenz im Alltag leben
ffm. Wie gelingt es, im familiären Umfeld ein gesundes Leben zu führen
und einen verantwortungsvollen Umgang mit Krankheit zu finden in einer
Welt, die von Alltagsstress, digitaler Reizüberflutung und
widersprüchlichen Gesundheitsbotschaften geprägt ist? Diese Fragen
haben im Mittelpunkt des 12. Frankfurter Familienkongresses gestanden,
zu dem am Donnerstag, 27. November, zahlreiche Fachkräfte aus
Wissenschaft und Praxis in der Evangelischen Akademie Frankfurt
zusammenkamen. Unter dem Motto „Gesundheit! Familie und
Gesundheitskompetenz“ tauschten sie sich aus, lernten voneinander und
entwickelten vielversprechende Lösungen.
Der Kongress wurde vom Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen der Stadt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Bündnis für Familien und dem Frankfurter Kinderbüro veranstaltet.
Gesundheitskompetenz fördert Orientierung im Familienalltag
Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Informationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu beurteilen und schließlich anzuwenden. „Sie ist eine soziale Ressource, die nicht nur das einzelne Familienmitglied stärkt, sondern das gesamte Familiensystem“, erklärte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, in ihrer Eröffnungsrede. „Damit das gelingt, brauchen Familien Unterstützung. Genau hier setzen wir an.“
Vor diesem Hintergrund richtete sich der Kongress vor allem an kommunale Fachkräfte, zum Beispiel Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen Sozialarbeiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die eine Schlüsselrolle dabei spielen, Gesundheitskompetenz zu vermitteln.
Wertvolle Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen spannenden Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisnahen Impulsen. Dr. Oliver Harney, Kinder- und Jugendarzt, stellte in seinem Vortrag „Müssen wir damit zum Arzt? Gesundheitskompetenz bei Kindern beginnen“ klar: „Die Informationsfülle im digitalen Zeitalter verunsichert viele Eltern und führt oft zu unnötigen Arztbesuchen mit Kindern. Es ist entscheidend, Quellen zu prüfen und Informationen kritisch einzuordnen – auch, um ein positives Vorbild zu sein.“
Prof. Katharina Rathmann von der Hochschule Fulda machte deutlich, in welchen Lebenswelten eine gezielte Förderung von Gesundheitskompetenz besonders wichtig ist. Yvonne Adam vom AMIKO – Institut für Migration, Kultur und Gesundheit in Berlin beleuchtete, wie Familien mit chronischen Erkrankungen besser unterstützt werden können, und Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, stellte die facettenreichen Angebote des Gesundheitsamtes Frankfurt vor, die Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen helfen können.
Workshops: Gesundheit greifbar machen
Am Nachmittag erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in elf Workshops Ideen und Strategien, die sich direkt in der Arbeit mit Familien anwenden lassen. Die Themen reichten dabei vom guten Start ins Familienleben nach der Geburt über psychoonkologische Begleitung bis hin zu Ernährungs- und Gesundheitsbildung in Kitas und Schulen.
Im Workshop „Aspekte reproduktiver Gesundheit“ gaben Laura Olejniczak und Sabrina Mannebach Einblicke in das veränderte Verhütungsverhalten und bewerteten die zunehmende Kritik an hormonellen Methoden.
Silke Vaupel von der Verbraucherzentrale Hessen schilderte wie abwechslungsreiche, gesunde Mahlzeiten für Kinder systematisch in den Familienalltag integriert werden können. Sie betonte, dass eine entspannte Atmosphäre am Esstisch mindestens ebenso wichtig sei wie ein gutes Rezept.
Ein starkes Netzwerk für Familien
Der 12. Frankfurter Familienkongress zeigte einmal mehr: Wissen, praxisnahe Impulse und konkrete Strategien zur Verbesserung der Situation von Familien kommen an.
Seit 2007 lädt das Frankfurter Bündnis für Familien alle zwei Jahre zum Familienkongress ein, um Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen. Hinter dem Bündnis steht ein Netzwerk aus Stadt Frankfurt, Handwerkskammer, IHK, Wohlfahrtsverbänden, Glaubensgemeinschaften und weiteren Partnerinnen und Partnern, das Familien – ob klein, groß, Patchwork, alleinerziehend oder mit Migrationsgeschichte – in den Fokus rückt und entsprechende Angebote für ihre vielfältigen Bedürfnisse entwickelt und umsetzt.
Weitere Informationen finden sich unter frankfurter-buendnis-fuer-familien.de.
Kontakt für die Medien Frankfurter Kinderbüro, Telefon 069/212-39001,
E-Mail
kinderbuero@stadt-frankfurt.de
Der Kongress wurde vom Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen der Stadt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Bündnis für Familien und dem Frankfurter Kinderbüro veranstaltet.
Gesundheitskompetenz fördert Orientierung im Familienalltag
Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Informationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu beurteilen und schließlich anzuwenden. „Sie ist eine soziale Ressource, die nicht nur das einzelne Familienmitglied stärkt, sondern das gesamte Familiensystem“, erklärte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, in ihrer Eröffnungsrede. „Damit das gelingt, brauchen Familien Unterstützung. Genau hier setzen wir an.“
Vor diesem Hintergrund richtete sich der Kongress vor allem an kommunale Fachkräfte, zum Beispiel Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen Sozialarbeiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die eine Schlüsselrolle dabei spielen, Gesundheitskompetenz zu vermitteln.
Wertvolle Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen spannenden Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisnahen Impulsen. Dr. Oliver Harney, Kinder- und Jugendarzt, stellte in seinem Vortrag „Müssen wir damit zum Arzt? Gesundheitskompetenz bei Kindern beginnen“ klar: „Die Informationsfülle im digitalen Zeitalter verunsichert viele Eltern und führt oft zu unnötigen Arztbesuchen mit Kindern. Es ist entscheidend, Quellen zu prüfen und Informationen kritisch einzuordnen – auch, um ein positives Vorbild zu sein.“
Prof. Katharina Rathmann von der Hochschule Fulda machte deutlich, in welchen Lebenswelten eine gezielte Förderung von Gesundheitskompetenz besonders wichtig ist. Yvonne Adam vom AMIKO – Institut für Migration, Kultur und Gesundheit in Berlin beleuchtete, wie Familien mit chronischen Erkrankungen besser unterstützt werden können, und Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, stellte die facettenreichen Angebote des Gesundheitsamtes Frankfurt vor, die Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen helfen können.
Workshops: Gesundheit greifbar machen
Am Nachmittag erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in elf Workshops Ideen und Strategien, die sich direkt in der Arbeit mit Familien anwenden lassen. Die Themen reichten dabei vom guten Start ins Familienleben nach der Geburt über psychoonkologische Begleitung bis hin zu Ernährungs- und Gesundheitsbildung in Kitas und Schulen.
Im Workshop „Aspekte reproduktiver Gesundheit“ gaben Laura Olejniczak und Sabrina Mannebach Einblicke in das veränderte Verhütungsverhalten und bewerteten die zunehmende Kritik an hormonellen Methoden.
Silke Vaupel von der Verbraucherzentrale Hessen schilderte wie abwechslungsreiche, gesunde Mahlzeiten für Kinder systematisch in den Familienalltag integriert werden können. Sie betonte, dass eine entspannte Atmosphäre am Esstisch mindestens ebenso wichtig sei wie ein gutes Rezept.
Ein starkes Netzwerk für Familien
Der 12. Frankfurter Familienkongress zeigte einmal mehr: Wissen, praxisnahe Impulse und konkrete Strategien zur Verbesserung der Situation von Familien kommen an.
Seit 2007 lädt das Frankfurter Bündnis für Familien alle zwei Jahre zum Familienkongress ein, um Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen. Hinter dem Bündnis steht ein Netzwerk aus Stadt Frankfurt, Handwerkskammer, IHK, Wohlfahrtsverbänden, Glaubensgemeinschaften und weiteren Partnerinnen und Partnern, das Familien – ob klein, groß, Patchwork, alleinerziehend oder mit Migrationsgeschichte – in den Fokus rückt und entsprechende Angebote für ihre vielfältigen Bedürfnisse entwickelt und umsetzt.
Weitere Informationen finden sich unter frankfurter-buendnis-fuer-familien.de
Kontakt für die Medien Frankfurter Kinderbüro, Telefon 069/212-39001