15 Jahre Sozialdezernentin – 5 Jahre Bürgermeisterin
Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Quelle: Klaus Mai
Seit 16. Juli 2021 ist Barbara Akdeniz Bürgermeisterin der Wissenschaftsstadt Darmstadt und damit die erste Frau, die in der Geschichte Darmstadts diese Position bekleidet. Darüber hinaus ist Barbara Akdeniz seit 15 Jahren städtische Sozial-, Kinder-, Jugend-, Wohnungs- und Frauendezernentin. Im Rahmen einer Pressekonferenz zog sie heute (28.) Bilanz.Mittels über 750 eingebrachten Magistratsvorlagen prägte Barbara Akdeniz die Sozialpolitik in Darmstadt und übernahm auch mehrere Jahre Verantwortung für die Bereiche Klimaschutz, Umwelt, Fluglärm, Luftreinhaltung, Grünflächen, und Sport.„Die Arbeit als Dezernentin und Bürgermeisterin ist erfüllend und ich habe die letzten 15 Jahre genutzt, um viele relevante Themenstellungen für und mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt voranzubringen. Es liegt aber auch noch sehr viel Arbeit vor mir, die ich weiterhin mit großem Elan und Engagement angehen werde. Mir ist wichtig, neben strukturellen politischen Weichenstellungen immer auch mit den Menschen eng im Kontakt zu sein und die Bedarfe und Bedürfnisse direkt wahrzunehmen. Kein Einzelfall ist unwichtig, jedes Schicksal hat mich berührt und gleichzeitig konnte ich gemeinsam mit der Verwaltung daraus wichtige Schlüsse für Verbesserungen ableiten“, so Akdeniz.Zahlreiche Projekte wurden in den letzten Jahren bearbeitet und häufig auch im Krisenmodus aktuellen Herausforderungen begegnet. Seit 2015 wurden tausende geflüchtete Menschen in Darmstadt aufgenommen; während der Corona-Pandemie von 2020 bis 2022 wurde die Lage in Pflegeheimen und Kindertagesstätten koordiniert; infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden der Energieengpass und die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine organisiert, die vor dem Krieg geflohen sind.„Darmstadt verfügt über ein außerordentlich gutes Netzwerk an sozialen Einrichtungen, die kontinuierlich eine hervorragende Arbeit machen und darüber hinaus in Krisenzeiten tatkräftig mit anpacken. Das gilt es finanziell abzusichern und den Stellenwert von freien Trägern und Wohlfahrtsverbänden nochmals adäquat hervorzuheben“, lobt Akdeniz.„So konnte ich mich schon zu Beginn meiner Tätigkeit auf die Träger der Kinderbetreuung und Elterninitiativen verlassen, um insbesondere im U3-Bereich den Rechtsanspruch erfüllen zu können, ebenso auf soziale Träger bei der Übernahme sozialpädagogischer Betreuung für geflüchtete Menschen oder auch bei der Mitarbeit im Bündnis gegen Kinderarmut und beim Ausbau der Schulsozialarbeit“, so Akdeniz. „Gleichzeitig bin ich sehr froh über die vielen Ehrenamtlichen in Darmstadt, die sich in allen sozialen Bereichen engagieren – von der Interessenvertretung für Ältere über feministische Frauenarbeit bis hin zu Nachbarschaftshilfen im Quartier gibt es eine hervorragende Struktur, die nicht selbstverständlich ist. Unsere Stadtgesellschaft füllt Darmstadt mit Leben und positioniert sich politisch als eine weltoffene, vielfältige Stadt.“Sozialpolitik ist für Barbara Akdeniz eine dauerhafte Aufgabe: „Stillstand bedeutet Rückschritt, die Herausforderungen der Zeit bilden sich zuerst in der Lebenswelt der Menschen ab. Armutsgefährdung, psychosoziale Problemlagen, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, all das sind Themen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf die die Darmstädterinnen und Darmstädter direkt betreffen und dafür muss Sozialpolitik jederzeit passende Konzepte und Antworten haben. Gleichwohl können wir als Kommune nicht Landes- und Bundespolitik komplett kompensieren.“„Meine Botschaft nach 15 Jahren in Verantwortung ist: Darmstadt braucht eine verlässliche, kontinuierliche, innovative und mutige Sozialpolitik, die strukturelle Verbesserungen erreicht, den Menschen Zuversicht gibt sowie Unterstützung, Perspektiven und Chancen bietet. Die finanziellen Rahmenbedingungen werden schwieriger, deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die Politik in Darmstadt geschlossen gerade diejenigen in den Blick nimmt, die Unterstützung brauchen und Prävention als politische Strategie gegen Armut und soziale Ausgrenzung begreift. Das betrifft alle Altersgruppen und reicht bis in den sogenannten Mittelstand hinein. Kinder, Jugendliche, Familien, Ältere, Zugezogene oder Personen in prekären Lebensverhältnissen brauchen eine wirkungsvolle Sozialpolitik, der sie vertrauen können und die ihre Belange vertritt. Ich denke, das ist mir mit meinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Ämtern bislang gut gelungen. Besonders dankbar bin ich auch über die Impulse und die Unterstützung aus der Bevölkerung für meine Arbeit: Sozialpolitik ist Teamarbeit und in diesem Sinne werde ich das auch weiterhin als gewählte Vertreterin der Stadtpolitik intensiv bearbeiten und weiterentwickeln“, so Akdeniz abschließend.