15 Jahre Stadtkämmerer

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Stadtkämmerer André Schellenberg. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt Seit 15 Jahren ist André Schellenberg Stadtkämmerer der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Bei seinem Amtsantritt 2011 war die Finanzlage ähnlich schwierig wie heute. Schellenberg und sein Team handelten zügig: Noch im selben Jahr wurde ein Nachtragshaushalt vorgelegt, parallel dazu ein Konsolidierungskonzept erarbeitet. Der Weg führte in den Schutzschirm des Landes Hessen, rund 180 Millionen Euro an Kassenkrediten wurden entschuldet und Darmstadt anschließend aus dem Schutzschirm entlassen.Auf die Konsolidierungsphase folgten acht Jahre ausgeglichene Haushalte oder Überschüsse (2015 bis einschließlich 2022). Dank einer vorausschauenden Finanzpolitik wurden in diesen Jahren sogar Rücklagen gebildet, die sich in den erneut anspruchsvollen Jahren 2023 und 2024 als belastbar erwiesen und zum Haushaltsausgleich beitragen konnten. In dieser Zeit wurde die Haushaltsgenehmigung weiterhin erreicht. Investitionen in die InfrastrukturDie finanzielle Stabilität bildete die Grundlage für hohe Investitionen im Stadtalltag: Sanierung und Neubau von Schulen, darunter das Berufsschulzentrum Nord, das Kita-Sanierungsprogramm, die Sanierung der Feuerwehrstandorte, die Ausweitung der Förderung des sozialen Wohnungsbaus sowie der Ausbau der Sportinfrastruktur, etwa des Nordbads. Frühe Haushaltsgenehmigungen – von 2012 bis 2024 – sorgten für Verlässlichkeit, von der Vereine, Zuwendungsempfänger und soziale Träger profitierten.Modernisierung der Kämmerei und KrankenhausverbundUnter Schellenberg wurden der Produkthaushalt und das unterjährige Berichtswesen ausgebaut, die Transparenz gegenüber der Stadtverordnetenversammlung und der Bürgerschaft erhöht und das Rechnungswesen stabilisiert. Die Jahresabschlüsse wurden aufgeholt, um die Rechenschaftslegung zeitnah vorlegen zu können.Über die eigentliche Finanzverwaltung hinaus hatte Schellenberg als Aufsichtsratsvorsitzender und Klinikdezernent maßgeblichen Einfluss auf die gute Entwicklung des Klinikums Darmstadt: Errichtung des Zentralen Neubaus im Zeit- und Kostenrahmen, Umzug und Konzentration der Standorte an der Grafenstraße, Erwerb der katholischen Krankenhäuser St. Rochus und Marienhospital sowie zuletzt die gemeinsame Holding von Klinikum und Elisabethenstift als Grundstein eines Krankenhausverbunds für Südhessen. Damit wurde der Grundstein für eine wirtschaftlich tragfähige und gute medizinische Versorgung der Bevölkerung der gesamten Region geschaffen.In der Coronapandemie gehörte Schellenberg neben dem Oberbürgermeister dem Krisenstab an. Das Gesundheitsamt wurde in dieser Zeit modernisiert. Auch als Ideengeber für strukturelle Veränderungen im Verwaltungsaufbau setzte er Akzente: Auflösung des Eigenbetriebs Bürgerhäuser- und Märkte, Unterstützung bei der Auflösung der Eigenbetriebe Kultur und Bäder, Ausbau des Geschäftsbetriebs des EAD von Hauswirtschaft und Speisenversorgung bis zur einheitlichen Straßenreinigung sowie Ausbau der Elektromobilität im städtischen Fuhrpark.Über Darmstadt hinaus bringt Schellenberg seine Erfahrung in regionale und nationale Gremien ein: als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Hessischen Städtetags, langjähriger Vorsitzender und heute Mitglied des Finanzausschusses des Hessischen Städtetags, in den Gesundheits- und Finanzausschüssen des Deutschen Städtetags sowie im Kommunalbeirat der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).„André Schellenberg hat für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in einer schwierigen Phase Verantwortung übernommen. Ein ausgeglichener Haushalt über Jahre hinweg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von herausragendem Fachwissen. Dass die Jahre 2024 und 2025 diese Serie durchbrochen haben, liegt vor allem an den erdrückenden Strukturen, die unsere Kommunen belasten. In den drei Jahren unserer intensiven Zusammenarbeit – in der wir gemeinsam alles dafür getan haben, um unseren finanziellen Handlungsspielraum zu bewahren – habe ich seine enorme Expertise und seine großartige Kollegialität schätzen gelernt und freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit“, so Oberbürgermeister Hanno Benz.