150. Geburtstag
Haupteingang des Waldfriedhofs. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt - Sibel Öz
Mit einer stillen Kranzniederlegung auf dem Darmstädter Waldfriedhof (Grabnummer L 2h 1) gedenkt die Wissenschaftsstadt Darmstadt des Stadtbaurats, Bauleiters und Architekten August Buxbaum (1876–1960), dessen Geburtstag sich am 14. April 2026 zum einhundertfünfzigsten Mal jährt.August Buxbaum wurde am 14. April 1876 in Langen-Brombach geboren. Sein Vater, Philipp Buxbaum, war als Seminarlehrer tätig. Nach dem Besuch des Bensheimer Gymnasiums absolvierte August Buxbaum ein Studium an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Nach beruflichen Stationen in Berlin, Nürnberg und Worms trat er 1904 in Darmstadt in städtische Dienste ein, dort leitete er ab 1906 das städtische Hochbauamt.Ab 1909 war er als Stadtbaurat für viele Baumaßnahmen in Darmstadt verantwortlich, die für das Stadtbild bis heute von Bedeutung sind. Unter seiner Federführung entstanden zahlreiche Schulgebäude, darunter die Eleonoren-, die Justus-Liebig-, die Kyritz- und die Pestalozzischule. Buxbaum entwarf das Darmstädter Hallenbad am Mercksplatz (heute Jugendstilbad), den Erweiterungsbau für das Stadtkrankenhaus (Klinikum Darmstadt) und den Gebäudekomplex des Waldfriedhofs.Als Bauleiter fungierte er für das von Joseph Maria Olbrich entworfene Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe. In den 1920er Jahren ließ Buxbaum den nördlichen Teil des Rhön- und Spessartrings mit Miethäusern in klassischem Blockzuschnitt bebauen. Er förderte zudem Infrastrukturmaßnahmen wie die Abfallentsorgung.Von 1918 bis 1930 war Buxbaum als Technischer Beigeordneter in Darmstadt für die gesamte technische Verwaltung der Stadt verantwortlich, seit 1924 mit dem Titel Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl 1930 wurde er nicht wiedergewählt und in den Ruhestand versetzt. Fortan war er als freier Architekt tätig.Nach dem Zweiten Weltkrieg war Buxbaum als Architekt am Wiederaufbau Darmstadts beteiligt. Daneben widmete er sich intensiv der Stadt- und Baugeschichte Darmstadts. 1920 veröffentlichte er mit „Darmstadt und Umgebung“ einen Band mit 200 Federzeichnungen, die von ihm und über zwanzig weiteren Grafikern und Architekten aus der Region angefertigt wurden. Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde Buxbaum 1956 die Silberne Verdienstplakette der Stadt Darmstadt verliehen. August Buxbaum starb am 21. Februar 1960 in Darmstadt.