„2og:dondorf“ feiert Soft-Opening in ehemaliger Dondorf-Druckerei
ffm. Neben der Schirn Kunsthalle Frankfurt, die bereits im Sommer ihre
Räume in der Druckerei bezog, ist jetzt auch das zweite Obergeschoss
der ehemaligen Dondorf-Druckerei im Stadtteil Bockenheim mit Leben
gefüllt. Am Mittwoch, 17. Dezember, wurde das „2og:dondorf“
eingeweiht und die Initiativen und Organisationen aus dem Stadtteil, der
Wissenschaft, Kultur und Kunst vorgestellt, die das zweite Obergeschoss
künftig gemeinsam bespielen. Darunter zum Beispiel das Institut für
Sozialforschung (IfS), der „Studienkreis Deutscher Widerstand
1933-1945“ oder die „Freunde Bockenheimsvz“. Das Programm des
Abends gestaltete die gemeinnützige Ort3, die als Trägerin des
Projekts „2og:dondorf“ fungiert.
Der wohnlich und einladend eingerichtete große offene Raum im zweiten Obergeschoss war gut gefüllt mit rund 200 Personen, die das Soft-Opening miterleben wollten. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, eröffneten den Abend mit einem kurzen moderierten Gespräch rund um die Themen Zwischennutzung, Kulturcampus und Dondorf-Druckerei.
Hartwig sagte: „Mit dem ‚2og:dondorf‘ ziehen Wissenschaft, Kunst, Kultur und die engagierte Zivilgesellschaft in das zweite Obergeschoss der Dondorf Druckerei. Neben dem Ausstellungsbetrieb der Schirn Kunsthalle entsteht hier ein niedrigschwelliger, offener Ort für die Stadtgesellschaft und lokale Szene, der mit seinem Programm auch der bewegten Geschichte des Gebäudes und des Stadtteils Rechnung trägt. Für den erfolgreichen Auftakt heute Abend möchte ich mich bei Ort3, als Träger des Projekts, herzlich bedanken. Ich freue mich und bin auch stolz, dass uns gemeinsam als Stadt mit dem Land Hessen, der Schirn Kunsthalle, Ort3 und den Initiativen diese kulturelle Zwischennutzung der Dondorf Druckerei mit Modellcharakter gelungen ist.“
Gwechenberger sagte: „Das Zusammenspiel zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der Schirn Kunsthalle und den verschiedenen Stellen innerhalb der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen hat an diesem Ort gezeigt, welche Potentiale diese Kooperationen in sich tragen. Das ist ein wichtiges Zeichen für den Kulturcampus insgesamt und das wünschen wir uns auch für anstehenden Projekte.“
Im Anschluss startete das Panel zu dem Thema „Welche Orte braucht die Kultur von Morgen“. Auf dem Podium diskutierten Christine Hartwig-Thürmer, Historikerin vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Prof. Alexander Oppermann, Professor für Elektronische Medien an der HfG Offenbach, Luca Ganz, Co-Geschäftsführer der ort3 und Mitkoordinator des Projekts „2og:dondorf“, und Felix Wiegand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IfS und im DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“. Nach einer lebendigen Debatte, moderiert von Kira Kramer von der FAZ, klang der Abend mit Musik aus.
Das Konzept: Ein Ort für Kulturproduktion statt Konsum - Angebot und Atmosphäre
Als bewusster Gegenentwurf zu kommerziellen Stadträumen etabliert „2og:dondorf“ in der ehemaligen Dondorf-Druckerei einen „dritten Ort“ ohne ökonomische Schwelle. Dieser Raum eröffnet Möglichkeiten für Begegnung, Kreativität und gemeinschaftliches Lernen ohne finanziellen Druck. Er ist als offene Werkstatt konzipiert, die zur Mitgestaltung einlädt und den Fokus von passivem Konsum auf aktive Kulturproduktion verlagert.
Im Rahmen der Zwischennutzung der Dondorf-Druckerei entsteht so im zweiten Obergeschoss ein Stadtteil-Projekt, das als Community-Base für vielfältige Initiativen und Nachbarschaften fungiert. Hier vernetzen sich unterschiedliche Communities und es entstehen spontane Begegnungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Stadtgesellschaft und lokalen Szenen. Die Initiativen organisieren Lesungen, Diskussionen, Listening-Sessions und Workshops, zugleich öffnen sie ihre Studios für offene Werkstätten und entwickeln gemeinsame Programme. Exemplarisch steht dafür das Wohnlabor von Felix Wiegand, das Fragen urbaner Teilhabe mit der Praxis eines offenen, zugänglichen Lern- und Arbeitsraums verbindet.
Offener Space für Jedermann: Kostenlos nutzbar – mit WLAN, Bühne und Technik
Das zentrale Angebot von „2og:dondorf“ ist ein offener Hangout-Space mit WLAN, Bühne, Arbeitsplätzen und einer technischen Infrastruktur, die vieles möglich macht – von Musikhören bis hin zu kuratierten Veranstaltungsformaten. In den offenen Archiven wird Wissen gesammelt, das sich im Laufe des Projekts über Veranstaltungen, Vermittlungsangebote und gemeinschaftliche Prozesse weiterentwickelt.
„Mit einem so vielfältigen und dynamischen Projekt als junges gemeinnütziges Unternehmen an den Start zu gehen, ist eine besondere Ehre und zeigt, was möglich sein kann, wenn alle Beteiligten bereit sind, kulturelle Transformation zuzulassen. Wir sind beeindruckt davon, wie die unterschiedlichen Initiativen – ebenso wie die Dezernate, Ämter, das Land und die Schirn – in der Vorbereitungsphase aufeinander zugegangen sind. Unser Ziel ist es zu zeigen, dass Zwischennutzungen, gerade in Gebäuden im Eigentum der öffentlichen Hand, eine große Chance darstellen, akute soziale und kulturelle Bedarfe in etwas Positives zu verwandeln“, sagt Luca Ganz.
Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung, sagte: „Wir sind überzeugt, dass das ‚2og:dondorf‘ einen herausragenden Beitrag zur Wissenschafts- und Kulturvermittlung in Frankfurt leisten und als Modellprojekt eine Ausstrahlung weit über die Stadt hinaus haben wird. Nicht zuletzt an dem Gelingen dieses Projekts wird sich erweisen, dass der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Revitalisierung der Demokratie am Herzen liegen.”
Das Kernangebot von „2og:dondorf“ ist auf Zugänglichkeit und Teilhabe ausgerichtet
Offen und ohne ökonomische Schwelle: Der Raum ist ohne Eintrittsgebühr oder Konsumzwang für alle zugänglich. Kostenloses WLAN und flexible Arbeitsplätze schaffen eine einladende Umgebung für Studierende, Kreative, Nachbarinnen und Nachbarn sowie alle, die einen Ort zum Verweilen und Arbeiten suchen. Partizipativ und generationenübergreifend: „2og:dondorf“ ist keine vorgefertigte Angebotsstruktur, sondern ein prozessorientierter Ort. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, das Programm aktiv mitzugestalten. Die Formate richten sich bewusst an alle Altersgruppen und fördern Austausch, gemeinsames Lernen und kollektive Verantwortung. Solidarisch und stadtteilbezogen: Als sozialer Raum im Sozialraum versteht sich das Projekt als verbindende Infrastruktur zwischen unterschiedlichen sozialen Milieus und Wissensbeständen. Die Haltung ist gemeinwohlorientiert und nah an den Bedarfen der Zivilgesellschaft – ein Ort, der lokale Initiativen stärkt, städtische Transformationsprozesse begleitet und neue Formen des Miteinanders erprobt.
Richtig los geht es im Februar mit einem Tag der offenen Tür und Programm
Das Soft-Opening am Mittwoch, 17. Dezember, ist nur der Auftakt. Richtig los geht es am Samstag, 14. Februar. Mit einem großen Tag der offenen Tür wird sich das Projekt „2og:dondorf“ dann dem Stadtteil und der Stadtgesellschaft vorstellen. Anschließend startet auch das Programm mit verschiedenen Veranstaltungen in der Woche und offenen Angeboten. Neben Formaten aus dem Kreis der Initativen werden auch Konzerte und übergreifende Programmpunkte geplant, die von mehreren Initiativen gleichzeitig getragen werden. Weitere Informationen finden sich unter 2ogdondorf.de und auf Instagram
@2og_dondorf .
Synergien im Ausweichquartier der Schirn – ein Gebäude, zwei Nutzungen
Die Konstellation zwischen Schirn und „2og:dondorf“ schafft eine besondere Dynamik: Für den Zeitraum der Sanierung ihres Hauptgebäudes am Römer wurde der Schirn Kunsthalle Frankfurt die Dondorf-Druckerei als Ausweichquartier durch das Land Hessen überlassen. Das zweite Obergeschoss wird während dieser Zeit von der Ort3 bespielt. Diese Kooperation ist ein bewusstes und exemplarisches Modell, das Hochkultur mit basisorientierter Stadtentwicklung verbindet. Es entsteht eine einzigartige Mischung zwischen internationaler Ausstellungspraxis und dem Stadtteil Bockenheim, die den gesamten Ort belebt und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglicht.
„Die Eröffnung des zweiten Obergeschosses ist nun Wirklichkeit. Das war uns von vorneherein ein großes Anliegen, und umso mehr heißen wir unsere neuen Nachbar*innen willkommen. Im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung und Entwicklung des Geländes ist es wichtig, dass während unseres Gastspiels hier Ideen für die Zukunft weitergedacht werden können und ebenfalls Platz finden – insbesondere da wir unsere Nutzung der Dondorf Druckerei dem großen Engagement der Öffentlichkeit für deren Erhalt mit verdanken. Wir sind voller Vorfreude, hier zusammen einen lebendigen Kultur- und Begegnungsort entstehen zu lassen“, sagte Sebastian Baden, Geschäftsführer der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
Initiativen und Wissensfelder im „2og:dondorf“
„2og:dondorf“ fungiert als ein dynamischer Netzwerkknoten, der institutionelles, zivilgesellschaftliches und künstlerisches Wissen zusammenbringt. Diese bewusste Bündelung unterschiedlicher Wissensformen und Erfahrungswelten schafft eine einzigartige Synergie, die akademische Forschung mit gelebter Alltagskultur und kreativer Praxis verbindet. Die Vielfalt der Partner bildet die zentrale Stärke des Projekts.
Über „2og:dondorf“
„2og:dondorf“ ist ein gemeinschaftlicher Kultur- und Wissensraum im zweiten Obergeschoss der ehemaligen Dondorf-Druckerei in Frankfurt-Bockenheim. Das Projekt verbindet Wissenschaft, Kunst, Erinnerungskultur und Stadtgesellschaft und dient als Modell für partizipative Stadtentwicklung auf dem Weg zum Kulturcampus. Es wird von der Ort3 getragen und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt gefördert. Eine detaillierte Pressemitteilung steht als PDF-Dokument zum Download bereit.
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Pressemitteilung zu „2og:dondorf“
Fotos
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, im Gespräch mit Moderation Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, im Gespräch mit Moderation Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Podiumsgespräch mit Luca Ganz, Co-Geschäftsführer der ort3 und Mitkoordinator des Projekts „2og:dondorf“, Christine Hartwig-Thürmer, Historikerin vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Alexander Oppermann, Professor für Elektronische Medien an der HfG Offenbach und Felix Wiegand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung und im DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“, mit Moderatorin Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (1), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (2), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (3), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (4), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Anfragen zum Raum India Nagler, Ort3, E-Mail india@ort3.de
Kontakt für die Medien
Luca Ganz, Ort3, Telefon 0177/3897049, E-Mail
luca@ort3.de
Der wohnlich und einladend eingerichtete große offene Raum im zweiten Obergeschoss war gut gefüllt mit rund 200 Personen, die das Soft-Opening miterleben wollten. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, eröffneten den Abend mit einem kurzen moderierten Gespräch rund um die Themen Zwischennutzung, Kulturcampus und Dondorf-Druckerei.
Hartwig sagte: „Mit dem ‚2og:dondorf‘ ziehen Wissenschaft, Kunst, Kultur und die engagierte Zivilgesellschaft in das zweite Obergeschoss der Dondorf Druckerei. Neben dem Ausstellungsbetrieb der Schirn Kunsthalle entsteht hier ein niedrigschwelliger, offener Ort für die Stadtgesellschaft und lokale Szene, der mit seinem Programm auch der bewegten Geschichte des Gebäudes und des Stadtteils Rechnung trägt. Für den erfolgreichen Auftakt heute Abend möchte ich mich bei Ort3, als Träger des Projekts, herzlich bedanken. Ich freue mich und bin auch stolz, dass uns gemeinsam als Stadt mit dem Land Hessen, der Schirn Kunsthalle, Ort3 und den Initiativen diese kulturelle Zwischennutzung der Dondorf Druckerei mit Modellcharakter gelungen ist.“
Gwechenberger sagte: „Das Zusammenspiel zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der Schirn Kunsthalle und den verschiedenen Stellen innerhalb der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen hat an diesem Ort gezeigt, welche Potentiale diese Kooperationen in sich tragen. Das ist ein wichtiges Zeichen für den Kulturcampus insgesamt und das wünschen wir uns auch für anstehenden Projekte.“
Im Anschluss startete das Panel zu dem Thema „Welche Orte braucht die Kultur von Morgen“. Auf dem Podium diskutierten Christine Hartwig-Thürmer, Historikerin vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Prof. Alexander Oppermann, Professor für Elektronische Medien an der HfG Offenbach, Luca Ganz, Co-Geschäftsführer der ort3 und Mitkoordinator des Projekts „2og:dondorf“, und Felix Wiegand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IfS und im DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“. Nach einer lebendigen Debatte, moderiert von Kira Kramer von der FAZ, klang der Abend mit Musik aus.
Das Konzept: Ein Ort für Kulturproduktion statt Konsum - Angebot und Atmosphäre
Als bewusster Gegenentwurf zu kommerziellen Stadträumen etabliert „2og:dondorf“ in der ehemaligen Dondorf-Druckerei einen „dritten Ort“ ohne ökonomische Schwelle. Dieser Raum eröffnet Möglichkeiten für Begegnung, Kreativität und gemeinschaftliches Lernen ohne finanziellen Druck. Er ist als offene Werkstatt konzipiert, die zur Mitgestaltung einlädt und den Fokus von passivem Konsum auf aktive Kulturproduktion verlagert.
Im Rahmen der Zwischennutzung der Dondorf-Druckerei entsteht so im zweiten Obergeschoss ein Stadtteil-Projekt, das als Community-Base für vielfältige Initiativen und Nachbarschaften fungiert. Hier vernetzen sich unterschiedliche Communities und es entstehen spontane Begegnungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Stadtgesellschaft und lokalen Szenen. Die Initiativen organisieren Lesungen, Diskussionen, Listening-Sessions und Workshops, zugleich öffnen sie ihre Studios für offene Werkstätten und entwickeln gemeinsame Programme. Exemplarisch steht dafür das Wohnlabor von Felix Wiegand, das Fragen urbaner Teilhabe mit der Praxis eines offenen, zugänglichen Lern- und Arbeitsraums verbindet.
Offener Space für Jedermann: Kostenlos nutzbar – mit WLAN, Bühne und Technik
Das zentrale Angebot von „2og:dondorf“ ist ein offener Hangout-Space mit WLAN, Bühne, Arbeitsplätzen und einer technischen Infrastruktur, die vieles möglich macht – von Musikhören bis hin zu kuratierten Veranstaltungsformaten. In den offenen Archiven wird Wissen gesammelt, das sich im Laufe des Projekts über Veranstaltungen, Vermittlungsangebote und gemeinschaftliche Prozesse weiterentwickelt.
„Mit einem so vielfältigen und dynamischen Projekt als junges gemeinnütziges Unternehmen an den Start zu gehen, ist eine besondere Ehre und zeigt, was möglich sein kann, wenn alle Beteiligten bereit sind, kulturelle Transformation zuzulassen. Wir sind beeindruckt davon, wie die unterschiedlichen Initiativen – ebenso wie die Dezernate, Ämter, das Land und die Schirn – in der Vorbereitungsphase aufeinander zugegangen sind. Unser Ziel ist es zu zeigen, dass Zwischennutzungen, gerade in Gebäuden im Eigentum der öffentlichen Hand, eine große Chance darstellen, akute soziale und kulturelle Bedarfe in etwas Positives zu verwandeln“, sagt Luca Ganz.
Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung, sagte: „Wir sind überzeugt, dass das ‚2og:dondorf‘ einen herausragenden Beitrag zur Wissenschafts- und Kulturvermittlung in Frankfurt leisten und als Modellprojekt eine Ausstrahlung weit über die Stadt hinaus haben wird. Nicht zuletzt an dem Gelingen dieses Projekts wird sich erweisen, dass der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Revitalisierung der Demokratie am Herzen liegen.”
Das Kernangebot von „2og:dondorf“ ist auf Zugänglichkeit und Teilhabe ausgerichtet
Offen und ohne ökonomische Schwelle: Der Raum ist ohne Eintrittsgebühr oder Konsumzwang für alle zugänglich. Kostenloses WLAN und flexible Arbeitsplätze schaffen eine einladende Umgebung für Studierende, Kreative, Nachbarinnen und Nachbarn sowie alle, die einen Ort zum Verweilen und Arbeiten suchen. Partizipativ und generationenübergreifend: „2og:dondorf“ ist keine vorgefertigte Angebotsstruktur, sondern ein prozessorientierter Ort. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, das Programm aktiv mitzugestalten. Die Formate richten sich bewusst an alle Altersgruppen und fördern Austausch, gemeinsames Lernen und kollektive Verantwortung. Solidarisch und stadtteilbezogen: Als sozialer Raum im Sozialraum versteht sich das Projekt als verbindende Infrastruktur zwischen unterschiedlichen sozialen Milieus und Wissensbeständen. Die Haltung ist gemeinwohlorientiert und nah an den Bedarfen der Zivilgesellschaft – ein Ort, der lokale Initiativen stärkt, städtische Transformationsprozesse begleitet und neue Formen des Miteinanders erprobt.
Richtig los geht es im Februar mit einem Tag der offenen Tür und Programm
Das Soft-Opening am Mittwoch, 17. Dezember, ist nur der Auftakt. Richtig los geht es am Samstag, 14. Februar. Mit einem großen Tag der offenen Tür wird sich das Projekt „2og:dondorf“ dann dem Stadtteil und der Stadtgesellschaft vorstellen. Anschließend startet auch das Programm mit verschiedenen Veranstaltungen in der Woche und offenen Angeboten. Neben Formaten aus dem Kreis der Initativen werden auch Konzerte und übergreifende Programmpunkte geplant, die von mehreren Initiativen gleichzeitig getragen werden. Weitere Informationen finden sich unter 2ogdondorf.de
Synergien im Ausweichquartier der Schirn – ein Gebäude, zwei Nutzungen
Die Konstellation zwischen Schirn und „2og:dondorf“ schafft eine besondere Dynamik: Für den Zeitraum der Sanierung ihres Hauptgebäudes am Römer wurde der Schirn Kunsthalle Frankfurt die Dondorf-Druckerei als Ausweichquartier durch das Land Hessen überlassen. Das zweite Obergeschoss wird während dieser Zeit von der Ort3 bespielt. Diese Kooperation ist ein bewusstes und exemplarisches Modell, das Hochkultur mit basisorientierter Stadtentwicklung verbindet. Es entsteht eine einzigartige Mischung zwischen internationaler Ausstellungspraxis und dem Stadtteil Bockenheim, die den gesamten Ort belebt und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglicht.
„Die Eröffnung des zweiten Obergeschosses ist nun Wirklichkeit. Das war uns von vorneherein ein großes Anliegen, und umso mehr heißen wir unsere neuen Nachbar*innen willkommen. Im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung und Entwicklung des Geländes ist es wichtig, dass während unseres Gastspiels hier Ideen für die Zukunft weitergedacht werden können und ebenfalls Platz finden – insbesondere da wir unsere Nutzung der Dondorf Druckerei dem großen Engagement der Öffentlichkeit für deren Erhalt mit verdanken. Wir sind voller Vorfreude, hier zusammen einen lebendigen Kultur- und Begegnungsort entstehen zu lassen“, sagte Sebastian Baden, Geschäftsführer der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
Initiativen und Wissensfelder im „2og:dondorf“
„2og:dondorf“ fungiert als ein dynamischer Netzwerkknoten, der institutionelles, zivilgesellschaftliches und künstlerisches Wissen zusammenbringt. Diese bewusste Bündelung unterschiedlicher Wissensformen und Erfahrungswelten schafft eine einzigartige Synergie, die akademische Forschung mit gelebter Alltagskultur und kreativer Praxis verbindet. Die Vielfalt der Partner bildet die zentrale Stärke des Projekts.
Über „2og:dondorf“
„2og:dondorf“ ist ein gemeinschaftlicher Kultur- und Wissensraum im zweiten Obergeschoss der ehemaligen Dondorf-Druckerei in Frankfurt-Bockenheim. Das Projekt verbindet Wissenschaft, Kunst, Erinnerungskultur und Stadtgesellschaft und dient als Modell für partizipative Stadtentwicklung auf dem Weg zum Kulturcampus. Es wird von der Ort3 getragen und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt gefördert. Eine detaillierte Pressemitteilung steht als PDF-Dokument zum Download bereit.
Download
Pressemitteilung zu „2og:dondorf“
Fotos
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, im Gespräch mit Moderation Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, im Gespräch mit Moderation Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Podiumsgespräch mit Luca Ganz, Co-Geschäftsführer der ort3 und Mitkoordinator des Projekts „2og:dondorf“, Christine Hartwig-Thürmer, Historikerin vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Alexander Oppermann, Professor für Elektronische Medien an der HfG Offenbach und Felix Wiegand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung und im DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“, mit Moderatorin Kira Kramer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (1), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (2), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (3), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Eindrücke des Raums „2og:dondorf“ (4), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Micha Reinke
Anfragen zum Raum India Nagler, Ort3, E-Mail india@ort3.de
Kontakt für die Medien
Luca Ganz, Ort3, Telefon 0177/3897049