300 Gäste aus 50 muslimischen Gemeinden kamen zum Iftār-Empfang der Stadt 

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Traditionell lädt die Stadt Frankfurt am Main während des Fastenmonats Ramadan Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen Community zum Fastenbrechen (Iftār) ein. Am Dienstag, 3. März, begrüßten Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner sowi Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg die 300 Gäste aus 50 Gemeinden in den „Mainarcaden“, dem Casino der Stadtwerke an der Kurt-Schumacher-Straße.

„Der gemeinsam begangene Ifṭār steht für das, was Frankfurt stark macht: gegenseitiger Respekt, gelebter Dialog und Verantwortung füreinander. Menschen muslimischen Glaubens sind seit Jahrzehnten selbstverständlicher Teil unserer Stadtgesellschaft und gestalten sie aktiv mit. Nicht nur in Gemeinden, sondern auch in Vereinen, sozialen Initiativen und Nachbarschaften wird täglich Engagement gezeigt, das unseren Zusammenhalt stärkt. Dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher Dank“, sagte Josef.

„Die Ramadanbeleuchtung in der Freßgass‘ und die vielen Iftare in der Stadt sind ein öffentliches Zeichen, dass im Stadtbild unserer Vielvölkerstadt Platz ist für viele Kulturen und Religionen“, sagte Arslaner. Wie die Fastenzeiten anderer Religionen auch sei der Ramadan ein Zeichen der Besinnung auf das Wesentliche: „Haben wir ein Dach über dem Kopf? Haben wir genug zu essen? Sind wir gesund? Wie können wir in Frieden miteinander leben?“ Gerade letztere Frage, sagte Arslaner, liege nach der erneuten Gewalteskalation im Nahen Osten vielen Menschen auf der Seele. In solchen Zeiten brauche es Solidarität, über die Grenzen aller Religionen hinaus. „Ich bin überzeugt, unser menschliches Miteinander hier in Frankfurt ist stärker als Krieg, Hass und Spaltung“, sagte Arslaner. 

Eskandari-Grünberg fügte hinzu: „Gerade auf kommunaler Ebene erleben wir täglich, wie wichtig Zusammenhalt ist. Ob in Schulen, Vereinen, in der Nachbarschaft oder im Berufsleben – das Miteinander vor Ort entscheidet darüber, wie gut unsere Gesellschaft funktioniert. Der Iftār-Empfang ist daher mehr als ein symbolischer Akt. Er ist ein praktisches Beispiel dafür, wie wir Gemeinschaft leben können.“ [Bild: Sie begrüßten die Gäste (v.l.): Said Cerić, islamische Religionsgemeinschaft Frankfurt, Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Oberbürgermeister Mike Josef und der KAV-Vorsitzende Jumas Medoff, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler ] An dem Empfang nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalen Ausländervertretung (KAV), des Rats der Religionen und der christlichen Kirchen teil. Für die islamische Religionsgemeinschaft in Frankfurt sprach Said Cerić. „In unserer Stadt ist auch der Ramadan zu Hause“, sagte er. „Das ist nicht zuletzt durch die Ramadan-Lichter sichtbar geworden. Wir zeigen, dass Religion kein Rückzug aus der Gesellschaft ist.“

Der KAV-Vorsitzende Jumas Medoff betonte: „Frankfurt zeigt im Ramadan: Vielfalt bedeutet nicht Nebeneinander, sondern Miteinander. Muslimische Communities sind ein fester und aktiver Bestandteil unserer Stadt.“ Schließlich ließen sich die Gäste das Iftār-Büfett schmecken, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Casinos vorbereitet und im Foyer aufgebaut hatten.

Hintergrund Seit 2022 lädt die Stadt Frankfurt Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen Gemeinden jährlich am Ende des Fastenmonats Ramadan zum Iftār-Empfang in die „Mainarcaden“ ein. Die Gemeinden repäsentieren die etwa 130.000 Frankfurterinnen und Frankfurter muslimischen Glaubens.

Fotos

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Casinos „Mainarcaden“ hatten das Iftār-Büfett zubereitet und im Foyer aufgebaut, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler 

Sie begrüßten die Gäste (v.l.): Said Cerić von der islamischen Religionsgemeinschaft Frankfurt, Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Oberbürgermeister Mike Josef und der KAV-Vorsitzende Jumas Medoff, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler 

Mit 300 Gästen aus 50 muslimischen Gemeinden war das Casino der Stadtwerke beim Iftār-Empfang voll besetzt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler