40 Jahre Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt – Oberbürgermeister Hanno Benz gratuliert
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Zum Internationalen Frauentag am 8. März würdigt Oberbürgermeister Hanno Benz das 40-jährige Bestehen des Frauenbüros der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Seit vier Jahrzehnten setzt sich die Stadt damit konsequent für Gleichberechtigung, Chancengleichheit und die Interessen von Frauen in Darmstadt ein.„Dass Darmstadt bereits 1986 ein kommunales Frauenbüro eingerichtet hat, war ein starkes und vorausschauendes Signal – wenn auch nicht ohne Widerstände damals“, erinnert Oberbürgermeister Benz. Heute sei klar: „Viele Themen, die seither angestoßen wurden, prägen unsere Stadtgesellschaft bis heute.“Zu den Wegbereiterinnen gehörten die erste interne Frauenbeauftragte Gudrun Groothuis-Eckhardt, die den Aufbau der Strukturen innerhalb der Stadtverwaltung vorantrieb. Im November 1986 folgte mit Kaj Fölster die erste externe Frauenbeauftragte, die sich mit großem Engagement für die Anliegen aller Darmstädterinnen einsetzte und das Frauenbüro früh als wichtige Anlauf- und Impulsstelle etablierte.Als erste Frauenbeauftragte hat Kaj Fölster den Grundstein für eine kommunale Frauenpolitik gelegt, die bis heute prägend für Darmstadt ist. Sie hat früh erkannt, dass Gleichstellung nicht nur ein gesellschaftliches Ideal ist, sondern eine konkrete Aufgabe für Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft. Ihr Wirken hat gezeigt: Fortschritt entsteht, wenn Menschen den Mut haben, bestehende Strukturen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.Heute ist Gleichstellung in vielen Bereichen der Stadtverwaltung selbstverständlich gelebte Praxis. Die politisch Verantwortlichen in den vergangenen vier Jahrzehnten haben sich stets dafür eingesetzt, Frauen in der Verwaltung zu stärken und ihnen gleiche Möglichkeiten zu eröffnen.„Zahlreiche Frauen tragen Verantwortung in Führungspositionen in städtischen Ämtern. Ob als Chefin der Darmstädter Berufsfeuerwehr, ob als Büroleiterin oder persönliche Referentin, als Bürgerbeauftragte, als Antisemitismusbeauftragte oder an der Spitze des Kulturamtes: Frauen prägen die Arbeit der Stadtverwaltung und gestalten die Wissenschaftsstadt Darmstadt maßgeblich mit“, so Oberbürgermeister und Personaldezernent Hanno Benz.Um Frauen künftig noch besser und gezielter zu fördern, gerade in technischen Berufen, überarbeitet die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell unter anderem ihr Personalentwicklungskonzept. Ideen, wie etwa Modelle des Führungs-Tandems (Jobsharing in Führung), werden hier entwickelt. Dies soll es ermöglichen, anspruchsvolle Leitungspositionen mit flexiblen Lebensmodellen zu vereinen und so den „Drop-out“ hochqualifizierter Frauen in der Familienphase zu verhindern. Außerdem sollen über ein stadtinternes Expertinnen-Verzeichnis und gezielte Networking-Events die Kompetenzen von Frauen über alle Ämter hinweg sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, den „informellen Flurfunk“ durch transparente, weibliche Netzwerke zu ersetzen.Die Wissenschaftsstadt setzt außerdem auf Sponsoring: Erfahrene Entscheidungsträger der Stadtspitze und der Stadtwirtschaft (Cross Mentoring) verpflichten sich dabei aktiv, talentierte Frauen für konkrete Projekte und Beförderungen vorzuschlagen und ihre Karrieren innerhalb der Verwaltung proaktiv zu protegieren. Und auch in der digitalen Transformation setzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt Frauenförderung um: Spezielle Programme für Frauen in MINT-Bereichen der Verwaltung sollen sicherstellen, dass auch hier der Frauenanteil stetig steigt.Insgesamt liegt der Frauenanteil bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei 57,56 Prozent (Juli 2025, Bericht Personal-Controlling).Zum 40-jährigen Bestehen des Frauenbüros würdigt Oberbürgermeister Hanno Benz besonders die Arbeit der heutigen Frauenbeauftragten Edda Feess. „Mit großem Sachverstand, klarer Haltung und viel Engagement setzt sie wichtige Impulse für Gleichstellung, Teilhabe und eine offene Stadtgesellschaft“, so Benz. „Das Frauenbüro ist seit 40 Jahren eine starke Stimme für die Belange von Frauen in Darmstadt.“Zum Internationalen Frauentag dankt der Oberbürgermeister allen Mitarbeiterinnen des Frauenbüros – den früheren wie den heutigen – für ihre engagierte Arbeit. „Sie haben dazu beigetragen, dass Darmstadt eine moderne, vielfältige und gerechte Stadt ist. Dafür gilt ihnen unser großer Dank.“