Aktionsgericht am 23. September
EAD Gemeinschaftsverpflegung. Quelle: Christoph Rau
Am Mittwoch, 23. September, wird in Darmstadt erstmals die Aktion „Bio aus unserer Region“ durchgeführt. An dieser bundesweiten Initiative beteiligt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Maßnahme „Bio Komm‘ mit“ mit einem so genannten „Bio-Aktionsgericht“. Ziel ist es, zu zeigen, wie das Mittagessen in der Gemeinschaftsverpflegung (z.B. Kantinen, Betriebsrestaurants und Kindertagesstätten) mit regionalen, saisonalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln praktisch und lecker umgesetzt werden kann.Die Maßnahme „Bio Komm‘ mit“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt Kommunen dabei, mehr Bio in Erzeugung und Konsum zu realisieren.Das Studierendenwerk beteiligt sich mit einem Gericht in der Innenstadtmensa unter Verwendung von Kichererbsen. Die in Darmstadt ansässige Firma Biond, die verschiedene Schulen sowie die Betriebskantine der Firma Dassault Systèmes versorgt, wird aus regionalen Bio-Kartoffeln, Eiern und Milchprodukten rund 400 Essen anbieten. Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der 24 Schulen und drei Kindertagesstätten mit Mittagessen versorgt, wird ebenfalls ein kindgerechtes Aktionsgericht aus regionalen Bio-Lebensmitteln anbieten. Bürgermeisterin Barbara Akdeniz besucht zu diesem Anlass die Kita an der Stadtmauer und isst gemeinsam mit den Kindern.„Ich freue mich, mit den Kita-Kindern zu Mittag zu essen. Gemeinsames Mittagessen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme: Es ist gut für die Gesundheit und fördert Begegnung und Gemeinschaft. Im Rahmen der Gemeinschaftsverpflegung in den städtischen Kindertagesstätten haben wir Qualitäten für den Anteil von ökologischen, regionalen, saisonalen und fair gehandelten Produkten im Rahmen unseres Konzepts zur Gesundheitsförderung in den Kitas festgelegt und setzen diese auch um. Hiervon profitieren die Kinder in der Kita und lernen, gesundes Essen wertzuschätzen“, so Bürgermeisterin Akdeniz.Umweltdezernent Michael Kolmer, Vorstandsmitglied im Verein der Biostädte e.V., ist hocherfreut, dass die Idee eines Aktionsgerichtes in Darmstadt aufgegriffen wird: „Kinder in Kindertagesstätten und Schulen sind wunderbare Multiplikatoren, wenn sie daheim von der Bedeutung bio-regional erzeugter Lebensmittel erzählen. Was in diesem Jahr nur im modellhaften Umfang in Betriebsrestaurants angeboten wird, kann im kommenden Jahr weitere Bögen schlagen, denn das Interesse am Aktionsgericht ist in Darmstadt vorhanden.“