An der Seufzerbrücke leuchtet „Schana Tova“ 

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Zum jüdischen Neujahrsfest grüßt die Stadt Frankfurt mit einer öffentlichen Illumination

ffm. Am  Donnerstagabend, 10. September, leuchtete der jüdische Neujahrsgruß „Schana Tova“ auf der „Seufzerbrücke“, dem Übergang zwischen Römer und Kämmerei. Zum zweiten Mal nimmt die Stadt Frankfurt das Fest zum Anlass für eine öffentliche Illumination. Für Jüdinnen und Juden beginnt nun das Jahr 5787.

Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration, begrüßte die Gäste im Namen des Magistrats: „Wenn hier am Römer ,Schana Tova‘ leuchtet, dann sagen wir als Stadt ganz bewusst: Wir sehen jüdisches Leben. Wir hören jüdische Stimmen. Und wir wollen, dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Frankfurt gehört. Das ist ein kleines Zeichen, aber ich finde, es ist ein wichtiges. Gerade weil wir wissen, was jüdische Menschen in dieser Stadt erleben mussten. Und gerade weil wir wissen, dass jüdisches Leben auch heute nicht überall selbstverständlich und sicher ist.“

Marc Grünbaum, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde, sagte: „Im vergangenen Jahr haben wir mit der Beleuchtung zu Rosch HaSchana eine gute Tradition begründet und ein starkes Zeichen für das jüdische Leben in Frankfurt gesetzt, um jüdische Tradition und Vielfalt sichtbar zu machen. Frankfurt ist die einzige Stadt mit einem Gruß zum jüdischen Neujahr und unterstreicht damit, dass sie eine Stadt des Miteinanders ist, in der die jüdische Gemeinschaft ihren festen, sichtbaren Platz hat und sie jüdisches Leben sicher und selbstbewusst gestalten kann. Wir danken der Stadt und insbesondere Stadträtin Zapf-Rodríguez für dieses klare Bekenntnis. Möge das neue Jahr Frieden, Zuversicht und Zusammenhalt für uns alle in Frankfurt bringen. Schana Tova u’Metuka, ein gutes und süßes neues Jahr.“

Weitere Grußworte sprachen Rabbiner Avichai Apel und Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen. Sie sagte: „Diese Lichter zeigen, was Frankfurt ausmacht: Jüdisches Leben ist sichtbar, lebendig und selbstverständlicher Teil unserer Stadt – und es ist unser aller Verantwortung, dafür einzustehen, dass das so bleibt.“

Rund 80 Gäste feierten gemeinsam den Beginn des neuen jüdischen Jahres. Unter den Mitfeiernden waren auch Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, darunter der christlichen Kirchen, der muslimischen Gemeinde und der Bahá’í-Gemeinde.

Rabbiner Julian-Chaim Soussan gestaltete die Illumination mit einem Gebet. An der „Seufzerbrücke“ wird der Schriftzug „Schana Tova“ eine Woche lang zu sehen sein.

Fotos Frankfurt begrüßt das jüdische Neujahr (v.l.): Rabbiner Julian-Chaim Soussan, Stadträtin Tina Zapf-Rodríguez, Marc Grünbaum, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Jennifer Marställer, Direktorin der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Benjamin Graumann, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, und Rabbiner Avichai Apel, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel 









Eine Woche lang leuchtet der jüdische Neujahrsgruß „Schana Tova“ am Römer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel