Aufgewertet für Mensch und Klima: Rund 116.000 Natursteinpflastersteine instandgesetzt

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Die Sanierung der Natursteinpflasterflächen in der Neuen Kräme und der Liebfrauenstraße ist abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 116.000 Pflastersteine an den Baumbeeteinfassungen sowie den dazwischenliegenden und angrenzenden Flächen instandgesetzt. Nach der Reinigung der Natursteinflächen mit Hochdruckwasserstrahlern wurden beschädigte Fugen und lockere Steine fachgerecht saniert. Dort, wo es erforderlich war, bauten die Fachkräfte die Pflastersteine händisch aus, entfernten beschädigtes Fugenmaterial und setzten die Steine nach der Reinigung wieder ein. Insgesamt konnten auf diese Weise rund 38.000 der dunkelgrauen Natursteine wiederverwendet werden.

Handwerkskunst für ein hochwertiges Stadtbild

Das Verlegen und Instandsetzen von Natursteinpflaster zählt zu den anspruchsvollsten Arbeiten im Straßen- und Tiefbau. Jeder Stein ist aufgrund seiner Form, Größe und Oberflächenstruktur ein Unikat und muss individuell eingepasst werden. Diese Arbeiten erfordern erfahrene Fachkräfte mit besonderem Know-how im Natursteinbau.

„Ein Teil des Teams stammt aus Ländern mit einer langen Steinmetz- und Pflastertradition wie Portugal und Italien. Diese Fachkräfte bringen ein enormes handwerkliches Wissen mit und beherrschen traditionelle Verlegetechniken“, sagt Gilbert Hepp, Bauleiter der Maßnahme beim Amt für Straßenbau und Erschließung. „Man sieht sofort, ob ein Pflasterverband stimmt oder nicht.“

Naturstein mit Vorteilen für Klima und Aufenthaltsqualität

Der in der Frankfurter Innenstadt verlegte Naturstein Grauwacke zeichnet sich durch seine hohe Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit aus. Natursteinpflaster prägt nicht nur das Erscheinungsbild der Innenstadt, sondern bietet auch Vorteile für das Stadtklima.

Im Vergleich zu Asphalt haben Natursteinflächen einen höheren Reflexionsgrad und erwärmen sich an heißen Sommertagen weniger stark. Zudem können die Fugen zwischen den Steinen Feuchtigkeit speichern und durch Verdunstung wieder an die Umgebung abgeben. Dieser Effekt unterstützt ein angenehmeres Mikroklima und trägt insbesondere in dicht bebauten Innenstadtbereichen zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei.

Beitrag zum Erhalt der Innenstadt

Mit der abgeschlossenen Sanierung präsentieren sich Neue Kräme und Liebfrauenstraße wieder in einem deutlich aufgewerteten Erscheinungsbild. Die Maßnahme verbessert die Sicherheit und den Komfort für Fußgängerinnen und Fußgänger, stärkt die Attraktivität des öffentlichen Raums und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des historischen Stadtbildes.

Bis Ende Juni werden am Liebfrauenberg noch abschließende Arbeiten an drei Baumbeeteinfassungen durchgeführt.

Die Kosten der Maßnahme betragen rund 75.000 Euro.

Fotos Mitarbeiter des Amts für Straßenbau und Erschließung sanieren fachgerecht die Pflastersteine in der Neuen Kräme und Liebfrauenstraße, Copyright: Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt am Main 

Die sanierten Pflastersteine mit breiten Fugen, Copyright: Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt am Main