Ausgezeichnete Kooperation: Wie Frankfurt gemeinschaftliches Wohnen zur kommunalen Innovation macht
Zusammenarbeit zwischen „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches
Wohnen“ und Stadt erhält das „Bewährt vor Ort”-Siegel für
kommunale Innovation
ffm. Zum dritten Mal haben der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und Re:Form, die Allianz für den Staat von morgen, das Siegel „Bewährt vor Ort" verliehen. Es geht an kommunale Lösungen, die in der Praxis nachweislich funktionieren und sich auf andere Städte und Gemeinden übertragen lassen. Was an einem Ort schon erfolgreich erprobt wurde, könnte an vielen weiteren Orten Wirkung entfalten. Eine unabhängige Jury aus Verwaltungspraktikerinnen und -praktikern sowie thematischen Expertinnen und Experten hat die produktive Kooperation als eine von 27 kommunalen Lösungen ausgezeichnet, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Partnerin ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). Verliehen wurde das Siegel am Mittwoch, 16. September, auf dem KGSt-Forum in Leipzig.
In der Kategorie „Verwaltung als Partnerin, Koproduktion vor Ort“ wurde die Kooperation zwischen dem Verein „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen“ und der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Zusammen konnte eine innovative Ermöglichungsstruktur aufgebaut werden. Ziel ist es, bezahlbaren, sozial-ökologischen Wohnraum durch zivilgesellschaftliche Initiativen zu realisieren – als gemeinwohlorientierte Alternative zu renditeorientierten Projekten. Die Kooperation zwischen Verwaltung – unter anderem das Amt für Wohnungswesen und das Stadtplanungsamt – und dem Netzwerk unterstützt Initiativen bei Organisation, Fachwissen und Zugang zu Flächen, etwa durch Konzeptverfahren und ämterübergreifende Arbeitskreise. Seit 2015 wuchs das Netzwerk so auf fast 100 Initiativen und realisierte Projekte. Aktuell wird daran gearbeitet, diese Verfahren dauerhaft in neuen Neubaugebieten zu verankern. Weitere Informationen zu der Kooperation finden sich unter gemeinschaftliches-wohnen.de.
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal, sagt: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sind für uns ein wichtiger Baustein einer koproduktiven Stadtentwicklung. Die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk bestätigt dies. Nur durch diese Partnerschaft ist es uns gelungen, das Thema gemeinschaftliches Wohnen als einen festen Bestandteil unserer Stadtentwicklungsstrategie zu etablieren. Gemeinschaftliche Wohnprojekte stehen für stabile und faire Mieten, ermöglichen selbstorganisierte Nachbarschaften und soziale Unterstützung im Alltag. Die Auszeichnung zeigt, wie Verwaltung dabei als Partnerin agieren kann.“
Die Kooperation zwischen dem „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen“ und der Stadt Frankfurt gehört zu den 27 Projekten, die die Jury in vier Themenfeldern aus allen Einreichungen ausgewählt hat. Ausschlaggebend waren die Innovationskraft des Ansatzes, sein praktischer Nutzen und die Frage, ob er von anderen Kommunen übernommen werden kann.
Hintergrund zum Siegel „Bewährt vor Ort“
In Städten, Gemeinden und Landkreisen entstehen täglich Lösungen für konkrete Herausforderungen vor Ort. Das „Bewährt vor Ort"-Siegel macht erprobte Ansätze sichtbar, erleichtert ihre Nachnutzung und stärkt eine Verwaltungskultur, in der voneinander abgeschaut wird, statt jedes Rad neu zu erfinden.
Seit der ersten Verleihung 2024 tragen 63 Lösungen aus ganz Deutschland das Siegel „Bewährt vor Ort", 27 davon kamen 2026 dazu. Ausgezeichnet wurden konkrete Projekte, veränderte Verwaltungspraktiken und neue Kooperationsmodelle, ob aus der Kommunalverwaltung selbst, aus zivilgesellschaftlichen Organisationen oder von Social Start-ups. Über die Auszeichnung entschied eine unabhängige, überparteiliche Jury aus erfahrenen Verwaltungspraktikerinnen und -praktikern sowie Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft und Stiftungsbereich. Maßstab waren Übertragbarkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit.
Ausgezeichnet wurde in vier Themenbereichen:
Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Fünf ausgezeichnete Lösungen für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen, von Wohnraumaktivierung über Bestandsumbau bis zu datenbasierter Planung und der Wärmewende im privaten Gebäudebestand. Gesund leben in einer Welt im Wandel: Acht ausgezeichnete Lösungen für Prävention, Gesundheitsförderung und niedrigschwellige Beratung, von früher Unterstützung für Familien bis zur psychischen Gesundheit junger Menschen. Nachbarinnen und Nachbarn werden: Acht ausgezeichnete Lösungen für Zusammenleben, Teilhabe und Selbstwirksamkeit vor Ort, von Begegnungsorten über gemeinschaftliche Nutzung bis zur Vorbeugung von Einsamkeit. Verwaltung als Partnerin, Koproduktion vor Ort: Sechs ausgezeichnete Lösungen für die strukturierte Zusammenarbeit von Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, von deliberativer Beteiligung über gemeinsame Anlaufstellen bis zu geteilter digitaler Infrastruktur.
Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Lösungen, der Jury sowie den Kriterien gibt es unter reform-staat.org/bewaehrt-vor-ort.
Foto Die Verwaltungsleiterin des Amts für Wohnungswesen, Susi Apelt, nimmt die Auszeichnung von Alexander Handschuh (l.) vom DStGB und Marc Groß vom KGSt entgegen, Copyright: Deutsche Städte- und Gemeindebund
Kontakt für die Medien Birgit Kasper, Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen, Telefon 069/91501062, E-Mail
kasper@gemeinschaftliches-wohnen.de
Alexander Handschuh, DStGB, Telefon 030/77307253,
E-Mail
alexander.handschuh@dstgb.de
Johannes Tödte, ProjectTogether, E-Mail jtoedte@projecttogether.org
ffm. Zum dritten Mal haben der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und Re:Form, die Allianz für den Staat von morgen, das Siegel „Bewährt vor Ort" verliehen. Es geht an kommunale Lösungen, die in der Praxis nachweislich funktionieren und sich auf andere Städte und Gemeinden übertragen lassen. Was an einem Ort schon erfolgreich erprobt wurde, könnte an vielen weiteren Orten Wirkung entfalten. Eine unabhängige Jury aus Verwaltungspraktikerinnen und -praktikern sowie thematischen Expertinnen und Experten hat die produktive Kooperation als eine von 27 kommunalen Lösungen ausgezeichnet, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Partnerin ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). Verliehen wurde das Siegel am Mittwoch, 16. September, auf dem KGSt-Forum in Leipzig.
In der Kategorie „Verwaltung als Partnerin, Koproduktion vor Ort“ wurde die Kooperation zwischen dem Verein „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen“ und der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Zusammen konnte eine innovative Ermöglichungsstruktur aufgebaut werden. Ziel ist es, bezahlbaren, sozial-ökologischen Wohnraum durch zivilgesellschaftliche Initiativen zu realisieren – als gemeinwohlorientierte Alternative zu renditeorientierten Projekten. Die Kooperation zwischen Verwaltung – unter anderem das Amt für Wohnungswesen und das Stadtplanungsamt – und dem Netzwerk unterstützt Initiativen bei Organisation, Fachwissen und Zugang zu Flächen, etwa durch Konzeptverfahren und ämterübergreifende Arbeitskreise. Seit 2015 wuchs das Netzwerk so auf fast 100 Initiativen und realisierte Projekte. Aktuell wird daran gearbeitet, diese Verfahren dauerhaft in neuen Neubaugebieten zu verankern. Weitere Informationen zu der Kooperation finden sich unter gemeinschaftliches-wohnen.de
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal, sagt: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sind für uns ein wichtiger Baustein einer koproduktiven Stadtentwicklung. Die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk bestätigt dies. Nur durch diese Partnerschaft ist es uns gelungen, das Thema gemeinschaftliches Wohnen als einen festen Bestandteil unserer Stadtentwicklungsstrategie zu etablieren. Gemeinschaftliche Wohnprojekte stehen für stabile und faire Mieten, ermöglichen selbstorganisierte Nachbarschaften und soziale Unterstützung im Alltag. Die Auszeichnung zeigt, wie Verwaltung dabei als Partnerin agieren kann.“
Die Kooperation zwischen dem „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen“ und der Stadt Frankfurt gehört zu den 27 Projekten, die die Jury in vier Themenfeldern aus allen Einreichungen ausgewählt hat. Ausschlaggebend waren die Innovationskraft des Ansatzes, sein praktischer Nutzen und die Frage, ob er von anderen Kommunen übernommen werden kann.
Hintergrund zum Siegel „Bewährt vor Ort“
In Städten, Gemeinden und Landkreisen entstehen täglich Lösungen für konkrete Herausforderungen vor Ort. Das „Bewährt vor Ort"-Siegel macht erprobte Ansätze sichtbar, erleichtert ihre Nachnutzung und stärkt eine Verwaltungskultur, in der voneinander abgeschaut wird, statt jedes Rad neu zu erfinden.
Seit der ersten Verleihung 2024 tragen 63 Lösungen aus ganz Deutschland das Siegel „Bewährt vor Ort", 27 davon kamen 2026 dazu. Ausgezeichnet wurden konkrete Projekte, veränderte Verwaltungspraktiken und neue Kooperationsmodelle, ob aus der Kommunalverwaltung selbst, aus zivilgesellschaftlichen Organisationen oder von Social Start-ups. Über die Auszeichnung entschied eine unabhängige, überparteiliche Jury aus erfahrenen Verwaltungspraktikerinnen und -praktikern sowie Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft und Stiftungsbereich. Maßstab waren Übertragbarkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit.
Ausgezeichnet wurde in vier Themenbereichen:
Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Fünf ausgezeichnete Lösungen für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen, von Wohnraumaktivierung über Bestandsumbau bis zu datenbasierter Planung und der Wärmewende im privaten Gebäudebestand. Gesund leben in einer Welt im Wandel: Acht ausgezeichnete Lösungen für Prävention, Gesundheitsförderung und niedrigschwellige Beratung, von früher Unterstützung für Familien bis zur psychischen Gesundheit junger Menschen. Nachbarinnen und Nachbarn werden: Acht ausgezeichnete Lösungen für Zusammenleben, Teilhabe und Selbstwirksamkeit vor Ort, von Begegnungsorten über gemeinschaftliche Nutzung bis zur Vorbeugung von Einsamkeit. Verwaltung als Partnerin, Koproduktion vor Ort: Sechs ausgezeichnete Lösungen für die strukturierte Zusammenarbeit von Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, von deliberativer Beteiligung über gemeinsame Anlaufstellen bis zu geteilter digitaler Infrastruktur.
Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Lösungen, der Jury sowie den Kriterien gibt es unter reform-staat.org/bewaehrt-vor-ort
Foto Die Verwaltungsleiterin des Amts für Wohnungswesen, Susi Apelt, nimmt die Auszeichnung von Alexander Handschuh (l.) vom DStGB und Marc Groß vom KGSt entgegen, Copyright: Deutsche Städte- und Gemeindebund
Kontakt für die Medien Birgit Kasper, Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen, Telefon 069/91501062
Alexander Handschuh, DStGB, Telefon 030/77307253
Johannes Tödte, ProjectTogether, E-Mail jtoedte@projecttogether.org