Ausstellung „#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt“
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Am Montag, 24. August, eröffnet Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz um 18 Uhr im Justus-Liebig-Haus die Ausstellung „#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt“. Nach einem weiteren Grußwort von Dr. Erik Sparn-Wolf, Regionalgeschäftsführer Darmstadt des Paritätischen Hessen, führt Miriam Seel, Fachberaterin sexualisierte Gewalt von pro familia Darmstadt, durch die Ausstellung.Die Ausstellung ist vom 24. August bis 7. September im Foyer des Justus-Liebig-Hauses (Große Bachgasse 2) dienstags von 9 bis 19 Uhr, mittwochs von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr, freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.Weitere Führungen durch Miriam Seel finden am 27. August von 17 bis 18 Uhr und am 4. September von 15 bis 16 Uhr statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Besuche von Schulklassen und Gruppen (ab Klasse 10) sind erwünscht. Die Anmeldung ist möglich unter: schulklassen.termine@hessen.profamilia.de.„Mit dem Projekt „#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt“ setzen die Omas gegen Rechts Darmstadt, pro familia Darmstadt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Ein umfangreiches Begleitprogramm bündelt fachliche und zivilgesellschaftliche Perspektiven und möchte eine öffentliche Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischer Gewalt und ihren gesellschaftlichen Ursachen anstoßen“, so Akdeniz.„Patriarchale Gewalt ist eine Form der Diskriminierung, die auf ungleichen Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern beruht. Geschlechtsspezifische Gewalt stellt eine tiefgreifende Menschenrechtsverletzung dar. Studien und Erhebungen zeigen, dass Gewalt gegen Frauen weit verbreitet ist und seit Jahren zunimmt, in vielen Fällen jedoch unsichtbar bleibt, da sie nicht angezeigt wird. Gleichzeitig wirken patriarchale Strukturen auch auf Männer und Menschen aller Geschlechter, indem sie Männlichkeit mit Durchsetzungsfähigkeit oder Stärke verknüpfen. Diese Normen verfestigen Rollenbilder, die patriarchale Gewalt und Ungleichheiten verstärken. Das Projekt thematisiert diese Zusammenhänge und lädt dazu ein, patriarchale Gewalt zu erkennen, einzuordnen und bestehende Denkmuster zu hinterfragen. Patriarchale Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Mädchen, ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Es ist wichtig, hinzusehen, Strukturen sichtbar zu machen und Verantwortung klar zu benennen“, so Akdeniz.Im Zentrum des Projekts steht die Wanderausstellung „Was ich anhatte“, die von Beatrix Wilmes kuratiert wurde. Gezeigt werden alltägliche Kleidungsstücke, ergänzt durch anonymisierte Berichte von Betroffenen sexualisierter Gewalt. Mit „Was hattest du an?“ greift die Ausstellung eine Frage auf, die Betroffenen sexualisierter Gewalt immer wieder gestellt wird, die aber die Verantwortung vom Täter auf das Opfer verschiebt. Indem die Ausstellung diese Perspektive sichtbar macht, fordert sie dazu auf, gesellschaftlich verankerte Denkmuster zu überprüfen und sexualisierte Gewalt als Ausdruck von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen zu erkennen.Begleitprogramm30. August, Rex Kino, 14.30 UhrFilmvorführung „LUCHADORAS“ mit anschließendem GesprächDer mexikanische Dokumentarfilm LUCHADORAS widmet sich dem Thema Femizid und beleuchtet dessen patriarchale und strukturelle Ursachen. Im Film kämpfen drei Frauen in Ciudad Juárez, der Stadt mit den meisten Femiziden in Mexiko, für ein neues Frauenbild in einem vom „Machismo“ geprägten Alltag. Mit viel Kampfgeist präsentieren sie ein neues Bild davon, was es bedeutet, in Mexiko eine Frau zu sein. Im Anschluss an den Film werden die Inhalte in einem Gespräch eingeordnet und vertieft. Es diskutieren Camila López de Melo, Fachreferentin beim Bundesverband der Frauenberatungen und Frauennotrufe, und Andrea Hartmann, freie Autorin und Moderatorin. Die Kinokarten kosten 9,99 und 8,99 (ermäßigt) Euro. Tickets sind im Vorverkauf online über https://www.kinopolis.de/rx/vorverkauf erhältlich.4. September, 16.30 Uhr, Justus-Liebig-HausWorkshop „WenDo – Stark auftreten & Grenzen setzen“ für Mädchen und Frauen ab 16 JahrenDer Workshop bietet eine Einführung in die Praxis des WenDo und unterstützt dabei, eigene Grenzen bewusster wahrzunehmen und sicherer zu vertreten. Gemeinsam werden Strategien für schwierige oder grenzüberschreitende Situationen erarbeitet. Übungen und Gespräche stärken das Selbstvertrauen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten. Bitte eigene Fitness-/Gymnastikmatte mitbringen, bequeme Kleidung ist empfehlenswert. Kursleitung: Doris Aubele (WenDo-Trainerin). Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Teilnehmerinnenzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon: 06151 28 871; E-Mail: info@wildwasser-darmstadt.de).7. September, Justus-Liebig-Haus, 18 UhrLesung mit der Autorin Asha Hedayati, „Die stille Gewalt“Asha Hedayati, die als Rechtsanwältin seit etwa zehn Jahren von Gewalt betroffene Frauen in Trennungs-, Scheidungs-, und Gewaltschutzverfahren im Bereich des Familienrechts vertritt, liest aus ihrem Buch „Die stille Gewalt“ und spricht im Anschluss über strukturelle Herausforderungen im Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt sowie über Erfahrungen aus ihrer beruflichen Praxis. Der Eintritt ist frei.