Ausstellung „Let Your Scars Shine“ ab 19. Oktober im Justus-Liebig-Haus

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Ein Motiv aus der Bilderausstellung "Let Your Scars Shine". Quelle: dasBUUSENKOLLEKTIV e. V. Das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dasBUUSENKOLLEKTIV e.V. laden zur Bilderausstellung „Let Your Scars Shine“ (LYSS) – Gemeinsam gegen Brustkrebs“ ein. Die Ausstellung ist vom 19. bis 23. Oktober und vom 26. bis 30. Oktober im Foyer des Justus-Liebig-Hauses (Große Bachgasse 2) zu sehen. Die Bilderausstellung rückt die Narben von Frauen aufgrund einer Brustkrebserkrankung in den Mittelpunkt.Zur Vernissage am 21. Oktober um 17 Uhr begrüßt Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz. Es folgen Impulsvorträge von der Mitgründerin und Vereinsvorsitzenden Dr. Rhea Seehaus, der Oberärztin Dr. Sandra Reinheimer von der Frauenklinik Darmstadt und Kristina Rasel vom Weiterleben e.V. Im Rahmen der Vernissage wird über Fakten und Angebote informiert, es wird Gesprächsmöglichkeiten geben und die Bedeutung von Vorsorge und eines starken Unterstützungsnetzwerks wird thematisiert.„Jede Narbe erzählt eine persönliche Geschichte. Nach einer Brustkrebs-OP wird sie häufig versteckt, weil sie nicht ins gesellschaftliche Schönheitsideal passt. Die Bilderausstellung feiert sie dagegen als Zeugnis von Lebenswillen und Stärke. 'Let Your Scars Shine' ermutigt dazu, über die Veränderung durch den Brustkrebs offen zu sprechen, gängige Schönheitsideale zu hinterfragen und den Blick auf die Stärke der betroffenen Frauen zu richten. Sie zeigt zugleich, wie wichtig Solidarität und verlässliche Unterstützungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt sind“, betont Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz.Inspiriert von der japanischen Kunst des Kintsugi, durch die zerbrochene Keramik mit Gold repariert wird und Bruchstellen bewusst sichtbar bleiben, lädt die Ausstellung dazu ein, die Sichtweise auf Körper, Heilung und Schönheit neu zu denken. Sie ermutigt Frauen, die körperlichen Spuren als Teil des eigenen Weges anzunehmen. In ästhetischen Fotografien zeigen Frauen ihre Operationsnarben mit Gold und Glitzer verziert. Die Narben werden nicht gekittet, sondern zum Strahlen gebracht. Die Porträts stehen für Würde, Kraft und Selbstbestimmung.Entwickelt wurde die Ausstellung vom dasBUUSENKOLLETKV e.V., einem Verein aus Mühltal, der während der Corona-Pandemie von brustkrebsbetroffenen Frauen gegründet wurde. Das inzwischen bundesweit aktive Netzwerk engagiert sich für Aufklärung, Enttabuisierung und die Sichtbarkeit von Betroffenen.Mit rund 75.000 Neuerkrankungen jährlich (Stand 2023; RKI, Zentrum für Krebsregisterdaten) ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Etwa 1 Prozent aller Neuerkrankungen betrifft Männer. Statistisch erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens daran. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Studien, dass Früherkennung Leben retten kann.Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek (dienstags von 9 bis 19 Uhr, mittwochs von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr, freitags von 10 bis 17 Uhr) zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen über den Verein dasBUUSENKOLLKETIV sind unter www.dasbuusenkollektiv.de, zum Verein Weiterleben e.V. unter www.weiterleben.org abrufbar.