Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ bis Juni verlängert

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Mit der Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ widmet sich das Museum Angewandte Kunst nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Die Ausstellung wurde nun verlängert und kann bis Sonntag, 14. Juni, besucht werden.

Mit einem Teppich können sich vielschichtige Formen des Widerstands verbinden. Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen.

Kunst in gesellschaftspolitischen Kontexten zu produzieren, bedeutet, sich zu den jeweiligen sozialen Wirklichkeiten ins Verhältnis zu setzen. Das verlangt auch im Umgang mit dem Konzept Widerstand – einem Relationsbegriff – eine eindeutige Positionierung, die klärt, gegen wen oder was sich der Widerstand richtet. In dieser Ausstellung versteht sich Widerstand zunächst als eine Differenzerfahrung, die aufgrund von Subjektivität vielseitige ästhetisch-künstlerische Ausdrucksformen und eine Bandbreite an Inhalten liefert. Im Zuge der hier gezeigten künstlerisch-emanzipatorischen Gestaltung von Teppichen nehmen Themen aus den Bereichen politischer Widerstand, Widerstandskraft (Resilienz), wie auch Widerstandsfähigkeit (Resistenz), individuelle Formen an. So richtet sich der Widerstand etwa gegen Traditionalismus, als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung.

Die Teppiche der Künstlerinnen und Künstler fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen.

In der Ausstellung werden ausgewählte Werke folgender Künstlerinnen und Künstler präsentiert: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Kuratorin ist Katharina Weiler.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Dr. Marschner Stiftung.

Katalog zur Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“

Anlässlich der Ausstellung ist der Katalog „Wolle. Seide. Widerstand.“ im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König erschienen. Herausgegeben von Katharina Weiler und Matthias Wagner K. Mit Beiträgen von Caroline Achaintre, Eva Linhart, Teresa Minn, Leon Lukas Plum, Sofia Simeth, Matthias Wagner K und Katharina Weiler. Das Design stammt von Bureau Sandra Doeller. Der Katalog kann an der Museumskasse erworben werden und kostet 38 Euro. 

Die Pressemitteilung mit weiteren Informationen zum Begleitprogramm des Museum Angewandte Kunst steht als PDF-Dokument zum Download bereit. 

Download Pressemitteilung: Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ wurde verlängert 

Kontakt für die Medien Natali-Lina Pitzer, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Museum Angewandte Kunst, Telefon 069/212-75339 , E-Mail natali-lina.pitzer@stadt-frankfurt.de