Bayerischer Eine Welt-Preis 2026 für die Stadt Aschaffenburg
Bild: © Mailin Seidel, Stadt Aschaffenburg
Die Stadt Aschaffenburg hat den „Bayerischen Eine-Welt-Preis 2026 für Kommunen" erhalten, und das aus einer ganze Reihe an Gründen: für ihren umfangreichen Nachhaltigkeitsprozess, ihr Engagement als Fairtrade-Stadt, für die gute Vernetzung zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft in der Eine-Welt Arbeit und zahlreiche verschiedene Projekte im Bereich Städtepartnerschaften oder dem Smart Data Dashboard.
Der Preis wurde am vergangenen Wochenende in Kempten von der Bayerischen Staatsregierung, vertreten durch Eric Beißwenger MdL, Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales in Kempten zusammen mit dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., dem bayerischen Dachverband der „Eine Welt-Akteure“. zur Förderung des bürgerschaftlichen Eine Welt-Engagements, im Rahmen eines Staatsempfangs überreicht.
In seiner Laudatio würdigte Florian Gleich vom Bayerischen Städtetag die seit Jahrzenten verankerte Eine-Welt-Arbeit in der Lokalpolitik und Stadtgesellschaft in der Stadt Aschaffenburg. Diese startete 1995 mit dem Beschluss, eine „Lokale Agenda21“ in Zusammenarbeit mit Organisationen und Bürgern der Stadt zu erstellen. Der im Jahr 2000 ins Leben gerufene „Agenda21-Beirat“ wurde 2024 in „Nachhaltigkeitsbeirat“ umbenannt.
Seit 2015 ist Aschaffenburg Fairtrade Stadt und erfüllt seither kontinuierlich alle Kriterien sowie Vorgaben. Maßgeblich verantwortlich für die Kontinuität ist die Steuerungsgruppe, die seit ihrer Gründung im Jahr 2014 zahlreiche Projekte initiiert und umgesetzt hat, beispielsweise die jährliche Faire Woche, die Aktion „Fairschenken“ zur Weihnachtszeit oder den Einkaufsratgeber „Fair Bio Regional“. Zudem ist die Stadt in der länderübergreifenden fairen Metropolregion Rhein.Main.Fair aktiv.
In Aschaffenburg gibt es mittlerweile sieben Fairtrade-Schulen. Um das Engagement dieser Schulen zu würdigen und weitere Schulen zu gewinnen, fand Ende Oktober 2025 in Kooperation mit dem Weltladen der „1. Aschaffenburger Fairtrade-Tag für Schulen“ statt, bei dem über 130 Teilnehmer aus 14 Schulen an sechs Workshops und Austauschrunden teilnahmen.
Aschaffenburg und die kolumbianische Stadt Villavicencio verbindet seit vielen Jahren eine Städtesolidarität und im Jahr Im Jahr 2022 kam eine Kommunale Entwicklungspartnerschaft mit der Kommune Bo in Sierra Leone hinzu. Seit 2023 ist Aschaffenburg über eine Entwicklungspartnerschaft mit der Stadt Constantine in Algerien verbunden. Positiv hervorgehoben wurden weitere Projekte wie das Smart Data Dashboard zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) sowie Konzepte zur nachhaltigen Beschaffung.
Mit der Würdigung ist ein Preisgeld von 500€ verbunden. Weiterer Preisträgerin derselben Kategorie ist die Stadt Gersthofen.