Bodenuntersuchungen in der Orangerie
rot blühende Kastanien im Orangeriegarten
Quelle: Michael Book
Aktuell werden in der Orangerie umfangreiche Bodenuntersuchungen durchgeführt, um die bestehenden Bodenverhältnisse systematisch zu erfassen und um auf dieser Grundlage gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Standortbedingungen und zur Stärkung des geschädigten Baumbestandes entwickeln zu können.Der vorwiegend aus Rosskastanien bestehende Baumbestand leidet seit Jahren unter zunehmenden Vitalitätseinbußen, die immer wieder Baumfällungen und Ersatzpflanzungen erforderlich machen. Bekannte Ursachen hierfür sind mehrere in der Anlage vorhandene Pathogene (Hallimasch-Pilz Armillaria, Verticillium, Phytophtora sowie das Rosskastaniensterben Pseudomonas syringae pv. aesculi), ungünstige Witterungsbedingungen und der starke Einfluss von Hundeurin.Anhand der Untersuchungsergebnisse werden Maßnahmen zur Revitalisierung der Altbäume, zur Aufbereitung des Bodens, zur Ausgestaltung und technischen Ausstattung von Pflanzgruben sowie zum Bewässerungsmanagement abgeleitet. Die Bodenuntersuchungen werden durch ein externes Sachverständigenbüro durchgeführt und durch stadtinterne Kräfte unterstützt.Neben der Versorgung des Bodens mit Nährstoffen und Spurenelementen werden Parameter wie die Luft- und Wasserspeicherkapazität, Verdichtung und der Aufbau des Bodens ermittelt.Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Standortbedingungen für die Bäume langfristig zu verbessern und den charakteristischen Baumbestand sowie das historische Erscheinungsbild des barocken Orangeriegartens zu erhalten. Weitere Informationen zum Baumschutz in der Orangerie sind unter www.darmstadt.de/baumschutz-orangerie abrufbar.