Bürger beteiligen sich am Klimaschutz

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Kooperation mit Nachbargemeinden für Mainova-Windpark

ffm. Der Energieversorger Mainova weitet mit dem Bau eines Windparks im Dreieck zwischen Frankfurt, Bad Homburg und Karben sein Engagement für eine klimafreundliche Zukunft vor der eigenen Haustür aus. Auf den Gemarkungen von Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach plant das Unternehmen mit dem Windprojekt Schäferköppel vier Windenergieanlagen, die künftig grünen Strom für die Menschen und Unternehmen in Frankfurt und der Region liefern sollen. Bereits seit Dezember 2024 liegt die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vor. Für eine Umsetzung des Klimaschutzvorhabens kooperiert Mainova eng mit den beteiligten Kommunen. Weiterer Partner ist die Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft (FraBeG), über die eine Beteiligung am Windpark möglich ist.

Der Frankfurter Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Mike Josef sagt: „Mit dem neuen Windpark vor den Toren Frankfurts setzen wir ein starkes Signal: Wir übernehmen Verantwortung für die Energiewende hier vor Ort. Die Kooperation mit den Nachbargemeinden und der Bürgerenergiegenossenschaft ist beispielhaft dafür, wie wir durch regionale Zusammenarbeit Klimaschutzziele konkret voranbringen können.“

Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Mainova, sagt zum Vorhaben, das erstmals auch Frankfurter Flächen für einen Windpark nutzt: „Bei unseren Projekten setzen wir immer auf Zusammenarbeit, Partnerschaft und Beteiligung. Der Windpark Schäferköppel zeigt, wie wir Klimaschutz und regionale Wertschöpfung verbinden können - gemeinsam mit Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern. Allein dieser Windpark wird rechnerisch über 20.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.“

Auch in den Nachbargemeinden stößt das Windprojekt auf Zustimmung. Oliver Jedynak, Bürgermeister von Bad Homburg vor der Höhe, sagt: „Für unsere Gemeinde ist das Projekt ein Gewinn auf mehreren Ebenen: Wir leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, schaffen Einnahmen für die Kommune und stärken die Akzeptanz, weil die Menschen direkt vom Windpark profitieren können.“

Thomas Schrage, Erster Stadtrat aus Karben, ergänzt: „Die Energiewende kann nur gemeinsam gelingen. Deshalb freuen wir uns über die transparente und konstruktive Zusammenarbeit bei diesem Projekt. Es ist schön, dass sich eine direkte Teilhabemöglichkeit unserer Bürgerinnen und Bürger durch die FraBeG eröffnet.“

Die vier geplanten Windenergieanlagen haben jeweils eine Gesamthöhe von 266,5 Metern. Sie ergibt sich aus der Nabenhöhe von 179 Metern und einem Rotorradius von 87,5 Metern. Die Windräder verfügen über eine Nennleistung von je 6,8 Megawatt (MW). Die Mainova rechnet mit einem jährlichen Ertrag von etwa 54 Gigawattstunden (GWh) grünem Strom.

Martin Giehl, bei Mainova für die Erzeugung verantwortlicher Vorstand, ergänzt: „Indem wir Anlagen der neuesten Generation einsetzen, schaffen wir eine moderne, effiziente und verlässliche Erzeugungsinfrastruktur. Mit der regional gewonnenen Windenergie sichern wir die klimafreundliche Stromversorgung von morgen.“

Gemeinden und Menschen vor Ort profitieren direkt

Von jeder erzeugten Kilowattstunde Windstrom profitieren die umliegenden Gemeinden finanziell: Sie erhalten nach dem Paragraph 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Hinzu kommt die gemeinsam mit der FraBeG auf den Weg gebrachte Bürgerbeteiligung für die Menschen in den drei Partnerkommunen. Sie erlaubt es Einzelpersonen, sich im Rahmen der Mitgliedschaft in der FraBeG finanziell am Projekt zu beteiligen und von dessen Erfolg zu profitieren. Die beteiligten Gemeinden und die FraBeG arbeiten eng mit Mainova zusammen, die bei ihren Projekten auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe setzt.

Wie funktioniert die Bürgerbeteiligung?

Bürgerinnen und Bürger sollen direkt vom Windpark profitieren. Einwohnerinnen und Einwohner der angrenzenden Kommunen können sich über die FraBeG finanziell am Projekt beteiligen und damit am wirtschaftlichen Erfolg der Anlagen teilhaben. Christian Stenglein, Vorstandsmitglied der FraBeG, erläutert: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Energiewende nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg geschieht, sondern gemeinsam mit ihnen gestaltet wird. Durch unsere Beteiligung können die Mitglieder direkt am Erfolg des Windparks teilhaben – das stärkt Identifikation, Vertrauen und die regionale Wertschöpfung.“

Ab dem zweiten Quartal 2026 können im Zuge der Mitgliedschaft Anteile über die FraBeG gezeichnet werden. Der Erwerb solcher Anteile ist in drei Zeichnungsrunden organisiert. Zunächst erhalten die Menschen der direkt angrenzenden Ortsteile die Möglichkeit sich einzubringen. Die erste Zeichnungsrunde richtet sich deshalb ausschließlich an Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile Kloppenheim, Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach und Petterweil. In der darauffolgenden Runde können dann zunächst Menschen, die in einem Abstand von bis zu fünf Kilometern zum Windpark wohnen, Anteile kaufen. Abschließend steht in der dritten Runde der Verkauf der verbleibenden Anteile allen Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Homburg, Frankfurt und Karben offen. Weitere Informationen zur FraBeG und den Beteiligungsmöglichkeiten finden Interessierte unter frabeg.de .

Bau startet 2026 – Inbetriebnahme Ende 2027 geplant

Im ersten Quartal 2026 startet Mainova mit dem Infrastrukturbau für den Windpark. In einem ersten Schritt geht es darum, die Zuwegungen zu bauen und die Kranstellfläche für den späteren Bau der Windräder herzustellen. Verläuft alles planmäßig, beginnt das Unternehmen Mitte 2026 mit dem Bau der Windenergieanlagen. Nach aktuellen Plänen könnte der Windpark voraussichtlich ab Ende 2027 klimafreundlichen Windstrom produzieren.

Expertise im Ausbau erneuerbarer Energien

Mainova betreibt aktuell rund 20 Wind- und Solarparks in ganz Deutschland. Als Frankfurts führender Energiedienstleister treibt Mainova die Transformation der Energieversorgung bereits seit Jahren aktiv voran. Dabei setzt das Unternehmen immer auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe, effiziente Flächennutzung, Bürgerbeteiligung und sichere Einnahmen.

Foto

Arbeiten Hand in Hand für die Energiewende (v.l.): Tina Zapf-Rodriguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Thomas Schrage, Erster Stadtrat Karben, Michael Maxelon, Mainova-Vorstandsvorsitzender, Oliver Jedynak, Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe, Mike Josef, Oberbürgermeister Frankfurt, Martin Giehl, Vorstand Technik und Erzeugung Mainova, Christian Stenglein, Vorstandsmitglied FraBeG, Yannick Schwander, Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach, Copyright: Mainova