Darmstadt hält Grenzwerte für Luftschadstoffe auch in 2025 ein

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt - Sibel Öz Die aktuell geltenden Grenzwerte für Luftschadstoffe wurden in Darmstadt auch im vergangenen Jahr eingehalten. Das zeigen die endgültigen Jahresmittelwerte, die das für den Betrieb der Messungen zuständige Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am 30. März 2026 für das Jahr 2025 veröffentlicht hat. Bereits seit mehreren Jahren belegen die Messeinrichtungen in Darmstadt die dauerhafte Einhaltung der aktuell geltenden Grenzwerte für Luftschadstoffe.„Die Daten zeigen, dass die aktuell geltenden Grenzwerte in Darmstadt auch im vergangenen Jahr eingehalten wurden“, erläutert dazu Umweltdezernent Michael Kolmer. „Allerdings lässt sich ein, wenn auch geringer, Anstieg feststellen. Diese Entwicklung deckt sich mit den vom HLNUG für ganz Hessen veröffentlichten Ergebnissen, hier ist der Trend, dass die Messwerte bei den besonders relevanten Schadstoffen – Stickstoffdioxid und Feinstaub – an vielen Messstellen hessenweit anstiegen.“Als wesentlichen Grund benennt dafür das HLNUG länger anhaltende, austauscharme und kühle Wetterlagen vor allem im ersten Quartal 2025. Diese sorgten für stärkere Emissionen und verhinderten gleichzeitig den Abtransport der Schadstoffe.Ebenfalls veröffentlicht wurden vom HLNUG ein Vergleich der Messwerte für 2025 mit den neuen, ab dem Jahr 2030 geltenden Grenzwerten. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere der neue Grenzwert für Stickstoffdioxid eine Herausforderung wird. Wie bei vielen anderen durch das HLNUG in Hessen betriebenen Messstellen auch, werden an den Messstellen in der Heinrichstraße und der Hügelstraße der im Vergleich zum aktuell geltenden Wert auf 20 µg/m³ Jahresmittelwert halbierte Grenzwert noch nicht erreicht.„Luftreinhaltung und die Einhaltung der Grenzwerte ist kein Selbstzweck, sondern praktizierter Gesundheitsschutz für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den besonders durch Luftschadstoffen belasteten Gebieten. Wir werden daher intensiv daran arbeiten, dass auch die ab dem Jahr 2030 gültigen Grenzwerte zukünftig eingehalten werden. Hier ist es aber auch wichtig, dass alle politischen Ebenen auf dieses Ziel hinwirken, wichtig sind beispielsweise ausreichend Bundesmittel für einen leistungsfähigen und attraktiven ÖPNV und eine maßgebliche Steigerung der Elektromobilität“, erläutert Kolmer.Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist hinsichtlich der neuen Grenzwerte zusammen mit anderen betroffenen Städten in Hessen frühzeitig in Gespräche mit dem für die Luftreinhaltung zuständigen Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt eingetreten. Seitens des Landes wurden bereits erste Vorbereitungen für die zukünftige Luftreinhalteplanung aufgenommen, welche die Einhaltung der neuen Grenzwerte im Jahr 2030 zum Ziel haben. Hierbei ist eine enge Abstimmung zwischen dem Land, den betroffenen Kommunen und den für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen zuständigen Regierungspräsidien vereinbart worden.Die Ergebnisse zum Nachlesen:https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/bilanz-zur-luftqualitaet-in-hessen-2025  https://www.hlnug.de/messwerte/datenportal/messstelle/2/1/0115