Das Offenbach Archival Depot: Vortrag in der Volkshochschule
Am Dienstag, 10. März, hält Gabriele Hauschke-Wicklaus um 19 Uhr im Rahmen der Reihe „Jüdisches Offenbach gestern und heute“ in der Volkshochschule einen Vortrag über das „Offenbach Archival Depot“. Vor 80 Jahren wurde durch die amerikanische Militärregierung auf dem Gelände der ehemaligen I.G.-Farben am Main das Offenbach Archival Depot als eine Sammelstelle für Millionen von Büchern, Archivmaterialien und religiösen Gegenständen eingerichtet. Die amerikanische Behörde führte dort die umfangreichen Bestände zusammen, die die Nationalsozialisten ihren weltanschaulichen und politischen Gegnern geraubt hatten. Als „Antithesis“ zu den Beschlagnahmungen durch den Einsatzstab des Reichsleiters Rosenberg und anderer nationalsozialistischer Organisationen sollte das geraubte, jüdische Kulturgut den Eigentümern zurückgegeben werden. Aus detaillierten, gut erhaltenen Dokumenten wird deutlich, mit welcher Akribie die amerikanische Militärbehörde von 1946 bis 1949 die in Nazi-Verstecken aufgefundenen Materialien in Offenbach sammeln und sortieren ließ und eine enorme Restitutionsleistung erbrachte. Die Offenbacher Historikerin Gabriele Hauschke-Wicklaus hat hierzu in Zusammenarbeit mit Angelika Amborn-Morgenstern und Erica Jacobs geforscht und ein Buch veröffentlicht. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Offenbach im Saal der vhs, Berliner Str. 77, 1. OG statt. Um Anmeldung wird gebeten, telefonisch unter 069 8065 3141 oder auf www.vhs-offenbach.de. Der Eintritt ist frei.