„Data Dreams Summer School“ nimmt die digitale Stadt in den Blick

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

FLINTA*-Perspektiven entwickeln kreative Projekte zwischen Kunst, Forschung und Technologie

ffm. Mit der „Data Dreams Summer School“ ist in Frankfurt ein internationales Programm für FLINTA*-Personen entstanden, die urbane Datenwelten kritisch, kreativ und interdisziplinär erforschen. Gemeinsam mit NODE, dem Verein zur Förderung Digitaler Kultur, und der Stabsstelle Smart City brachte die Projektreihe Perspektiven aus Software Engineering, Kunst, Design, Forschung und kommunaler Praxis zusammen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Daten den Alltag im öffentlichen Raum beeinflussen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich damit auseinander, welche Daten in Städten erhoben werden, wer sie sammelt und zu welchen Zwecken sie verwendet werden. Dabei wurde auch diskutiert, welche Perspektiven in datengetriebenen Entscheidungsprozessen bislang fehlen und wie digitale Systeme transparenter, gerechter und menschenzentrierter gestaltet werden können.

„Daten bestimmen zunehmend, wie wir unsere Stadt erleben und wie sie künftig geplant wird. Deshalb müssen wir uns fragen: Wer erhebt sie, mit welchem Interesse, und wessen Perspektiven fehlen? FLINTA*-Perspektiven kommen in diesen Debatten noch immer zu selten vor. Die Teilnehmenden der Data Dreams Summer School zeigen, wie kritisch und kreativ sich diese Fragen beantworten lassen, und setzen damit wichtige Impulse für eine gerechtere digitale Stadt“, sagt Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales.

Begleitet von Mentorinnen und Mentoren aus Kunst, Forschung, der Stabsstelle Smart City sowie von NODE entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verlauf der Woche eigenständig und kollaborativ künstlerische, performative und spekulative Projekte. Entstanden sind dabei Installationen, Visualisierungen und Videospiele. Die Projektgruppen untersuchten unter anderem, ob die Hitzedaten der Stadt mit Dateninfrastrukturen wie Datenzentren und Internetknotenpunkten korrelieren und wie sich die Gentrifizierung auf die Infrastruktur einzelner Quartiere auswirkt. Andere Projektgruppen entwickelten zudem ein Videospiel und Techno-Accessoires, die mittels integrierter Sensoren der tragenden Person und ihrer Umgebung die unmittelbare Luftverschmutzung anzeigen.

Die „Summer School“ richtete sich an FLINTA*-Personen aus Design, Kunst, Informatik sowie Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Vorkenntnisse in Programmierung waren nicht erforderlich. Ziel war es, Gestaltung als Werkzeug gesellschaftlicher Reflexion und Veränderung erfahrbar zu machen.

Ein weiterer Veranstaltungstipp im „display“ ist „How to raise a chatbot“ am Sonntag, 11. Oktober, von 14 bis 18 Uhr. In dieser Veranstaltungsreihe erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit dem „display“-Team einen eigenen lokalen Chatbot, immer mit verschiedenen Themenschwerpunkten pro Veranstaltung. Dieses Mal zeigt Aurelie Herbelot auf, wie Sprachmodelle lernen und wo Menschen hinter der „künstlichen Intelligenz“ stecken. Weitere Informationen sind unter display_Anmeldung_Chatbot  zu finden. 

Fotos Projektreihe „Data Dreams Summer School“ im „display“ in Frankfurt am Main, 1, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eda Temucin 

Projektreihe „Data Dreams Summer School“ im „display“ in Frankfurt am Main, 2, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eda Temucin 

Führung bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt im Rahmen der Projektreihe „Data Dreams Summer School“, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eda Temucin 

Kontakt für die Medien Rahel Berhanu, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dezernat für Bürger:innen, Digitales und Internationales, Telefon 069/212-35956 , E-Mail rahel.berhanu@stadt-frankfurt.de