Demokratie braucht Haltung und Strukturen
Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg zieht im Kaisersaal eine Bilanz
ihrer Arbeit
ffm. Eins ist sicher: Ohne das Engagement und den Einsatz der Zivilgesellschaft ist der Kampf um den Erhalt der Demokratie nicht zu gewinnen. Dies ist die zentrale Erkenntnis der Veranstaltung „Diversität, Demokratie, Menschenrechte. Frankfurter Errungenschaften und Perspektiven“ am Mittwochabend, 26. August, im Römer-Kaisersaal. Dabei zog Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg auch eine Bilanz ihres politischen Wirkens.
Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sei die Demokratie so gefährdet gewesen wie zurzeit, sagte der Hauptredner des Abends, der Publizist Michel Friedman. „Es gibt viel mehr als Anfänge. Deshalb müssen wir kämpfen, immer wieder neu.“ Vor der Vielfalt habe er keine Angst, vor der Einfalt dagegen schon. Als Bürgermeisterin habe Eskandari-Grünberg der Stadt und den Menshen viel gegeben. „Sie war ein Vorbild.“
Der Kampf gegen Antisemitismus, Antiziganismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und den Hass gegen queere Menschen – diese Themen als zentrale Aufgabe der Politik zu platzieren, war das Anliegen der Diversitätsdezernentin Eskandari-Grünberg. Im vollbesetzten Kaisersaal saßen Vertreterinnen und Vertreter von Dutzenden Vereinen und Initiativen, die sie in den vergangenen Jahren als Kooperationspartner gewinnen konnte.
Mit dem Einsatz von Eskandari-Grünberg habe Frankfurt gezeigt, „dass vieles möglich ist“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef. „Die Stadt wird wissen, welche Spuren du hinterlassen hast.“ Die Geschichte der Menschen werde von Menschen gemacht, im Positiven wie im Negativen. Es sei wichtig, an die gestalterische Kraft der Menschen zu glauben.
Marc Grünbaum vom Vorstand der jüdischen Gemeinde dankte Eskandari-Grünberg für ihren Einsatz für das jüdische Leben in Frankfurt. Er hob hevor, dass ihr erster und der letzte Termin als Bürgermeisterin ein Besuch beim Treffen der Shoah-Überlebenden gewesen sei. Eskandari-Grünberg habe „für ihre Visionen gebrannt und die Stadt nachhaltig geprägt“. Helma Lutz, emeritierte Soziologie-Professorin, lobte Eskandari-Grünbergs „unermüdlichen Einsatz für Vielfalt und Menschenrechte“.
In den vergangenen fünf Jahren sei sichtbar geworden, dass „die Beteiligung der Zivilgesellschaft ein unabdingbarer Bestandteil der Demokratie ist“, sagte Rosina Walter, frühere Chefin des Vereins Berami. Das Diversitätsdezernat habe „Meilensteine gesetzt, die prägen“. Ein Beispiel sei der Pavillon der Demokratie gewesen. „Solche Begegnungsorte brauchen wir“, ergänzte Jutta Shaikh von Omas gegen Rechts.
Ihr sei es wichtig gewesen, „andere anzustecken für Demokratie und Freiheit“, sagte Eskandari-Grünberg. „Ich weiß, was es bedeutet, in einem menschenfeindlichen Land zu leben.“ Um die Demokratie zu schützen, brauche es Haltung und Strukturen. Dazu einen Beitrag zu leisten, sei ihr wichtig gewesen.
Fotos
Hauptredner des Abends war der Publizist Michel Friedman, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Vertreterinnen und Vertreter von Dutzenden Vereinen und Initiativen waren in den Kaisersaal gekommen, um das politische Wirken von Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg zu würdigen, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Nargess Eskandari-Grünberg bei ihrer letzten Rede als Bürgermeisterin, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Am Ende gab es Standing Ovations für die scheidende Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Gute Laune im Kaisersaal: Bürgermeisterin Nargess Eskandari Grünberg, der Publizist Michel Friedman (mitte) und Oberbürgermeister Mike Josef, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
ffm. Eins ist sicher: Ohne das Engagement und den Einsatz der Zivilgesellschaft ist der Kampf um den Erhalt der Demokratie nicht zu gewinnen. Dies ist die zentrale Erkenntnis der Veranstaltung „Diversität, Demokratie, Menschenrechte. Frankfurter Errungenschaften und Perspektiven“ am Mittwochabend, 26. August, im Römer-Kaisersaal. Dabei zog Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg auch eine Bilanz ihres politischen Wirkens.
Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sei die Demokratie so gefährdet gewesen wie zurzeit, sagte der Hauptredner des Abends, der Publizist Michel Friedman. „Es gibt viel mehr als Anfänge. Deshalb müssen wir kämpfen, immer wieder neu.“ Vor der Vielfalt habe er keine Angst, vor der Einfalt dagegen schon. Als Bürgermeisterin habe Eskandari-Grünberg der Stadt und den Menshen viel gegeben. „Sie war ein Vorbild.“
Der Kampf gegen Antisemitismus, Antiziganismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und den Hass gegen queere Menschen – diese Themen als zentrale Aufgabe der Politik zu platzieren, war das Anliegen der Diversitätsdezernentin Eskandari-Grünberg. Im vollbesetzten Kaisersaal saßen Vertreterinnen und Vertreter von Dutzenden Vereinen und Initiativen, die sie in den vergangenen Jahren als Kooperationspartner gewinnen konnte.
Mit dem Einsatz von Eskandari-Grünberg habe Frankfurt gezeigt, „dass vieles möglich ist“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef. „Die Stadt wird wissen, welche Spuren du hinterlassen hast.“ Die Geschichte der Menschen werde von Menschen gemacht, im Positiven wie im Negativen. Es sei wichtig, an die gestalterische Kraft der Menschen zu glauben.
Marc Grünbaum vom Vorstand der jüdischen Gemeinde dankte Eskandari-Grünberg für ihren Einsatz für das jüdische Leben in Frankfurt. Er hob hevor, dass ihr erster und der letzte Termin als Bürgermeisterin ein Besuch beim Treffen der Shoah-Überlebenden gewesen sei. Eskandari-Grünberg habe „für ihre Visionen gebrannt und die Stadt nachhaltig geprägt“. Helma Lutz, emeritierte Soziologie-Professorin, lobte Eskandari-Grünbergs „unermüdlichen Einsatz für Vielfalt und Menschenrechte“.
In den vergangenen fünf Jahren sei sichtbar geworden, dass „die Beteiligung der Zivilgesellschaft ein unabdingbarer Bestandteil der Demokratie ist“, sagte Rosina Walter, frühere Chefin des Vereins Berami. Das Diversitätsdezernat habe „Meilensteine gesetzt, die prägen“. Ein Beispiel sei der Pavillon der Demokratie gewesen. „Solche Begegnungsorte brauchen wir“, ergänzte Jutta Shaikh von Omas gegen Rechts.
Ihr sei es wichtig gewesen, „andere anzustecken für Demokratie und Freiheit“, sagte Eskandari-Grünberg. „Ich weiß, was es bedeutet, in einem menschenfeindlichen Land zu leben.“ Um die Demokratie zu schützen, brauche es Haltung und Strukturen. Dazu einen Beitrag zu leisten, sei ihr wichtig gewesen.
Fotos
Hauptredner des Abends war der Publizist Michel Friedman, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Vertreterinnen und Vertreter von Dutzenden Vereinen und Initiativen waren in den Kaisersaal gekommen, um das politische Wirken von Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg zu würdigen, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Nargess Eskandari-Grünberg bei ihrer letzten Rede als Bürgermeisterin, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Am Ende gab es Standing Ovations für die scheidende Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes
Gute Laune im Kaisersaal: Bürgermeisterin Nargess Eskandari Grünberg, der Publizist Michel Friedman (mitte) und Oberbürgermeister Mike Josef, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes