Denkmäler als Spiegel der Vergangenheit
Podiumsdiskussion zum Umgang mit der gestürzten Bismarck-Statue in
Höchst
ffm. Im November 2024 wurde das überlebensgroße Bismarck-Denkmal in der Rudolf-Schäfer-Anlage in Höchst von Unbekannten vom Sockel gestürzt. Die Bronzestatue wurde angesägt und mit roter Farbe besprüht, rund um den Sockel wurden Forderungen nach Dekolonisierung gesprüht. Nach dem Vorfall sicherte das Kulturamt die Statue und lagerte sie in einem Depot. Die Kommission für Erinnerungskultur empfahl, sie in die Sammlung des Historischen Museums zu übernehmen. Der leere Sockel soll als Ort für künstlerische Auseinandersetzungen genutzt werden.
Das 1899 eingeweihte Denkmal ist Teil des Bismarckkults, der in den 1860er Jahren einsetzte und sich mit dem Tod des Reichskanzlers 1898 noch steigerte. Im Deutschen Reich wurden über 700 Denkmäler errichtet. In vielen deutschen Städten wird derzeit über den Umgang mit Bismarck-Denkmälern diskutiert. In Hamburg wurde die Restaurierung des mit 34 Metern weltgrößten Bismarck-Denkmals von heftigen Debatten begleitet, in Bremen steht das prominente Reiterstandbild am Dom im Fokus kolonialhistorischer Kritik und in zahlreichen weiteren Städten fordern Initiativen eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Monumenten.
Die Podiumsdiskussion zum Umgang mit der gestürzten Bismarck-Statue am Montag, 26. Januar, um 18.30 Uhr im Neuen Theater Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46, befasst sich mit der Frage, welche Rolle Denkmäler im öffentlichen Raum spielen und wie mit Persönlichkeiten oder historischen Ereignissen umgegangen werden kann, die heute als problematisch gelten. Ziel ist es, Denkmäler, besonders aber die stark heroisierte Figur Otto von Bismarcks aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und einen konstruktiven Dialog über den Umgang mit schwierigem Kulturerbe zu führen.
Diese Veranstaltung versteht sich als Auftakt zu weiteren Diskussionen und Veranstaltungen, die sich mit der Gestaltung von Erinnerungskultur im öffentlichen Raum in Frankfurt beschäftigen.
Podiumsgäste:
Suy Lan Hopmann, Kuratorin des Museum Nikolaikirche an der Stiftung Stadtmuseum Berlin, arbeitet zu Kolonialismus, Rassismus und Migration, Mitglied der Working Group on Decolonisation von ICOM, bis Ende 2025 Vorstandsmitglied von ICOM Deutschland Mèhèza Kalibani, Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart bei der Stiftung Historische Museen Hamburg, arbeitet zu Archiven, Museen und kolonialem Erbe und Erinnerungskultur. In Hamburg arbeitete er an der Umsetzung des Projekts „Hamburg dekolonisieren! Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt“ mit. Prof. Winfried Speitkamp, Staatssekretär a.D., ehemaliger Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Historiker und langjähriger Vorsitzender des Hessischen Landesdenkmalrats, Mitglied der Historischen Kommission für Hessen Dr. Maria Wüllenkemper, Bezirksdenkmalpflegerin im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, seit 2020 zuständig für Frankfurt
Die Begrüßung übernimmt Doreen Mölders, Direktorin des Historischen Museums Frankfurt, moderiert wird die Veranstaltung von Angela Jannelli, Kuratorin für Partizipation am Historischen Museum Frankfurt.
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei.
Foto Bismarckdenkmal in Höchst im April 2020, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Hassenpflug
Kontakt für die Medien Historisches Museum Frankfurt, Telefon 069/212-35599, E-Mail
info@historisches-museum-frankfurt.de
ffm. Im November 2024 wurde das überlebensgroße Bismarck-Denkmal in der Rudolf-Schäfer-Anlage in Höchst von Unbekannten vom Sockel gestürzt. Die Bronzestatue wurde angesägt und mit roter Farbe besprüht, rund um den Sockel wurden Forderungen nach Dekolonisierung gesprüht. Nach dem Vorfall sicherte das Kulturamt die Statue und lagerte sie in einem Depot. Die Kommission für Erinnerungskultur empfahl, sie in die Sammlung des Historischen Museums zu übernehmen. Der leere Sockel soll als Ort für künstlerische Auseinandersetzungen genutzt werden.
Das 1899 eingeweihte Denkmal ist Teil des Bismarckkults, der in den 1860er Jahren einsetzte und sich mit dem Tod des Reichskanzlers 1898 noch steigerte. Im Deutschen Reich wurden über 700 Denkmäler errichtet. In vielen deutschen Städten wird derzeit über den Umgang mit Bismarck-Denkmälern diskutiert. In Hamburg wurde die Restaurierung des mit 34 Metern weltgrößten Bismarck-Denkmals von heftigen Debatten begleitet, in Bremen steht das prominente Reiterstandbild am Dom im Fokus kolonialhistorischer Kritik und in zahlreichen weiteren Städten fordern Initiativen eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Monumenten.
Die Podiumsdiskussion zum Umgang mit der gestürzten Bismarck-Statue am Montag, 26. Januar, um 18.30 Uhr im Neuen Theater Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46, befasst sich mit der Frage, welche Rolle Denkmäler im öffentlichen Raum spielen und wie mit Persönlichkeiten oder historischen Ereignissen umgegangen werden kann, die heute als problematisch gelten. Ziel ist es, Denkmäler, besonders aber die stark heroisierte Figur Otto von Bismarcks aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und einen konstruktiven Dialog über den Umgang mit schwierigem Kulturerbe zu führen.
Diese Veranstaltung versteht sich als Auftakt zu weiteren Diskussionen und Veranstaltungen, die sich mit der Gestaltung von Erinnerungskultur im öffentlichen Raum in Frankfurt beschäftigen.
Podiumsgäste:
Suy Lan Hopmann, Kuratorin des Museum Nikolaikirche an der Stiftung Stadtmuseum Berlin, arbeitet zu Kolonialismus, Rassismus und Migration, Mitglied der Working Group on Decolonisation von ICOM, bis Ende 2025 Vorstandsmitglied von ICOM Deutschland Mèhèza Kalibani, Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart bei der Stiftung Historische Museen Hamburg, arbeitet zu Archiven, Museen und kolonialem Erbe und Erinnerungskultur. In Hamburg arbeitete er an der Umsetzung des Projekts „Hamburg dekolonisieren! Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt“ mit. Prof. Winfried Speitkamp, Staatssekretär a.D., ehemaliger Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Historiker und langjähriger Vorsitzender des Hessischen Landesdenkmalrats, Mitglied der Historischen Kommission für Hessen Dr. Maria Wüllenkemper, Bezirksdenkmalpflegerin im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, seit 2020 zuständig für Frankfurt
Die Begrüßung übernimmt Doreen Mölders, Direktorin des Historischen Museums Frankfurt, moderiert wird die Veranstaltung von Angela Jannelli, Kuratorin für Partizipation am Historischen Museum Frankfurt.
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei.
Foto Bismarckdenkmal in Höchst im April 2020, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Hassenpflug
Kontakt für die Medien Historisches Museum Frankfurt, Telefon 069/212-35599