Der lange Museumsdonnerstag: Vortrag „War der Dichter Johann Gottfried Seume (1763–1810) ein zwangsrekrutierter ‚Hessian Mercenary‘?“

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Offenbach

Offenbach am Main, 30. September 2026 – Für Donnerstag, 8. Oktober, um 18 Uhr lädt das Haus der Stadtgeschichte zu einem Vortrag mit anschließender Führung durch die aktuelle Ausstellung: „Mehr als Hessian Mercenaries und Elvis Presley – 250 Jahre transatlantische Beziehungen Hessen – USA“ mit Prof. Dr. Holger Th. Gräf ein. In seinem Vortrag widmet er sich dem Dichter Johann Gottfried Seume (1763–1810) und geht der Fragestellung nach, ob dieser ein zwangsrekrutierter hessischer Söldner (‚Hessian Mercenary‘) gewesen sei. Seume, der durch seinen „Spaziergang nach Syracus“ literarischen Weltruhm erlangte, berichtet in seiner Autobiografie, wie er 1781 auf dem Weg von Leipzig nach Paris von Werbern des Kasseler Landgrafen Friedrich II. in den hessischen Militärdienst gezogen wurde. Nach der beschwerlichen Überfahrt über den Atlantik verbrachte er dann ab September 1782 ein gutes Jahr in Kanada. Nach dem Friedensschluss ging es zurück nach Europa – soweit so gut. Allerdings steht keineswegs fest, dass Seume unfreiwillig in die hessischen Dienste eingetreten war, sondern dies erst in Nachhinein in seiner Lebensbeschreibung so erscheinen ließ. Eintritt 5 Euro.