Die Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ im Museum Angewandte Kunst zeigt Teppiche aller Art
ffm. Das Museum Angewandte Kunst hat am Donnerstag, 5. Februar, die
Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ vorgestellt. Mit dieser
widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich
dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an
handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden
Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Die Ausstellung
am Schaumainkai 17 wird am Freitag, 6. Februar, um 19 Uhr eröffnet und
ist dann bis 24. Mai zu sehen.
Mit einem Teppich können sich vielschichtige Formen des Widerstands verbinden. Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Die Teppiche der Künstlerinnen und Künstler fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen.
Die Ausstellung zielt darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichrezeption steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Und was macht dieses Medium für Künstlerinnen und Künstlern so interessant, um über Widerstand nachzudenken, und dabei mitunter verflochtene Themen durch Knoten, die Kette und den Schuss, oder mit der Tuftpistole auszuloten?
Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. Sie spiegeln das emanzipatorische Streben einer globalen Bewegung wider, die neue Diskurse über Gestaltungskonzepte und Produktionsmethoden entfacht. Dabei ist entscheidend, wie die Teppiche entstanden sind – ob als Eigenproduktionen, als Kooperationen mit Manufakturen in handwerklicher oder maschineller Fertigung oder gar als vorgefundenes Material, das nachträglich künstlerisch bearbeitet wurde. Ursprünglich im Kunsthandwerk, Kunstgewerbe oder Design verortet, tragen die Teppicharbeiten nicht nur die Autorschaft von Künstlerinnen und Künstlern, sondern verfügen zugleich über Merkmale der freien Kunst. So hinterfragen sie die gewohnten Hierarchien zwischen angewandter und freier Kunst und definieren deren Verhältnis neu.
Kuratorin der Ausstellung ist Katharina Weiler. Die Ausstellung wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Dr. Marschner Stiftung.
Beigefügt findet sich die detaillierte Pressemitteilung. Unter museumangewandtekunst.de/de/presse
finden sich die Pressebilder und das Booklet.
Download PM „Wolle. Seide. Widerstand.“
Foto
Ausstellungsansicht „Wolle. Seide. Widerstand.“, Copyright: Museum Angewandte Kunst, Foto: Wolfgang Günzel / Barbara Rademacher
Kontakt für die Medien Natali-Lina Pitzer, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Museum Angewandte Kunst, Telefon 069/212-75339, E-Mail
natali-lina.pitzer@stadt-frankfurt.de
Mit einem Teppich können sich vielschichtige Formen des Widerstands verbinden. Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Die Teppiche der Künstlerinnen und Künstler fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen.
Die Ausstellung zielt darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichrezeption steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Und was macht dieses Medium für Künstlerinnen und Künstlern so interessant, um über Widerstand nachzudenken, und dabei mitunter verflochtene Themen durch Knoten, die Kette und den Schuss, oder mit der Tuftpistole auszuloten?
Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. Sie spiegeln das emanzipatorische Streben einer globalen Bewegung wider, die neue Diskurse über Gestaltungskonzepte und Produktionsmethoden entfacht. Dabei ist entscheidend, wie die Teppiche entstanden sind – ob als Eigenproduktionen, als Kooperationen mit Manufakturen in handwerklicher oder maschineller Fertigung oder gar als vorgefundenes Material, das nachträglich künstlerisch bearbeitet wurde. Ursprünglich im Kunsthandwerk, Kunstgewerbe oder Design verortet, tragen die Teppicharbeiten nicht nur die Autorschaft von Künstlerinnen und Künstlern, sondern verfügen zugleich über Merkmale der freien Kunst. So hinterfragen sie die gewohnten Hierarchien zwischen angewandter und freier Kunst und definieren deren Verhältnis neu.
Kuratorin der Ausstellung ist Katharina Weiler. Die Ausstellung wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Dr. Marschner Stiftung.
Beigefügt findet sich die detaillierte Pressemitteilung. Unter museumangewandtekunst.de/de/presse
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Ausstellungsansicht „Wolle. Seide. Widerstand.“, Copyright: Museum Angewandte Kunst, Foto: Wolfgang Günzel / Barbara Rademacher
Kontakt für die Medien Natali-Lina Pitzer, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Museum Angewandte Kunst, Telefon 069/212-75339