Die Kläranlage als Energiequelle: SEF nimmt Solarfaltdach über Klärbecken in Betrieb
ffm. Mit einer flexiblen Solaranlage über einem Teil der Klärbecken in
Niederrad erschließt die Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF)
Flächen für eine klimafreundliche Stromerzeugung. Gemeinsam mit
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert hat sie ein faltbares Solardach in
Betrieb genommen.
Rund 950 Quadratmeter misst die neue Photovoltaikanlage. 352 Solarmodule mit einem Spitzenwert von 151 kWp werden im Jahr rund 150.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen und 70 Tonnen CO2 einsparen. Das System ist faltbar ausgeführt, sodass die Module für Wartungsarbeiten oder betriebliche Anforderungen wie eine Ziehharmonika ein- oder ausgefahren werden. Dadurch gelingt es, vorhandene Flächen im Bereich der Klärbecken doppelt zu nutzen: für die Abwasserreinigung und für die klimafreundliche Stromerzeugung.
Siefert sagte: „Die Anlage ist ein weiterer Baustein zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Stadtgebiet, ganz im Sinne des kommunalen Klimaschutzstadtplans, und zur Innenentwicklung durch eine effiziente Mehrfachnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche.“
Flächenpotentiale nutzen
Insgesamt rund eine Million Euro investiert die SEF in die neue Photovoltaikanlage. Es ist ein Pilotprojekt, das der systematischen Erschließung der Flächenpotentiale über den weiteren Becken vorangeht. Mit fast 30.000 Quadratmetern bieten zukünftig die Bereiche über der biologischen Stufe und der Nachklärung ein hohes Nutzungspotential. Zugleich muss der zuverlässige und sichere Betrieb der Becken, insbesondere Wartungs- und Reinigungsarbeiten, stets gewährleistet sein. Andreas Hickmann, technischer Betriebsleiter der SEF, verspricht sich von der neuen Anlage wichtige Erfahrungen für die Planung und den Betrieb zukünftiger Anlagen. „Wir verfolgen eine modular erweiterbare Konzeption“, erklärt er. „Dann sind wir immer auf dem neuesten Stand der Technik und können Investitionen langfristig effizient einsetzen.“
Stromnutzung direkt vor Ort
Die neue Photovoltaikanlage befindet sich auf einer kleineren Beckeneinheit, den sogenannten „Deni-Becken“. Dort erfolgt die Denitrifikation, also die Entfernung von Nitraten aus dem Abwasser durch Umwandlung in Luftstickstoff. Der gewonnene Solarstrom wird vor Ort auf der Kläranlage eingesetzt.
Strom aus regenerativen Quellen vor Ort zu gewinnen und einzusetzen, trägt dazu bei, den Energiebedarf der Abwasserreinigung in Niederrad nachhaltig aus eigenen Quellen zu decken. Die neue Anlage trägt also nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern es muss auch weniger Strom zugekauft werden. Das kommt den Betriebskosten der SEF zugute. Bewährt sich die Technologie, kann sie über weiteren Becken eingesetzt werden. Zusammen mit den Flächen auf den derzeit im Bau befindlichen Werkstätten und Fahrzeughallen wird die Eigenstromerzeugung durch Sonnenlicht ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Abwasserreinigung am Standort Niederrad.
Weitere Fakten zum Solarfaltdach:
Fläche der Photovoltaikanlage (PV-Freifläche): 950 Quadratmeter Anzahl der Module: 352 PV-Module mit je 430 Watt-Peak Leistung durchschnittlich: 150.467 Kilowattstunden pro Jahr (PV-Generatorenergie) Leistung Peak:151,36 Kilowatt-Peak Einsparung Fremdstrombezug pro Jahr: 150.522 Kilowattstunden pro Jahr Einsparung CO2 pro Jahr: 70.719 Kilogramm pro Jahr Gesamtkosten: etwa eine Million Euro
Fotos Sie waren bei der Inbetriebnahme des Solarfaltdachs (v.l.): Andreas Hickmann, technischer Betriebsleiter SEF, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Peter Schlett, Projektleiter SEF, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert sieht viele Vorteile im Solarfaltdach über dem Klärbecken in Niederrad, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Flexible Photovoltaikanlage: Das ausgefahrene Solarfaltdach über einem Teil der Klärbecken in Niederrad, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Das neue Solarfaltdach der SEF am Standort Niederrad überspannt im ausgefahrenen Zustand die Becken der Denitrifikation, Copyright: Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main
Bei Bedarf kann die Anlage eingefahren werden, dann falten sich die Module zusammen und machen Platz zum Beispiel für Wartungsarbeiten an den Becken, Copyright: dhp Technology AG
Rund 950 Quadratmeter misst die neue Photovoltaikanlage. 352 Solarmodule mit einem Spitzenwert von 151 kWp werden im Jahr rund 150.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen und 70 Tonnen CO2 einsparen. Das System ist faltbar ausgeführt, sodass die Module für Wartungsarbeiten oder betriebliche Anforderungen wie eine Ziehharmonika ein- oder ausgefahren werden. Dadurch gelingt es, vorhandene Flächen im Bereich der Klärbecken doppelt zu nutzen: für die Abwasserreinigung und für die klimafreundliche Stromerzeugung.
Siefert sagte: „Die Anlage ist ein weiterer Baustein zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Stadtgebiet, ganz im Sinne des kommunalen Klimaschutzstadtplans, und zur Innenentwicklung durch eine effiziente Mehrfachnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche.“
Flächenpotentiale nutzen
Insgesamt rund eine Million Euro investiert die SEF in die neue Photovoltaikanlage. Es ist ein Pilotprojekt, das der systematischen Erschließung der Flächenpotentiale über den weiteren Becken vorangeht. Mit fast 30.000 Quadratmetern bieten zukünftig die Bereiche über der biologischen Stufe und der Nachklärung ein hohes Nutzungspotential. Zugleich muss der zuverlässige und sichere Betrieb der Becken, insbesondere Wartungs- und Reinigungsarbeiten, stets gewährleistet sein. Andreas Hickmann, technischer Betriebsleiter der SEF, verspricht sich von der neuen Anlage wichtige Erfahrungen für die Planung und den Betrieb zukünftiger Anlagen. „Wir verfolgen eine modular erweiterbare Konzeption“, erklärt er. „Dann sind wir immer auf dem neuesten Stand der Technik und können Investitionen langfristig effizient einsetzen.“
Stromnutzung direkt vor Ort
Die neue Photovoltaikanlage befindet sich auf einer kleineren Beckeneinheit, den sogenannten „Deni-Becken“. Dort erfolgt die Denitrifikation, also die Entfernung von Nitraten aus dem Abwasser durch Umwandlung in Luftstickstoff. Der gewonnene Solarstrom wird vor Ort auf der Kläranlage eingesetzt.
Strom aus regenerativen Quellen vor Ort zu gewinnen und einzusetzen, trägt dazu bei, den Energiebedarf der Abwasserreinigung in Niederrad nachhaltig aus eigenen Quellen zu decken. Die neue Anlage trägt also nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern es muss auch weniger Strom zugekauft werden. Das kommt den Betriebskosten der SEF zugute. Bewährt sich die Technologie, kann sie über weiteren Becken eingesetzt werden. Zusammen mit den Flächen auf den derzeit im Bau befindlichen Werkstätten und Fahrzeughallen wird die Eigenstromerzeugung durch Sonnenlicht ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Abwasserreinigung am Standort Niederrad.
Weitere Fakten zum Solarfaltdach:
Fläche der Photovoltaikanlage (PV-Freifläche): 950 Quadratmeter Anzahl der Module: 352 PV-Module mit je 430 Watt-Peak Leistung durchschnittlich: 150.467 Kilowattstunden pro Jahr (PV-Generatorenergie) Leistung Peak:151,36 Kilowatt-Peak Einsparung Fremdstrombezug pro Jahr: 150.522 Kilowattstunden pro Jahr Einsparung CO2 pro Jahr: 70.719 Kilogramm pro Jahr Gesamtkosten: etwa eine Million Euro
Fotos Sie waren bei der Inbetriebnahme des Solarfaltdachs (v.l.): Andreas Hickmann, technischer Betriebsleiter SEF, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Peter Schlett, Projektleiter SEF, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert sieht viele Vorteile im Solarfaltdach über dem Klärbecken in Niederrad, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Flexible Photovoltaikanlage: Das ausgefahrene Solarfaltdach über einem Teil der Klärbecken in Niederrad, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Das neue Solarfaltdach der SEF am Standort Niederrad überspannt im ausgefahrenen Zustand die Becken der Denitrifikation, Copyright: Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main
Bei Bedarf kann die Anlage eingefahren werden, dann falten sich die Module zusammen und machen Platz zum Beispiel für Wartungsarbeiten an den Becken, Copyright: dhp Technology AG