Ehemaliges Verwaltungszentrum wird zum Gymnasium Süd

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

In Sachsenhausen entsteht ein moderner Schulcampus für rund 1500 Schülerinnen und Schüler

ffm. Mit dem Start der Rückbauarbeiten an der Fassade beginnt die nächste Bauphase für das neue Gymnasium Süd an der Seehof- und Gerbermühlstraße in Sachsenhausen. Aus zwei ehemaligen Verwaltungsgebäuden entsteht dort in den kommenden Jahren ein moderner Schulcampus mit Platz für rund 1500 Schülerinnen und Schüler. Die Fertigstellung des Schulgebäudes ist für 2027 vorgesehen, der Schulbetrieb soll mit Beginn des Schuljahres 2027/2028 starten. Die Fertigstellung der Sporthalle ist im Frühjahr 2028 vorgesehen.

Die ABG Frankfurt Holding plant und realisiert das Projekt und übergibt es schlüsselfertig an die Stadt Frankfurt am Main. Aufgrund ihrer eigenen technischen und planerischen Ressourcen kann das Bauvorhaben zügig und effizient umgesetzt werden. Am Donnerstag, 29. Januar, haben Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, und Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, vor Ort über den Stand des Projekts informiert. „Der Umbau des ehemaligen Behördenzentrums zum neuen Gymnasium Süd ist ein zentrales Projekt unserer Schulbauoffensive. Mitten in Sachsenhausen entsteht ein moderner Schulcampus, der Lernen, Sportmöglichkeiten und Begegnung verbindet. Für die Schule ist es von besonderem Interesse, dass das Projekt so zügig umgesetzt wird. Momentan arbeitet das Gymnasium Süd an zwei Standorten, das führt natürlich zu einem Mehraufwand. Daher ist es so wichtig, dass wir die Schule bereits zum Schuljahr 2027/2028 wieder an einem Ort zusammenführen können“, sagte Weber. „Dass wir dabei bestehende Gebäude umnutzen und nachhaltig weiterentwickeln, ist ein starkes Signal für verantwortungsbewusstes Neues Bauen in Frankfurt.“

„Wir freuen uns, dass dieses bedeutende Schulbau-Projekt nun sichtbar in die nächste Phase geht. Der Umbau des ehemaligen Verwaltungszentrums zu einer modernen Schule ist technisch anspruchsvoll, aber genau hier können wir mit unserer Erfahrung und unseren Planungs- und Baukompetenzen dazu beitragen, dass die Stadt Frankfurt trotz des Flächenmangels schnellstmöglich eine hervorragende neue Schule bekommt“, sagte Frank Junker über das Projekt.

Entkernung abgeschlossen – Beginn der Arbeiten an der Fassade

Wie Junker vor Ort ausführte, sind die vorbereitenden Maßnahmen für den Umbau inzwischen abgeschlossen. In den vergangenen Monaten wurden die beiden ehemaligen Verwaltungsgebäude vollständig entkernt, sämtliche technischen Anlagen entfernt und alle verbauten Schadstoffe fachgerecht beseitigt und entsorgt. Stehen geblieben ist allein das Betonskelett der acht- und sechsgeschossigen Hochbauten aus den 1980er Jahren. Dieses bildet nun die Grundlage für die umfassende Neugestaltung. Aktuell wurden mehrere Kräne errichtet, mit denen in den kommenden Wochen die bis zu vier Tonnen schweren Fassadenelemente demontiert werden. Anschließend beginnen die Arbeiten zur Abdichtung der Untergeschosse und der Neubau der Fassade. Dabei werden die bestehenden Fensterausschnitte vergrößert, um einen möglichst großen Tageslichteinfall in den Unterrichtsräumen zu ermöglichen und eine helle, freundliche Lernatmosphäre zu schaffen.

Die Außenfassade bekommt mit großflächigen Fensterbändern und farbigen Faserbeton-Fassadenelementen ein modernes und freundliches Erscheinungsbild. Bei der Energieeffizienz setzt die ABG auch bei diesem Projekt auf eine nachhaltige Gesamtlösung. Die Gebäude werden an die Fernwärmeversorgung angeschlossen und erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Auf den Dächern sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Für die Stromerzeugung wird vor allem die gesamte Dachfläche der Sporthalle genutzt.

Mit dem Umbau entsteht ein moderner Schulcampus mit etwa 50 Klassenräumen. Die beiden Bauten werden im Inneren vollständig neu strukturiert und zu modernen Lern- und Fachräumen umgestaltet. Das Gymnasium Süd wurde 2022 gegründet und befindet sich noch im Aufbau, mit jedem neuen Schuljahr wächst es um einen weiteren Jahrgang, bis alle Klassenstufen besetzt sind. Die aktuell rund 570 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums werden derzeit an zwei Standorten unterrichtet: im Gebäude der ehemaligen Wallschule in Sachsenhausen sowie in einer Modulanlage im Tiroler Park.

Moderne Unterrichtsräume, Sportmöglichkeiten und eine Mensa mit Vollküche

Zur zukünftigen Ausstattung des neuen Gymnasiums zählen naturwissenschaftliche Räume für Biologie, Chemie und Physik, Werkräume, Kunsträume sowie eine großzügige Mensa mit einer hochmodernen Vollküche, in der täglich bis zu 1000 Mahlzeiten zubereitet und ausgegeben werden. Es wird auch einen Schulkiosk für die Versorgung außerhalb der Mensazeiten geben. Ergänzt wird das Schulensemble durch eine teilbare Sporthalle mit vier Feldern, die direkt an den Campus anschließt. Im Außenbereich sieht das Freiflächenkonzept einen attraktiv gestalteten Schulhof mit Gründächern, schattige Aufenthaltszonen zum Verweilen und gemeinsamen Lernen sowie ein grünes Klassenzimmer vor. Auf dem Campus entstehen darüber hinaus vielfältige Sport- und Bewegungsflächen, eine Weitsprungbahn, Spielgeräte, Calisthenics-Zonen, Sitzstufenanlagen sowie ein Schulgarten mit Bäumen und Pflanzflächen. Das Foyer wird nutzbar sein für kleinere Veranstaltungen, die Sporthalle wird auch einen Bühnenanbau für Konzert- und Theateraufführungen erhalten.

Mit der Lage an der Seehof- und Gerbermühlstraße in Sachsenhausen ist der Schulcampus gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Straßenbahn hält direkt an der Schule, die S-Bahn-Haltestellen Lokalbahnhof und Mühlberg sind zu Fuß erreichbar. Da voraussichtlich viele Schülerinnen und Schüler das Fahrrad für den Schulweg nutzen werden, sind zahlreiche Fahrradabstellanlagen, auch mit E-Ladestationen, geplant. Ein großer Pkw-Parkplatz wird ebenfalls realisiert.

Hohe Anforderungen an Planung und Bauleitung

Der Umbau des rund 40 Jahre alten Gebäudekomplexes stellt hohe Anforderungen an Planung und Bauleitung. Die Bauarbeiten gliedern sich in mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte. Zunächst wird die alte Waschbetonfassade zurückgebaut, anschließend erfolgen die Neuabdichtung der Untergeschosse und die Auffüllung des Geländes. Danach folgen die Gerüst- und Dacharbeiten, bevor der Rohbau und der Einbau der neuen Fenster beginnen. Ab Herbst 2026 startet der Innenausbau. Parallel dazu wird ab Mitte des Jahres die neue Sporthalle errichtet, deren Fertigstellung für das Frühjahr 2028 vorgesehen ist. Das gesamte Bauvolumen liegt bei rund 150 Millionen Euro.

Foto

Schulleiter Thomas Strauch und Frank Junker, Vorsitzender der ABG-Geschäftsführung, vor einem Gebäudeteil des zukünftigen Gymnasium Süd, Copyright: ABG, Foto: Jochen Müller 

Kontakt für die Medien Christina Čurin, Pressesprecherin, Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Wohnen, Telefon 069/212-43334 , E-Mail christina.curin@stadt-frankfurt.de