„Entdecken, Forschen und Lernen“ im Bildungsraum GrünGürtel: Wald verzaubern zum Programmauftakt 2026

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Flauschig weich ist das Moos-Nest für das GrünGürtel-Tier – und festlich geschmückt dazu. Denn das GrünGürtel-Maskottchen feiert dieses Jahr seinen 25. Geburtstag, und zum Fest darf alles besonders hübsch aussehen. Das fanden zumindest die Kinder der Klasse 3a der Pestalozzischule, die zusammen mit Uta Clifton, Leiterin des Frankfurter Stadtschulamtes, im Wald einen besonderen Unterrichtsvormittag erlebten.

Zum Auftakt des diesjährigen Bildungsprogramms im GrünGürtel nahmen sie am Angebot „Wald verzaubern“ teil, erlebten den Zauber des Waldes mit seinem sprießenden Grün im Vorfrühling und verzauberten die Bäume ihrerseits mit Waldkunst. An der GrünGürtel-Waldschule im Frankfurter Stadtwald bauten sie dem drachengrünen GrünGürtel-Tier aus Rinde, Stöcken, Moos und Laub ein zauberhaftes Nest. Auch für ihre Wald-Geister nutzten die Kinder Ton und eben alles, was sie am außerschulischen Lernort an Naturmaterialien finden konnten. Es ging um unterschiedliche Farben, Formen und Texturen, um Sichtachsen und Anordnungen, in aller Kreativität auch um Zusammenarbeit und soziales Lernen. [Bild: Ein Baumgeist aus Ton schmückt nun einen Baum im Wald, Copyright: Umweltlernen Frankfurt ] Uta Clifton eröffnete in diesem bunten Rahmen das städtische Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter GrünGürtel“, das in diesem Jahr wieder tausenden Kindern und Jugendlichen aus Kita und Schule Angebote zum Draußenlernen im Grünen macht. Das druckfrische Programmheft brachte sie zum Saisonstart mit in den Wald und betonte die Bedeutung für Frankfurter Kinder: „Das Programm ergänzt Bildung im Klassenraum beziehungsweise in der Kita durch kompetenzorientiertes Lernen im GrünGürtel. Mehr als 80 unterschiedliche Angebote finden Kita- und Hortgruppen, Klassen und Kurse aus Schulen im Bildungsprogramm 2026. Über 8000 Kinder und Jugendliche nehmen an dem Bildungsprogramm teil. Und auch qualitativ hat sich das Angebot über die Jahre weiterentwickelt und orientiert sich heute an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).“

BNE wird im Bildungsraum GrünGürtel großgeschrieben. Im Veranstaltungsprogramm finden Kita-Kinder und Klassen aller Jahrgangsstufen und Schulformen Angebote in den Themenfeldern Ernährung, Energie, Mobilität, Biodiversität, Klimawandel und -resilienz. Vielfalt in der Natur, die Biodiversität, steht 2026 als Schwerpunktthema im Fokus des Programms.

„Die BNE-Angebote bestärken Kinder und Jugendliche darin, verantwortungsvolle Entscheidungen für ihre direkte Umwelt zu treffen“, erklärte die Leiterin des Stadtschulamtes und betonte: „Für seine BNE-Orientierung und den kooperativen Charakter wurde der Bildungsraum GrünGürtel mehrfach von der UNESCO und dem Bundesbildungsministerium als beispielhafter Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.“

Auch beim Aktionstag zu Natur und Kunst war Vielfalt im Wald ein Thema. Die Kinder der Klasse 3a wussten, dass der Stadtwald durch die Folgen des Klimawandels stark geschädigt ist und die Biodiversität abnimmt. Das Bildungsangebot im GrünGürtel greift diese Themen in positiver Weise auf. Bei der Klasse 3a kamen konkrete Ideen zum Schutz des Stadtwaldes und seiner Funktion fürs Stadtklima zusammen: neue Bäume pflanzen, aber auch: weniger fliegen, mehr Fahrrad- und Rollerfahren, keinen Müll im Wald liegen lassen und überhaupt weniger Müll verursachen. „Da gehen die Kinder mit ihrer Bio-Brotbox schon mit gutem Beispiel voran“, betonte Kirsten Reichelt-Färber vom Verein Umweltlernen in Frankfurt, die das Angebot mit den Kindern durchführte. „Und die Kinder fördern Artenvielfalt auch in ihrem Schulgarten mit einem Insektenhotel – Biologie lernen sie dabei quasi nebenbei“, sagte sie.

Das Programm „Bildungsraum GrünGürtel“ der Dezernate für Bildung, Immobilien und Neues Bauen sowie für Klima, Umwelt und Frauen wird koordiniert durch das Grünflächenamt (StadtWaldHaus), das Stadtschulamt, das Umweltamt und dem Verein Umweltlernen in Frankfurt. Eingebunden sind zahlreiche städtische und nicht städtische Kooperationspartner.

Das GrünGürtel-Bildungsprogramm für Schule und Kita bekommen die Frankfurter Einrichtungen per Post zugesendet. Es kann unter frankfurt.de/efl  und umweltlernen-frankfurt.de  abgerufen oder als gedrucktes Exemplar über das Umwelttelefon unter 069/212-39100  angefordert werden.

Am Samstag, 7. März, startet mit der Frühlingsexkursion am StadtWaldHaus auch die zweite Programmlinie von „Entdecken, Forschen und Lernen“, das Offen-für-alle-Programm an den Wochenenden für Interessierte jeden Alters.

Fotos Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Pestalozzischule erlebten einen besonderen Unterrichtsvormittag im Wald gemeinsam mit Uta Clifton, Leiterin des Frankfurter Stadtschulamtes, Copyright: Umweltlernen Frankfurt 

Besonderer Unterrichtsvormittag im Wald: Eine Schülerin der Pestalozzischule bringt einen Baumgeist an einen Baum im Wald, Coypright: Stadt Frankfurt am Main 

Ein Baumgeist aus Ton schmückt nun einen Baum im Wald, Copyright: Umweltlernen Frankfurt 

Kontakt zur Koordinierungsrunde Bildungsraum GrünGürtel Christina Hintze, Grünflächenamt, Leiterin der Koordinierungsgruppe, Telefon 069/212-34550  Nadia Killmann, Stadtschulamt, Telefon 069/212-46347  Annette Strucken, Umweltamt, Telefon 069/212-39161  Barbara Clemenz, Umweltlernen in Frankfurt, Telefon 069/212-49078 

Kontakt für die Medien Barbara Clemenz, Umweltlernen in Frankfurt, Telefon 0178/9100030