Fasanerie im Frankfurter Stadtwald: 50 Jahre Umweltbildung und Naturpädagogik
Jubiläum wird mit „Tag der offenen Tür“ am 12. September
gefeiert
ffm. Damwild beobachten, Eulen aus nächster Nähe erleben, den Wald mit allen Sinnen entdecken oder bei einer Führung erfahren, wie ein Ökosystem funktioniert: Seit 50 Jahren vermittelt die Umweltbildung und Naturpädagogik in der Frankfurter Fasanerie Wissen über den Stadtwald und seine Tierwelt. Was 1976 als Lernort für Schulklassen begann, ist heute als Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie eine feste Anlaufstelle für Natur- und Umweltbildung im Stadtwald. Initiator des Projekts war der Biologe Richard Langer, damals zuständig für die forstliche Öffentlichkeitsarbeit. Ziel war es, Kindern Natur nicht nur im Unterricht zu vermitteln, sondern sie direkt im Stadtwald erlebbar zu machen. Am Samstag, 12. September, wird das 50-jährige Bestehen der Umweltbildung und Naturpädagogik in der Fasanerie mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert.
„Wer den Wald kennt, schützt ihn auch. Genau deshalb ist Umweltbildung keine Nebensache, sondern eine Zukunftsaufgabe. Seit 50 Jahren bringt die Bildungsarbeit in der Fasanerie Kinder, Familien und Erwachsene mit der Natur vor der eigenen Haustür in Kontakt – bei Führungen oder Begegnungen mit heimischen Tieren. Gerade jetzt, wo wir die Folgen der Klimakrise und des Artenverlusts unmittelbar spüren, ist dieses Wissen unverzichtbar. Denn wer versteht, wie unsere Ökosysteme funktionieren, erkennt auch, warum ihr Erhalt heute wichtiger denn je ist“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
Aus den ersten Führungen für Schulklassen entwickelte sich über die Jahrzehnte ein vielfältiges Angebot an Umweltbildung und Naturpädagogik. Die heutigen Tiergehege und Volieren gehen auf eine 1954 begonnene Fasanenzucht zurück. Die damals gezüchteten „Insektenvertilger“ wurden im Stadtwald ausgesetzt, um die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgeforsteten Flächen vor starkem Insektenfraß zu schützen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre finden in der Fasanerie zudem verletzte Wildtiere vorübergehend Zuflucht oder ein dauerhaftes Zuhause. Der wachsende Bestand an heimischen Waldtieren – darunter Greifvögel, Wildschweine und Hirsche – machte die Fasanerie zunehmend zu einem beliebten Ausflugsziel für die Frankfurter Bevölkerung. 1976 fanden die ersten Führungen für Schulklassen statt. Später öffnete sich das Gelände für alle Besucherinnen und Besucher. In einer kleinen Blockhütte konnten sich Interessierte zudem über den Stadtwald und seine Ökosysteme informieren. Damit entstand neben den Tiergehegen zunehmend auch ein Ort der Umweltbildung, an dem Wissen über den Stadtwald anschaulich vermittelt und Natur unmittelbar erlebt werden konnte. Mit dem wachsenden Interesse stieß die Blockhütte jedoch bald an ihre räumlichen Grenzen. 1995 wurde sie durch das StadtWaldHaus als forstlich-ökologisches Informationszentrum ersetzt.
Heute gehören StadtWaldHaus und Fasanerie als Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie zur Abteilung StadtForst im Grünflächenamt und sind gemeinsam täglich – außer freitags – geöffnet. Auch die Umweltbildung hat sich über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Führungen, Workshops und Veranstaltungen für Familien machen die Fasanerie und den Stadtwald zu einem Lern- und Erlebnisort für Menschen jeden Alters. Statt klassischer Vorträge stehen heute das Entdecken, Erforschen und Erleben der Natur im Mittelpunkt.
Wie spannend und abwechslungsreich Natur mit allen Sinnen erlebt und erforscht werden kann, können Kinder und Erwachsene am Samstag, 12. September, von 12 bis 16 Uhr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Umweltbildung und Naturpädagogik in der Fasanerie selbst entdecken. Für Familien und Erwachsene werden im Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie im Laufe des Tages verschiedene Führungen angeboten. Um 13, 14 und 16 Uhr startet jeweils die einstündige „Schnuppertour durch StadtWaldHaus und Fasanerie“, die Familien und alle weiteren Interessierten zu einer ersten Entdeckungstour einlädt. Erwachsene können um 14 oder 16 Uhr bei der „Flunkertour durch die „Fasanerie“ ihr Wissen auf die Probe stellen. Um 15 Uhr berichtet eine Tierpflegerin im Rahmen einer Tierfütterung über ihre tägliche Arbeit. Von 14 bis 16 Uhr dreht sich alles um Spinnen: Besucherinnen und Besucher können die Tiere kennenlernen und beobachten.
Der Waldladen ist an diesem Tag zusätzlich von 12 bis 16 Uhr geöffnet.
Eine Anfahrt ist mit der Straßenbahnlinie 17 Richtung Neu-Isenburg bis Haltestelle Oberschweinstiege möglich. Von dort aus ist das StadtWaldHaus ausgeschildert. Einige wenige Parkplätze finden sich an der Isenburger Schneise. Für Fahrräder sind ausreichend Stellplätze vorhanden. Hunde sind auf dem Gelände und im Haus nicht erlaubt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen finden sich unter stadtwaldhaus-frankfurt.de oder
sind telefonisch unter 069/212-73322 erhältlich.
Für weitere Anliegen können sich Interessierte per E-Mail an
christina.hintze@stadt-frankfurt.de
wenden.
Foto Mit einer Fasanenzucht begann die Geschichte der Fasanerie Frankfurt, Copyright: Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main
ffm. Damwild beobachten, Eulen aus nächster Nähe erleben, den Wald mit allen Sinnen entdecken oder bei einer Führung erfahren, wie ein Ökosystem funktioniert: Seit 50 Jahren vermittelt die Umweltbildung und Naturpädagogik in der Frankfurter Fasanerie Wissen über den Stadtwald und seine Tierwelt. Was 1976 als Lernort für Schulklassen begann, ist heute als Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie eine feste Anlaufstelle für Natur- und Umweltbildung im Stadtwald. Initiator des Projekts war der Biologe Richard Langer, damals zuständig für die forstliche Öffentlichkeitsarbeit. Ziel war es, Kindern Natur nicht nur im Unterricht zu vermitteln, sondern sie direkt im Stadtwald erlebbar zu machen. Am Samstag, 12. September, wird das 50-jährige Bestehen der Umweltbildung und Naturpädagogik in der Fasanerie mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert.
„Wer den Wald kennt, schützt ihn auch. Genau deshalb ist Umweltbildung keine Nebensache, sondern eine Zukunftsaufgabe. Seit 50 Jahren bringt die Bildungsarbeit in der Fasanerie Kinder, Familien und Erwachsene mit der Natur vor der eigenen Haustür in Kontakt – bei Führungen oder Begegnungen mit heimischen Tieren. Gerade jetzt, wo wir die Folgen der Klimakrise und des Artenverlusts unmittelbar spüren, ist dieses Wissen unverzichtbar. Denn wer versteht, wie unsere Ökosysteme funktionieren, erkennt auch, warum ihr Erhalt heute wichtiger denn je ist“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
Aus den ersten Führungen für Schulklassen entwickelte sich über die Jahrzehnte ein vielfältiges Angebot an Umweltbildung und Naturpädagogik. Die heutigen Tiergehege und Volieren gehen auf eine 1954 begonnene Fasanenzucht zurück. Die damals gezüchteten „Insektenvertilger“ wurden im Stadtwald ausgesetzt, um die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgeforsteten Flächen vor starkem Insektenfraß zu schützen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre finden in der Fasanerie zudem verletzte Wildtiere vorübergehend Zuflucht oder ein dauerhaftes Zuhause. Der wachsende Bestand an heimischen Waldtieren – darunter Greifvögel, Wildschweine und Hirsche – machte die Fasanerie zunehmend zu einem beliebten Ausflugsziel für die Frankfurter Bevölkerung. 1976 fanden die ersten Führungen für Schulklassen statt. Später öffnete sich das Gelände für alle Besucherinnen und Besucher. In einer kleinen Blockhütte konnten sich Interessierte zudem über den Stadtwald und seine Ökosysteme informieren. Damit entstand neben den Tiergehegen zunehmend auch ein Ort der Umweltbildung, an dem Wissen über den Stadtwald anschaulich vermittelt und Natur unmittelbar erlebt werden konnte. Mit dem wachsenden Interesse stieß die Blockhütte jedoch bald an ihre räumlichen Grenzen. 1995 wurde sie durch das StadtWaldHaus als forstlich-ökologisches Informationszentrum ersetzt.
Heute gehören StadtWaldHaus und Fasanerie als Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie zur Abteilung StadtForst im Grünflächenamt und sind gemeinsam täglich – außer freitags – geöffnet. Auch die Umweltbildung hat sich über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Führungen, Workshops und Veranstaltungen für Familien machen die Fasanerie und den Stadtwald zu einem Lern- und Erlebnisort für Menschen jeden Alters. Statt klassischer Vorträge stehen heute das Entdecken, Erforschen und Erleben der Natur im Mittelpunkt.
Wie spannend und abwechslungsreich Natur mit allen Sinnen erlebt und erforscht werden kann, können Kinder und Erwachsene am Samstag, 12. September, von 12 bis 16 Uhr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Umweltbildung und Naturpädagogik in der Fasanerie selbst entdecken. Für Familien und Erwachsene werden im Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie im Laufe des Tages verschiedene Führungen angeboten. Um 13, 14 und 16 Uhr startet jeweils die einstündige „Schnuppertour durch StadtWaldHaus und Fasanerie“, die Familien und alle weiteren Interessierten zu einer ersten Entdeckungstour einlädt. Erwachsene können um 14 oder 16 Uhr bei der „Flunkertour durch die „Fasanerie“ ihr Wissen auf die Probe stellen. Um 15 Uhr berichtet eine Tierpflegerin im Rahmen einer Tierfütterung über ihre tägliche Arbeit. Von 14 bis 16 Uhr dreht sich alles um Spinnen: Besucherinnen und Besucher können die Tiere kennenlernen und beobachten.
Der Waldladen ist an diesem Tag zusätzlich von 12 bis 16 Uhr geöffnet.
Eine Anfahrt ist mit der Straßenbahnlinie 17 Richtung Neu-Isenburg bis Haltestelle Oberschweinstiege möglich. Von dort aus ist das StadtWaldHaus ausgeschildert. Einige wenige Parkplätze finden sich an der Isenburger Schneise. Für Fahrräder sind ausreichend Stellplätze vorhanden. Hunde sind auf dem Gelände und im Haus nicht erlaubt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen finden sich unter stadtwaldhaus-frankfurt.de
Foto Mit einer Fasanenzucht begann die Geschichte der Fasanerie Frankfurt, Copyright: Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main