Fotoausstellung von Daniel Brüser belebt Unterführung der City-Galerie
Bild: © Sophie Ament, Stadt Aschaffenburg
Daniel Brüser verwandelt bis Ende April zwei leerstehende Vitrinen in der Unterführung der City-Galerie in eine temporäre Ausstellungsfläche. Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Aschaffenburg präsentiert er dort eine Auswahl seiner fotografischen Arbeiten.
Ziel des Projekts ist es, kleinen, aber sichtbaren Leerständen der Innenstadt kreativ entgegenzuwirken und die Unterführung gestalterisch aufzuwerten. Die kaum noch genutzten Vitrinen verwandeln sich durch die Ausstellung in eine frei zugängliche Galerie im öffentlichen Raum. Mit der Nutzung der leerstehenden Flächen setzt das Projekt ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und eine lebendige Innenstadt.
„Menschen unterwegs“ und „Analoge Fotografie“
Nicht als Porträts oder individuelle Geschichten, sondern als flüchtige Erscheinungen im urbanen Alltag werden „Menschen unterwegs“ gezeigt. Der Fußgängertunnel selbst wird dabei zum Teil des Konzepts: ein Ort des Durchgangs, des kurzen Aufeinandertreffens und Weitergehens. Die Fotografien halten beiläufige Momente fest – Bewegungen, Haltungen, Begegnungen –, die sonst unbeachtet bleiben. Sie laden dazu ein, im Gehen kurz innezuhalten und bewusster hinzusehen.
„Analoge Fotografie“ präsentiert Aschaffenburg und sein Umland in ruhigen, analogen Aufnahmen. Gezeigt werden Landschaften, Architektur, Industrie und Alltagsräume ohne spektakuläre Inszenierung. Der analoge Arbeitsprozess prägt die Bildsprache sichtbar und steht für ein entschleunigtes, bewusstes Sehen. Die Fotografien beobachten, statt zu erklären, und eröffnen Raum für eigene Erinnerungen und Assoziationen.