Frankfurt am Main lädt zur Beteiligung an der kommunalen Wärmeplanung ein
Interessierte können dreißig Tage lang den vorliegenden Entwurf
kommentieren
ffm. Der Magistrat hat am Freitag, 27. März, die öffentliche Einsichtnahme des Berichtsentwurfs der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Frankfurt am Main beschlossen. Bis Donnerstag, 7. Mai, liegt der Entwurf zur öffentlichen Einsichtnahme und Kommentierung aus.
Das unverbindliche Planungsinstrument zeigt, wie eine klimaneutrale, sichere, bezahlbare und sozialverträgliche Wärmeversorgung in der Stadt künftig gestaltet werden kann. Auf Basis umfangreicher Analysen der Dienstleister Fraunhofer IFAM, Mainova, e-think energy research und IREES wurden die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete ermittelt und Maßnahmenvorschläge für eine Wärmewende entwickelt. Der Entwurf macht deutlich: Bis zu 40 Prozent des Wärmeverbrauchs für Raumwärme und Warmwasser können perspektivisch über das Fernwärmenetz gedeckt werden, fast alle anderen Gebiete lassen sich überwiegend dezentral versorgen, etwa mit Wärmepumpen.
„Der vorliegende Entwurf der kommunalen Wärmeplanung für Frankfurt zeigt, wie wir gemeinsam eine klimagerechte, von fossilen Energien möglichst unabhängige Versorgung für die ganze Stadt schaffen können. Die Wärmewende erfordert jedoch nicht nur personellen und finanziellen Einsatz, sondern vor allem strategische Weitsicht über Jahre und Jahrzehnte. Sie ist zugleich eine große Chance, zu zeigen, dass lokale Lösungen funktionieren: nicht gegen, sondern gemeinsam mit den Menschen. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen von der Bundespolitik, damit wir den Umstieg auf erneuerbare und dekarbonisierte Energie- und Wärmequellen weiterhin konsequent vorantreiben können“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
Auf Grundlage der Analysen durch die Dienstleister zeigt der Berichtsentwurf nicht nur die künftigen Wärmeversorgungsgebiete. Die Expertinnen und Experten schlagen zudem mögliche Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende vor, zum Beispiel die Sanierung älterer Gebäude, die Umstellung der Fernwärme auf klimaneutrale Erzeugung und die Schaffung von Nahwärmenetzen. Sozialverträglichkeit und Bezahlbarkeit ist im Berichtsentwurf ebenso ein wichtiges Kriterium.
„Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und wichtigen Stakeholdern ein Zukunftsbild für eine klimaneutrale Wärmeversorgung entwickelt und einen konkreten Plan erarbeitet, wie man dorthin kommen kann“, sagt Projektleiter Marcus Hummel von e-think energy research. „Dabei war unser Ziel, möglichst viele Perspektiven und zentrale Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn sie von allen mitgetragen wird. Deshalb freuen wir uns jetzt auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung.“
Karen Janßen, Projektleiterin vom Fraunhofer IFAM, ergänzt: „Der kommunale Wärmeplan gibt als strategisches Planungsinstrument die möglichen Handlungsstränge der Wärmewende für die nächsten Jahre vor. Eine breite Beteiligung am Wärmeplan ist wichtig, auch für die schnelle Umsetzung erster Maßnahmen und damit für die Erreichung der Klimaneutralität.“
Bis zu dem genannten Stichtag können Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Organisationen im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegung den Berichtsentwurf und eine interaktive Karte mit den voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebieten unter Offenlage – TEAM FRANKFURT KLIMASCHUTZ
einsehen und dazu Stellung nehmen. Zusätzlich liegen der
Berichtsentwurf und die Karte in der „Insel für Klima und
Nachhaltigkeit“ an der Hauptwache aus. Die Öffnungszeiten der
„Insel für Klima und Nachhaltigkeit“ sind Montag, Dienstag,
Donnerstag und Freitag von 10 bis 13, sowie von 13.30 bis 18 Uhr,
Mittwoch von 10 bis 14 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr.
Alle Stellungnahmen und Kommentierungen werden fachlich geprüft und in einem Bericht zusammengefasst.
Nach der Offenlegung wird der Bericht zur kommunalen Wärmeplanung finalisiert und gemeinsam mit dem Bericht zu den Kommentierungen dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach der Beschlussfassung ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant.
Aktuelle Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden sich unter klimaschutz-frankfurt.de/kwp.
Fragen können per E-Mail an
kwp@stadt-frankfurt.de an das
Klimareferat geschickt werden.
Foto Die Grafik zeigt die Karte der Stadt Frankfurt mit den voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebieten, Copyright: Fraunhofer IFAM
Kontakt für die Medien Klimareferat, Telefon 069/212-39193, E-Mail
presse.klimareferat@stadt-frankfurt.de
ffm. Der Magistrat hat am Freitag, 27. März, die öffentliche Einsichtnahme des Berichtsentwurfs der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Frankfurt am Main beschlossen. Bis Donnerstag, 7. Mai, liegt der Entwurf zur öffentlichen Einsichtnahme und Kommentierung aus.
Das unverbindliche Planungsinstrument zeigt, wie eine klimaneutrale, sichere, bezahlbare und sozialverträgliche Wärmeversorgung in der Stadt künftig gestaltet werden kann. Auf Basis umfangreicher Analysen der Dienstleister Fraunhofer IFAM, Mainova, e-think energy research und IREES wurden die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete ermittelt und Maßnahmenvorschläge für eine Wärmewende entwickelt. Der Entwurf macht deutlich: Bis zu 40 Prozent des Wärmeverbrauchs für Raumwärme und Warmwasser können perspektivisch über das Fernwärmenetz gedeckt werden, fast alle anderen Gebiete lassen sich überwiegend dezentral versorgen, etwa mit Wärmepumpen.
„Der vorliegende Entwurf der kommunalen Wärmeplanung für Frankfurt zeigt, wie wir gemeinsam eine klimagerechte, von fossilen Energien möglichst unabhängige Versorgung für die ganze Stadt schaffen können. Die Wärmewende erfordert jedoch nicht nur personellen und finanziellen Einsatz, sondern vor allem strategische Weitsicht über Jahre und Jahrzehnte. Sie ist zugleich eine große Chance, zu zeigen, dass lokale Lösungen funktionieren: nicht gegen, sondern gemeinsam mit den Menschen. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen von der Bundespolitik, damit wir den Umstieg auf erneuerbare und dekarbonisierte Energie- und Wärmequellen weiterhin konsequent vorantreiben können“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
Auf Grundlage der Analysen durch die Dienstleister zeigt der Berichtsentwurf nicht nur die künftigen Wärmeversorgungsgebiete. Die Expertinnen und Experten schlagen zudem mögliche Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende vor, zum Beispiel die Sanierung älterer Gebäude, die Umstellung der Fernwärme auf klimaneutrale Erzeugung und die Schaffung von Nahwärmenetzen. Sozialverträglichkeit und Bezahlbarkeit ist im Berichtsentwurf ebenso ein wichtiges Kriterium.
„Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und wichtigen Stakeholdern ein Zukunftsbild für eine klimaneutrale Wärmeversorgung entwickelt und einen konkreten Plan erarbeitet, wie man dorthin kommen kann“, sagt Projektleiter Marcus Hummel von e-think energy research. „Dabei war unser Ziel, möglichst viele Perspektiven und zentrale Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn sie von allen mitgetragen wird. Deshalb freuen wir uns jetzt auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung.“
Karen Janßen, Projektleiterin vom Fraunhofer IFAM, ergänzt: „Der kommunale Wärmeplan gibt als strategisches Planungsinstrument die möglichen Handlungsstränge der Wärmewende für die nächsten Jahre vor. Eine breite Beteiligung am Wärmeplan ist wichtig, auch für die schnelle Umsetzung erster Maßnahmen und damit für die Erreichung der Klimaneutralität.“
Bis zu dem genannten Stichtag können Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Organisationen im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegung den Berichtsentwurf und eine interaktive Karte mit den voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebieten unter Offenlage – TEAM FRANKFURT KLIMASCHUTZ
Alle Stellungnahmen und Kommentierungen werden fachlich geprüft und in einem Bericht zusammengefasst.
Nach der Offenlegung wird der Bericht zur kommunalen Wärmeplanung finalisiert und gemeinsam mit dem Bericht zu den Kommentierungen dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach der Beschlussfassung ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant.
Aktuelle Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden sich unter klimaschutz-frankfurt.de/kwp
Foto Die Grafik zeigt die Karte der Stadt Frankfurt mit den voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebieten, Copyright: Fraunhofer IFAM
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