Frankfurt am Main stellt weitere orangefarbene Bänke als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
ffm. Nach den ersten beiden orangefarbenen Bänken an der Hauptwache und
auf der Zeil werden in den kommenden Wochen weitere acht Bänke in
Frankfurt aufgestellt. Diese stehen dann in der Brauchbachstraße, am
Baseler Platz, in der Frankenallee, in der Gallusanlage, im
Lotte-Specht-Park, auf dem Paulsplatz und dem Römerberg sowie auf dem
Wiesenhüttenplatz. Die leuchtend orangefarbenen Sitzgelegenheiten sind
Teil der weltweiten UN-Kampagne „Orange the World“ und setzen ein
sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
„Die Bänke mögen für viele nur ein Symbol sein, aber Symbole haben die Kraft, Bewusstsein zu schaffen und Gespräche anzustoßen für eine Gesellschaft, in der Gewalt keinen Platz hat“, betont Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Die jüngsten Ergebnisse der bundesweiten Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigen, wie dringend dieses Zeichen ist: Weniger als zehn Prozent aller Gewalterfahrungen in Deutschland werden angezeigt. Mit den orangefarbenen Bänken machen wir Gewalt an Frauen sichtbar und unübersehbar: Jeden Tag und für jede und jeden.“
Die Bundesregierung hatte im Februar die Ergebnisse der Dunkelfeld-Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) veröffentlicht. In ihr waren über einen Zeitraum von zwei Jahren 15.000 Menschen zu Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften befragt worden.
Laut Studie, sagt die Dezernentin, liege die Anzeigequote bei psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften sogar unter fünf Prozent. Das bedeute, dass 19 von 20 Taten im Verborgenen bleiben. „Die Istanbul-Konvention, die Deutschland ratifiziert hat, verpflichtet uns, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen und präventive Maßnahmen zu stärken. In Frankfurt setzen wir sie konsequent um“, sagt die Dezernentin. Die Stadt arbeitet eng mit Polizei, Justiz und spezialisierten Beratungsstellen zusammen, um Betroffene frühzeitig zu erreichen, Prävention zu stärken und Täter konsequent zur Verantwortung zu ziehen. Eine zentrale Website informiert unter stark-gegen-gewalt-frankfurt.de
über Beratungsstellen und Hilfsangebote in der Stadt. „Gewalt gegen
Frauen und Mädchen ist allgegenwärtig. Sie zeigt sich in körperlichen
Übergriffen, psychischer Erniedrigung, digitaler Belästigung oder
struktureller Benachteiligung. Sie trifft Frauen in allen sozialen
Schichten, Altersgruppen und Lebensbereichen. Gewalt ist kein
Einzelschicksal, sondern ein gesellschaftliches Problem, das auf
Machtungleichheiten und Kontrollansprüchen basiert“, erklärt die
Frauendezernentin. „Unser Ziel muss sein, das Schweigen zu brechen und
die Verantwortung aller zu stärken. Die orangefarbenen Bänke sind mehr
als ein Symbol: Sie fordern uns täglich auf, hinzusehen, hinzuhören
und uns gegen Gewalt zu stellen.“
Die nun insgesamt zehn Bänke tragen den Aufdruck: „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“. Sie laden nicht nur zum Sitzen ein, sondern informieren auch über das Thema Gewalt. Ein QR-Code auf jeder Bank verweist auf Beratungsstellen und Hilfsangebote in Frankfurt. Die Initiative für das Aufstellen der Bänke geht auf den Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhof, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) zurück und wurde von der Werkstatt des Grünflächenamtes umgesetzt.
„Die Bänke mögen für viele nur ein Symbol sein, aber Symbole haben die Kraft, Bewusstsein zu schaffen und Gespräche anzustoßen für eine Gesellschaft, in der Gewalt keinen Platz hat“, betont Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Die jüngsten Ergebnisse der bundesweiten Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigen, wie dringend dieses Zeichen ist: Weniger als zehn Prozent aller Gewalterfahrungen in Deutschland werden angezeigt. Mit den orangefarbenen Bänken machen wir Gewalt an Frauen sichtbar und unübersehbar: Jeden Tag und für jede und jeden.“
Die Bundesregierung hatte im Februar die Ergebnisse der Dunkelfeld-Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) veröffentlicht. In ihr waren über einen Zeitraum von zwei Jahren 15.000 Menschen zu Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften befragt worden.
Laut Studie, sagt die Dezernentin, liege die Anzeigequote bei psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften sogar unter fünf Prozent. Das bedeute, dass 19 von 20 Taten im Verborgenen bleiben. „Die Istanbul-Konvention, die Deutschland ratifiziert hat, verpflichtet uns, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen und präventive Maßnahmen zu stärken. In Frankfurt setzen wir sie konsequent um“, sagt die Dezernentin. Die Stadt arbeitet eng mit Polizei, Justiz und spezialisierten Beratungsstellen zusammen, um Betroffene frühzeitig zu erreichen, Prävention zu stärken und Täter konsequent zur Verantwortung zu ziehen. Eine zentrale Website informiert unter stark-gegen-gewalt-frankfurt.de
Die nun insgesamt zehn Bänke tragen den Aufdruck: „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“. Sie laden nicht nur zum Sitzen ein, sondern informieren auch über das Thema Gewalt. Ein QR-Code auf jeder Bank verweist auf Beratungsstellen und Hilfsangebote in Frankfurt. Die Initiative für das Aufstellen der Bänke geht auf den Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhof, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) zurück und wurde von der Werkstatt des Grünflächenamtes umgesetzt.