Frankfurt besucht Partnerstadt Lviv

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Studienreise zur Resilienz städtischer Infrastrukturen in Kriegszeiten

ffm. Vom 16. bis 19. Februar 2026 ist eine Delegation aus Frankfurt am Main in die Partnerstadt Lviv gereist. Im Mittelpunkt der Studienreise stand das Thema „Resilienz städtischer Infrastrukturen in Kriegszeiten“. Organisiert wurde die Reise von der „Unbroken University“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Lviv im Rahmen des „Unbroken Cities Netzwerks“. Ziel war es, den internationalen Austausch zu vertiefen und von den Erfahrungen einer Stadt im Krieg zu lernen, um die Resilienz Frankfurts und europäischer Städte weiter zu stärken.

Oberbürgermeister Mike Josef hatte bereits am 4. November 2025 im Römer einen „Letter of Intent“ für die Mitarbeit der Stadt Frankfurt am Main im „Unbroken Cities Network“ unterzeichnet. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, das ukrainische Gesundheitssystem durch den Austausch von Expertinnen und Experten, zu unterstützen sowie innovative Lösungen voneinander zu lernen und eine Gemeinschaft internationaler Städte mit gemeinsamer Kommunikationsplattform aufzubauen. An der Studienreise nahmen zudem städtische Vertreterinnen und Vertreter aus Belgien, Estland, Litauen, Finnland und den USA teil.

Oberbürgermeister Josef sagte: „Die Eindrücke meines Besuches im September 2024 in unserer Partnerstadt Lviv stehen mir noch sehr lebendig vor Augen. Ich war tief beeindruckt, wie die Menschen in der Ukraine den Kriegsalltag meistern. Lviv ist das Rückgrat der westlichen Ukraine. Neben den vielen Binnenvertriebenen muss die Stadtverwaltung Verletzte versorgen, Kriegsschäden beseitigen. Es war beeindruckend zu sehen wie agil die Menschen in unserer Partnerstadt mit den täglich neuen Herausforderungen des Kriegsalltags umgehen. Deshalb waren mein Amtskollege Bürgermeister Andriy Sadovyy und ich uns einig, dass wir auch in diesem Bereich den Austausch fördern müssen. Diese Partnerschaft auf Augenhöhe zeigt, dass der internationale Erfahrungsaustausch besonders in Europa Städte resilienter und effizienter macht.“

Die Stadt Frankfurt am Main war vertreten durch den Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Peter Tinnemann, sowie den Direktor der Branddirektion, Markus Röck, mit einem Team. Vor Ort erhielten sie wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze in Lviv. Erst am 7. Februar war die Energieinfrastruktur in der Region Lviv bei einem schweren Angriff beschädigt worden.

„Wir sind beeindruckt von der Fähigkeit der Stadt Lviv, selbst unter Kriegsbedingungen internationale Veranstaltungen zu organisieren, und von ihrem großen Interesse, ihr Wissen mit Partnerstädten zu teilen. Am 24. Februar jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal. Mit unserer engen Städtepartnerschaft mit Lviv setzt Frankfurt am Main ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt und Stärke“, sagte die Dezernentin für Internationales, Eileen O’Sullivan.