Frankfurt nutzt digitale Lösungen
Ressourcen schonen, Kosten sparen und Bürgerservice verbessern
ffm. Die Stadt Frankfurt hat in drei Teilprojekten mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation digitale Technologien eingesetzt, um Ressourcen zu schonen, Kosten zu sparen und den Bürgerservice zu verbessern. Hierfür wurden die drei Teilprojekte „Smartes Wassermanagement“, „Straßen für alle“ und „Open Library“ mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro geplant und umgesetzt. Ursprünglich war das Projekt mit fast 2 Millionen Euro eingeplant gewesen. Die jeweiligen Projektziele konnten jedoch mit geringeren Aufwendungen erreicht werden. 90 Prozent der Kosten wurden beziehungsweise werden vom Land Hessen übernommen.
„Mit diesen Projekten zeigt Frankfurt, wie Digitalisierung direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt: durch effizientere Verwaltung, intelligente Umweltüberwachung und einen flexiblen Zugang zu Bildungsangeboten. Genau solche Vorhaben stärkt das Land Hessen, weil sie Lebensqualität erhöhen und kommunale Angebote modernisieren“, sagt Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus.
Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Digitales, sagt: „Die inhaltliche Spannbreite der Projekte zeigt, dass digitale Lösungen in praktisch jedem Lebensbereich einen Mehrwert bieten können. Von der smarten Bewässerung über die Straßeninstandhaltung bis hin zu verbesserten Bildungsangeboten für die Bürgerinnen und Bürger. In diesen Projekten geht es aber nicht nur darum, konkrete Projektergebnisse zu erzielen. Es geht auch darum einen Kulturwandel bei der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung hin zu einer stärkeren bereichs- und dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit zu fördern, um die besten Ergebnisse für die Stadt Frankfurt zu erzielen.“
Ziel des Projekts „Smartes Wassermanagement“, in dem die Stabsstelle Digitalisierung, das Umweltamt, das Grünflächenamt und die Stadtentwässerung Frankfurt zusammengearbeitet haben, war der Aufbau eines digitalen Wassermanagements, welches aus vier fachlichen und zwei übergreifenden Teilprojekten besteht. Im ersten Teilprojekt wurden 15 Grundwassermessstellen mit Sensoren zur digitalen Messung und Übertragung von Grundwasserständen ausgestattet. Dies dient in erster Linie der Verbesserung der Gewässerüberwachung. Langfristig soll die Ausweitung auf weitere Grundwassermessstellen geprüft werden. Im zweiten Teilprojekt wurden zusätzlich Bodenfeuchte- und Niederschlagssensoren verbaut, um den Einfluss von Niederschlag und Vegetation auf den Grundwasserpegel zu messen. Im dritten Teilprojekt wird durch entsprechende Sensoren die Wasserqualität digital gemessen – insbesondere, wie sich diese bei der Einleitung von Regenwasser in Folge von Starkregenereignissen verändert. Im vierten Teilprojekt wird durch den Einsatz von smarten Rattenboxen der Gifteintrag in der Kanalisation minimiert. Zusätzlich zu diesen vier fachlichen Teilprojekten gibt es noch zwei weitere übergreifende Teilprojekte. Zum einen wurden die verschiedenen Sensoren in ein LoRaWAN-Funknetzwerk eingebunden. Die ermöglicht es, die Daten zu übertragen und auf Dashboards zu visualisieren, sodass sie von den entsprechenden Fachleuten ausgewertet werden können. Zum anderen wurde das Projekt insbesondere bezüglich der Messung der Wasserqualität wissenschaftlich begleitet.
Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez betont: „Ein nachhaltiger Umgang mit unseren Wasserressourcen und eine wasserbewusste Siedlungsentwicklung können nur gelingen, wenn wir ressortübergreifend zusammenarbeiten. Die digitale Datenerhebung und der Zugriff auf eine gemeinsame Datenbasis bilden eine wichtige Grundlage hierfür. Digitale Mess- und Analysesysteme ermöglichen uns, Veränderungen schneller zu erkennen und zielgerichtet darauf reagieren zu können, um Frankfurt insgesamt widerstandsfähiger gegen Klimafolgen zu machen. Das ist ein entscheidender Schritt für ein zukunftsorientiertes Umweltmanagement.“
Beim Projekt „Straßen für alle“, das vom Amt für Straßenbau und Erschließung durchgeführt und von der Stabsstelle Digitalisierung unterstützt wurde, geht es um die automatisierte Straßenzustandserfassung. Durch Befahrungen mit sogenannten Scan Cars in zwei Pilotgebieten und die Einführung einer modernen Straßenerhaltungssoftware können Straßenschäden frühzeitig erkannt werden, sodass sich diese durch eine rechtzeitige Sanierung erst gar nicht zu kostenintensiven Schadstellen entwickeln. Der Prozess der bisherigen manuellen Inspektion und Dokumentation ist aufwendig und zeitintensiv und wurde daher durch eine digitale Lösung ergänzt, die es ermöglicht, jederzeit aktuelle Bilder und Zustandsbewertungen des Straßennetzes zu erhalten. Schlaglöcher, Risse oder Ausbrüche auf der Straße können dabei automatisch erkannt, analysiert und in verschiedene Schadenskategorien unterschieden werden. Auf diese Weise soll die Verkehrssicherheit verbessert, der Ressourceneinsatz optimiert und Kostenschätzungen vereinfacht werden. Die Projektthematik soll ab Anfang 2026 stadtweit ausgerollt werden. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert betont: „Die digitale Transformation im Infrastrukturausbau ist angesichts des Fachkräftemangels unumgänglich – und auch schon im Gange, etwa mit kollaborativen Methoden wie Building Information Modelling (BIM) und dem Einsatz von KI bei unseren Kanalprüfungen. Bei der Digitalisierung der Straßenzustandserfassung erweisen sich Geodaten als der Schlüssel zur Zukunft, weil sie datengestützte Entscheidungen ermöglichen – damit auch Schlaglöcher der Vergangenheit angehören.“
Ziel des Projekts „Open Library“, das von der Stadtbücherei durchgeführt und von der Stabsstelle Digitalisierung unterstützt wurde, ist es, den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Bibliotheken außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu ermöglichen – und das ganz ohne zusätzliches Personal. In der „Open Library“ erhalten die Menschen mithilfe ihres Bibliotheksausweises als digitalen Schlüssel Zugang zu ihrer Bibliothek. „Wir nutzen damit die Möglichkeiten der Digitalisierung, um den Bibliotheksnutzer:innen längere Öffnungszeiten zu bieten und den Zugang auch in den Abendstunden zu ermöglichen. Das ist ein Service, der hoffentlich viele motiviert, ihre Stadtteilbibliothek öfter zu nutzen. Damit machen wir die Bibliothek zu einem sozialen Treffpunkt im Quartier. Und wir bieten mit der Open Library mehr Bibliothek für alle“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber.
Über das Medienangebot hinaus wird die Bibliothek so zum kulturellen Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger: Lesekreise, Lernzirkel sowie die Ausleihe und Rückgabe von Bibliotheksmedien mithilfe von Selbstbedienautomaten sowie die Bezahlung von Gebühren an Kassenautomaten können ohne Personal in den Bibliotheksräumen stattfinden. Umgesetzt wird dieses Konzept zunächst in zwei Stadtteilbibliotheken in Bockenheim und in der Nordweststadt, die nach entsprechender Schulung des Personals voraussichtlich ab Februar 2026 diesen neuen Service anbieten werden. Durch die „Open Library“ sollen neue Zielgruppen erschlossen, die Kundenzufriedenheit erhöht und die Besuchs- und Ausleihzahlen gesteigert werden.
ffm. Die Stadt Frankfurt hat in drei Teilprojekten mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation digitale Technologien eingesetzt, um Ressourcen zu schonen, Kosten zu sparen und den Bürgerservice zu verbessern. Hierfür wurden die drei Teilprojekte „Smartes Wassermanagement“, „Straßen für alle“ und „Open Library“ mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro geplant und umgesetzt. Ursprünglich war das Projekt mit fast 2 Millionen Euro eingeplant gewesen. Die jeweiligen Projektziele konnten jedoch mit geringeren Aufwendungen erreicht werden. 90 Prozent der Kosten wurden beziehungsweise werden vom Land Hessen übernommen.
„Mit diesen Projekten zeigt Frankfurt, wie Digitalisierung direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt: durch effizientere Verwaltung, intelligente Umweltüberwachung und einen flexiblen Zugang zu Bildungsangeboten. Genau solche Vorhaben stärkt das Land Hessen, weil sie Lebensqualität erhöhen und kommunale Angebote modernisieren“, sagt Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus.
Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Digitales, sagt: „Die inhaltliche Spannbreite der Projekte zeigt, dass digitale Lösungen in praktisch jedem Lebensbereich einen Mehrwert bieten können. Von der smarten Bewässerung über die Straßeninstandhaltung bis hin zu verbesserten Bildungsangeboten für die Bürgerinnen und Bürger. In diesen Projekten geht es aber nicht nur darum, konkrete Projektergebnisse zu erzielen. Es geht auch darum einen Kulturwandel bei der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung hin zu einer stärkeren bereichs- und dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit zu fördern, um die besten Ergebnisse für die Stadt Frankfurt zu erzielen.“
Ziel des Projekts „Smartes Wassermanagement“, in dem die Stabsstelle Digitalisierung, das Umweltamt, das Grünflächenamt und die Stadtentwässerung Frankfurt zusammengearbeitet haben, war der Aufbau eines digitalen Wassermanagements, welches aus vier fachlichen und zwei übergreifenden Teilprojekten besteht. Im ersten Teilprojekt wurden 15 Grundwassermessstellen mit Sensoren zur digitalen Messung und Übertragung von Grundwasserständen ausgestattet. Dies dient in erster Linie der Verbesserung der Gewässerüberwachung. Langfristig soll die Ausweitung auf weitere Grundwassermessstellen geprüft werden. Im zweiten Teilprojekt wurden zusätzlich Bodenfeuchte- und Niederschlagssensoren verbaut, um den Einfluss von Niederschlag und Vegetation auf den Grundwasserpegel zu messen. Im dritten Teilprojekt wird durch entsprechende Sensoren die Wasserqualität digital gemessen – insbesondere, wie sich diese bei der Einleitung von Regenwasser in Folge von Starkregenereignissen verändert. Im vierten Teilprojekt wird durch den Einsatz von smarten Rattenboxen der Gifteintrag in der Kanalisation minimiert. Zusätzlich zu diesen vier fachlichen Teilprojekten gibt es noch zwei weitere übergreifende Teilprojekte. Zum einen wurden die verschiedenen Sensoren in ein LoRaWAN-Funknetzwerk eingebunden. Die ermöglicht es, die Daten zu übertragen und auf Dashboards zu visualisieren, sodass sie von den entsprechenden Fachleuten ausgewertet werden können. Zum anderen wurde das Projekt insbesondere bezüglich der Messung der Wasserqualität wissenschaftlich begleitet.
Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez betont: „Ein nachhaltiger Umgang mit unseren Wasserressourcen und eine wasserbewusste Siedlungsentwicklung können nur gelingen, wenn wir ressortübergreifend zusammenarbeiten. Die digitale Datenerhebung und der Zugriff auf eine gemeinsame Datenbasis bilden eine wichtige Grundlage hierfür. Digitale Mess- und Analysesysteme ermöglichen uns, Veränderungen schneller zu erkennen und zielgerichtet darauf reagieren zu können, um Frankfurt insgesamt widerstandsfähiger gegen Klimafolgen zu machen. Das ist ein entscheidender Schritt für ein zukunftsorientiertes Umweltmanagement.“
Beim Projekt „Straßen für alle“, das vom Amt für Straßenbau und Erschließung durchgeführt und von der Stabsstelle Digitalisierung unterstützt wurde, geht es um die automatisierte Straßenzustandserfassung. Durch Befahrungen mit sogenannten Scan Cars in zwei Pilotgebieten und die Einführung einer modernen Straßenerhaltungssoftware können Straßenschäden frühzeitig erkannt werden, sodass sich diese durch eine rechtzeitige Sanierung erst gar nicht zu kostenintensiven Schadstellen entwickeln. Der Prozess der bisherigen manuellen Inspektion und Dokumentation ist aufwendig und zeitintensiv und wurde daher durch eine digitale Lösung ergänzt, die es ermöglicht, jederzeit aktuelle Bilder und Zustandsbewertungen des Straßennetzes zu erhalten. Schlaglöcher, Risse oder Ausbrüche auf der Straße können dabei automatisch erkannt, analysiert und in verschiedene Schadenskategorien unterschieden werden. Auf diese Weise soll die Verkehrssicherheit verbessert, der Ressourceneinsatz optimiert und Kostenschätzungen vereinfacht werden. Die Projektthematik soll ab Anfang 2026 stadtweit ausgerollt werden. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert betont: „Die digitale Transformation im Infrastrukturausbau ist angesichts des Fachkräftemangels unumgänglich – und auch schon im Gange, etwa mit kollaborativen Methoden wie Building Information Modelling (BIM) und dem Einsatz von KI bei unseren Kanalprüfungen. Bei der Digitalisierung der Straßenzustandserfassung erweisen sich Geodaten als der Schlüssel zur Zukunft, weil sie datengestützte Entscheidungen ermöglichen – damit auch Schlaglöcher der Vergangenheit angehören.“
Ziel des Projekts „Open Library“, das von der Stadtbücherei durchgeführt und von der Stabsstelle Digitalisierung unterstützt wurde, ist es, den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Bibliotheken außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu ermöglichen – und das ganz ohne zusätzliches Personal. In der „Open Library“ erhalten die Menschen mithilfe ihres Bibliotheksausweises als digitalen Schlüssel Zugang zu ihrer Bibliothek. „Wir nutzen damit die Möglichkeiten der Digitalisierung, um den Bibliotheksnutzer:innen längere Öffnungszeiten zu bieten und den Zugang auch in den Abendstunden zu ermöglichen. Das ist ein Service, der hoffentlich viele motiviert, ihre Stadtteilbibliothek öfter zu nutzen. Damit machen wir die Bibliothek zu einem sozialen Treffpunkt im Quartier. Und wir bieten mit der Open Library mehr Bibliothek für alle“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber.
Über das Medienangebot hinaus wird die Bibliothek so zum kulturellen Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger: Lesekreise, Lernzirkel sowie die Ausleihe und Rückgabe von Bibliotheksmedien mithilfe von Selbstbedienautomaten sowie die Bezahlung von Gebühren an Kassenautomaten können ohne Personal in den Bibliotheksräumen stattfinden. Umgesetzt wird dieses Konzept zunächst in zwei Stadtteilbibliotheken in Bockenheim und in der Nordweststadt, die nach entsprechender Schulung des Personals voraussichtlich ab Februar 2026 diesen neuen Service anbieten werden. Durch die „Open Library“ sollen neue Zielgruppen erschlossen, die Kundenzufriedenheit erhöht und die Besuchs- und Ausleihzahlen gesteigert werden.