Frankfurt RheinMain präsentiert Zukunftsthemen auf der MIPIM 2026

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Mit aktuellen Investitionen, innovativen Stadtentwicklungsprojekten und der wachsenden Bedeutung digitaler Infrastruktur im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz präsentiert sich die Region Frankfurt RheinMain vom 10. bis 13. März auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes. Am Gemeinschaftsstand R7.G20 in der Halle Riviera diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Immobilienbranche zentrale Zukunftsthemen des Standorts vor internationalem Fachpublikum. Insgesamt 15 Standpartner geben Einblicke in Projekte, Strategien und Entwicklungen und zeigen, welche Innovationskraft die Immobilienbranche in Frankfurt RheinMain prägt.

Den offiziellen Auftakt des Messeauftritts bildete am Dienstag, 10. März, die Eröffnung des Gemeinschaftsstandes durch Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, sowie Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Gemeinsam mit den 15 Standpartnern präsentieren sie auf der Messe aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Immobilien- und Stadtentwicklung in der Region Frankfurt RheinMain.

Investitionen, Infrastruktur und wirtschaftliche Dynamik

Am ersten Messetag stand neben dem Wohnungsbau auch die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Frankfurt am Main im Mittelpunkt. Im ersten Panel diskutierten Wirtschaftsdezernentin Wüst und Planungsdezernent Gwechenberger gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern Frankfurter Unternehmen über aktuelle Investitionen in Infrastruktur, Industrie und Gewerbeimmobilien. Anhand konkreter Praxisbeispiele wurde deutlich, dass sich Frankfurt auch im internationalen Wettbewerb um Unternehmensstandorte erfolgreich behaupten kann. Gleichzeitig investiert die öffentliche Hand gezielt in zentrale Infrastrukturprojekte – etwa in den Ausbau des Frankfurt Airport, insbesondere Terminal 3, in wichtige Schienenprojekte sowie in die Energieversorgung –, um langfristig verlässliche und leistungsfähige Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investoren zu schaffen.

Wüst sagte: „Frankfurt am Main gehört zu den dynamischsten Wirtschaftsstandorten Europas. Unsere Stärke liegt in der Verbindung aus internationaler Vernetzung, leistungsfähiger Infrastruktur und einer vielfältigen Unternehmenslandschaft – von globalen Konzernen bis hin zu innovativen Start-ups. Die MIPIM ist für uns eine wichtige Plattform, um diese Standortqualitäten sichtbar zu machen und den Dialog mit internationalen Investoren zu vertiefen. In unserem Panel wurde deutlich, wie groß das Interesse internationaler Unternehmen ist, langfristig in Frankfurt zu investieren und ihre Präsenz hier weiter auszubauen – etwa bei Siemens und Sanofi. Frankfurt bietet verlässliche Rahmenbedingungen, eine leistungsfähige Infrastruktur und hohe Planungssicherheit – wichtige Voraussetzungen für nachhaltige Investitionen und weiteres wirtschaftliches Wachstum.”

Gwechenberger stellte auf der MIPIM aktuelle Wohnungsbauprojekte und Gewerbeflächenentwicklungen in Frankfurt vor. Neben dem neuen Frankfurter „Stadtteil der Quartiere“ im Nordwesten, der Wohnraum für 17.000 Menschen bieten soll, ging es unter anderem um das Hilgenfeld, das Schönhofviertel und aktuelle Konversionsprojekte. Dabei machte er deutlich, dass eine zukunftsfähige Stadtentwicklung nicht nur neuen Wohnraum schafft, sondern auch gezielt Flächen für Wirtschaft, Industrie und Handwerk sichert.

Gwechenberger sagte: „Gute Quartiere brauchen Mischung. Neben dringend benötigtem Wohnraum schaffen wir daher in verschiedenen Quartieren auch Raum für Bildung, Kultur, Gewerbe und Handwerk. In einer Phase wirtschaftlicher Transformation geht es auch darum, bestehende Flächen gezielt weiterzuentwickeln und mit unserer strategischen Stadtentwicklungspolitik verlässliche Perspektiven für Industrie, Produktion, Gewerbe und Handwerk zu schaffen. Beispiele dafür sind Standorte wie der Industriepark Höchst und Westside in Griesheim, wo zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen können. Ergänzend sollen Produktive Quartiere im Gutleut und im Neuen Stadtteil dazu beitragen, insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen Perspektiven zu schaffen. Damit tragen wir zu einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur bei.“

Stadtentwicklung und Hochhausstrategie im Fokus

Am Mittwoch, 11. März, widmete sich ein weiteres Panel mit Stephanie Wüst der zukünftigen Entwicklung Frankfurts. Unter dem Titel „The City of Future – Frankfurt am Main als Best Practice for High-Rise Development and Vibrant City Life“ diskutierten Expertinnen und Experten über die Rolle moderner Hochhausentwicklung, die Transformation der Innenstadt sowie über neue Nutzungskonzepte für urbane Räume.

Frankfurt gilt als einer der dynamischsten Büroimmobilienmärkte Europas. Im Jahr 2025 erreichte der Büroflächenumsatz mit rund 580.000 Quadratmetern ein außergewöhnlich hohes Niveau. Besonders hochwertige Flächen in zentralen Lagen bleiben stark nachgefragt. Planungsinstrumente wie der Hochhausentwicklungsplan Frankfurt 2024 schaffen dafür wichtige Grundlagen und ermöglichen eine gezielte Weiterentwicklung der Skyline.

Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes, betonte die langfristige Strategie der Stadt Frankfurt für eine qualitätsvolle und verlässliche Hochhausentwicklung: „Frankfurt gehört zu den wenigen europäischen Städten mit einer klaren und langfristig angelegten Hochhausstrategie. Mit dem Hochhausentwicklungsplan 2024 schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und eine qualitätsvolle Weiterentwicklung der Skyline. Gleichzeitig legen wir größten Wert auf nachhaltige Gebäude, Nutzungsmischung und eine stärkere Verbindung der Hochhäuser mit dem öffentlichen Raum. So entsteht eine Hochhausentwicklung, die wirtschaftliche Dynamik mit urbaner Lebensqualität verbindet und Frankfurt auch künftig als international gefragten Standort stärkt.“

Gleichzeitig gewinnt die Transformation der Innenstadt weiter an Bedeutung. Mit Initiativen wie dem Masterplan Erlebniscity sowie einem strategischen Leerstandsmanagement der Wirtschaftsförderung Frankfurt arbeitet die Stadt daran, neue Nutzungen für zentrale Lagen zu erschließen und die Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Dienstleistungen und Freizeitangeboten nachhaltig zu stärken.

Digitale Infrastruktur und Rechenzentren als Zukunftsthema

Am Mittwoch, 11. März, stand zudem die Rolle von Datacenter im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Fokus. Frankfurt RheinMain gilt als wichtigster Rechenzentrumsstandort Deutschlands und zählt zu den bedeutendsten Internetknoten der Welt. Eine Studie im Auftrag des Projektkonsortiums aus Hessen Trade and Invest (HTAI), Regionalverband FrankfurtRheinMain, Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main und Wirtschaftsförderung Frankfurt aus dem vergangenen Jahr zeigt erstmals, welche wirtschaftlichen Effekte die Branche für die Region hat und welche Herausforderungen gleichzeitig entstehen – etwa beim Flächenbedarf oder beim Energieverbrauch. Stadträtin Wüst stellte die zentralen Ergebnisse vor.

Darüber hinaus gab ein Vortrag der Immobilien Zeitung Einblicke in neue Ansätze datenbasierter Marktanalysen und deren Bedeutung für strategische Immobilienentscheidungen.

Grieb zeigte sich zufrieden mit den ersten beiden Messetagen: „Die MIPIM ist für Frankfurt RheinMain eine zentrale Bühne im internationalen Wettbewerb der Standorte. Unser Gemeinschaftsstand war in den ersten beiden Tagen durchgehend sehr gut besucht – das zeigt das große Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Region und unserem vielseitigen Programm. Besonders wertvoll sind für uns die vielen Gespräche mit internationalen Investoren und Branchenvertretern sowie die Einblicke in neue Trends rund um Immobilienmärkte, die wir hier aus erster Hand mitnehmen können.“

Internationale Plattform für Austausch und Investitionen

Die MIPIM in Cannes gilt als eine der wichtigsten internationalen Veranstaltungen der Immobilienbranche. In diesem Jahr werden erneut über 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 90 Ländern erwartet. Für die Region Frankfurt RheinMain bietet die Messe eine zentrale Plattform, um aktuelle Projekte vorzustellen, internationale Kontakte zu pflegen und neue Investitionen anzustoßen.

Ebenfalls auf der MIPIM vertreten und am Stand der Region anzutreffen ist Eric Menges, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain GmbH International Marketing of the Region, die sich als Kooperationspartner des diesjährigen Messeauftritts einbringt. Darüber hinaus ist IHK-Präsident Ulrich Caspar vor Ort.

Weitere Informationen zum Programm des Gemeinschaftsstandes Frankfurt RheinMain finden sich unter frankfurt-business.net/mipim .   Fotos Sie waren bei der MIPIM 2026 dabei (v.l.): Bernhard Grieb, Stephanie Wüst, Marcus Gwechenberger, Sandra Müller, Kerstin Herd und Ansgar Roese, Copyright: F. Aschenbrenner/M. Joppen GmbH 

Die Außenterrasse des Gemeinschaftsstandes Frankfurt RheinMain, Copyright: F. Aschenbrenner/M. Joppen GmbH