Frankfurt sagt Danke: Startschuss für das „Jahr des Engagements“

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Sie trainieren Jugendmannschaften, organisieren Nachbarschaftshilfe, engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr oder begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen: Tausende Ehrenamtliche prägen das Leben in Frankfurt am Main jeden Tag – oft im Hintergrund, aber mit großer Wirkung. Mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus Römer am Dienstag, 17. März, hat die Stadt Frankfurt nun das „Jahr des Engagements“ eröffnet. Botschafterinnen und Botschafter aus Sport, der Blaulichtfamilie, Bildung, Kultur und sozialen Einrichtungen berichteten dabei von ihrem Engagement für Frankfurt. Mit dem „Jahr des Engagements“ rückt Frankfurt den Einsatz aller Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler in den Mittelpunkt.

Oberbürgermeister Mike Josef betonte die Bedeutung freiwilligen Engagements für das Zusammenleben in der Stadt: „Was macht uns wirklich glücklich? Es ist das, was wir für andere tun, wenn wir füreinander da sind. Der ehrenamtliche Einsatz für unsere Stadt muss noch stärker gewürdigt werden. Nicht nur mit Worten, auch mit Taten. Darum haben wir die Kontingentierung der Ehrenamtskarte aufgehoben und wollen noch mehr Menschen dafür begeistern, sich einzubringen.“

Auch Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner unterstrich den Wert des Ehrenamts: „Wenn wir uns im Ehrenamt engagieren, ist das kein Opfer, das wir bringen“. Ein Ehrenamt sei ein gegenseitiges Geschenk. „Ehrenamtliche schenken Zeit und Kompetenzen und sie bekommen Sinn, Anerkennung und Gemeinschaft zurück.“ Junge Menschen, sagte Arslaner, sammelten im Ehrenamt wichtige Erfahrungen und auch Kompetenzen für Ausbildung und Beruf, Ältere merkten, wie sehr sie noch gebraucht würden. [Bild: Sie waren bei der Pressekonferenz zum Auftakt des „Jahres des Engagements“: Die Botschafterinnen und Botschafter der Kampagne, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel ] Organisiert und verantwortet wird das „Jahr des Engagements“ vom Fachbereich Ehrenamt in der Stabsstelle Bürgerinnen- und Bürgerbüro, Ehrenamt und Deutscher Städtetag der Stadt Frankfurt, die direkt im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt ist. Sie vernetzt Engagierte, informiert über Beratungsangebote und bietet mit der Ehrenamtsmesse für Initiativen und Vereine die Möglichkeit, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen und Interessierte über die Arbeit zu informieren.

Ein Ziel des Kampagnenjahres ist es, ehrenamtliche Arbeit noch sichtbarer in der Stadt zu machen, sie wertzuschätzen. Josef sagte: „Wir laden darum alle ehrenamtlich Aktiven ein, an unserem Fotowettbewerb teilzunehmen. Mit Barbara Klemm konnten wir für die Jury eine renommierte Fotografin gewinnen, die mit ihrer Expertise und einem besonderen Blick auf die Einsendungen urteilen wird.“ Zu gewinnen gibt es besondere Preise, darunter eine Zeppelin-Fahrt für vier Personen inklusive eines Blicks hinter die Kulissen des Energieversorgers Mainova, eine exklusive Fahrt im Ebbelwoi-Express für 30 Personen, den Besuch der städtischen Loge im Deutsche Bank Park bei einem Heimspiel von Eintracht Frankfurt sowie zwei Erlebnisgutscheine der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES).

Organisationen können sich zudem ab sofort für die Walter Möller-Plakette für bürgerschaftliches Engagement bewerben. Die Auszeichnung würdigt Engagement, das Brücken baut. Brücken aus Gemeinschaft und Solidarität. Sie zeichnet Gruppen, Initiativen und Vereine aus, die das Gemeinwohl in Frankfurt nachhaltig prägen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro, Einsendeschluss ist der 30. Juni.

Passend zum „Jahr des Engagements“ wird am 12. September wieder die Ehrenamtsmesse im Römer stattfinden. Dies ist die ideale Plattform, um sich über verschiedene Möglichkeiten des Engagements an über 50 Projektständen und beim Ehrenamts-Speeddating zu erkundigen. Im Kampagnenjahr wird es dort auch für bereits Aktive spannende Informationsangebote und Vorträge geben. Wer mit seinem Verein oder seiner Organisation dabei sein möchte, kann sich bis zum 31. Mai um einen Platz bewerben.

Ein weiterer Höhepunkt des Kampagnenjahrs ist die Verleihung des Frankfurter Bürgerpreises. Die Auszeichnung wird bereits zum 19. Mal von der Stadt Frankfurt gemeinsam mit der Stiftung der Frankfurter Sparkasse vergeben. Der Bürgerpreis zeichnet Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Projekte aus, die sich in ganz besonderer Weise für ihre Mitmenschen einsetzen. Eine Bewerbung ist bis zum 31. Mai möglich. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, betonte: „Ehrenamtliches Engagement ist eine der wichtigsten Säulen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Daher vergeben wir gemeinsam mit der Stadt den Frankfurter Bürgerpreis, der in diesem Jahr sogar mit Preisgeldern in Höhe von 15.000 Euro dotiert ist.“

Neben der Stiftung der Frankfurter Sparkasse unterstützen weitere Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft das „Jahr des Engagements“. Dazu zählt auch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Professor Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, sagte bei der Auftaktveranstaltung: „Zivilgesellschaftliches Engagement ist das Fundament einer starken Stadtgesellschaft. Menschen, die sich für andere einsetzen, geben unserer Stadt Herz, Kraft und Zusammenhalt. Sie verleihen Frankfurt Flügel – oft ganz leise, aber mit großer Wirkung – und zeigen, wie viel im Miteinander möglich ist. Dieses Engagement sichtbar zu machen, wertzuschätzen und zu weiterem Engagement anzustiften, ist unser Ziel für das Jahr des Engagements.”

Als Kooperationspartner mit dabei sind außerdem die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und die Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK). So soll im Kampagnenjahr auch das ehrenamtliche Engagement in Wirtschaft, Handel und Handwerk stärker in den Fokus rücken. Bei einer Veranstaltung zum Unternehmensengagement geht es um Best-Practice-Beispiele und die Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Freiwilligenlandschaft.

Stefan Ehinger, Vizepräsident der Handwerkskammer, sagte: „Das Ehrenamt im Handwerk hat eine ganz besondere Qualität: Die ehrenamtlich engagierten Handwerkerinnen und Handwerker investieren nicht nur ihre Freizeit, sondern auch ihr Fachwissen und ihre unternehmerische Erfahrung in die Selbstverwaltung und in die Nachwuchsförderung. Damit ist Ehrenamt im Handwerk unmittelbar mit unternehmerischer Verantwortung, beruflicher Bildung und regionaler Wertschöpfung verbunden. Nach dem Motto ,Nicht nur meckern, sondern machen‘ gestalten wir ganz konkret die Zukunft unserer Wirtschaft mit. Viele Handwerkerinnen und Handwerker übernehmen darüber hinaus in ihren Gemeinden Verantwortung – ob im Sportverein, in der Kommunalpolitik oder bei der Freiwilligen Feuerwehr – und leisten einen weiteren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses doppelte Engagement zeigt, wie tief das Handwerk in unseren Regionen verwurzelt ist und wie sehr es unsere Gesellschaft insgesamt stärkt.“

IHK-Vizepräsident Oliver Schwebel ergänzte: „Ehrenamtliches Engagement zeigt, dass unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen. Wenn sich Fachleute der Wirtschaft in Gremien oder Prüfungsinstanzen einer IHK engagieren, stärken sie nicht nur junge Talente, sondern langfristig auch die regionale Wirtschaft und sichern die Wettbewerbsfähigkeit.“

Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, sagte: „Unsere Gesellschaft lebt vom Einsatz ihrer Bürgerinnen und Bürger. Das ‚Jahr des Engagements‘ zeigt, wie viel Kraft in diesem Einsatz steckt – für unsere Stadt, für die Menschen und für die Zukunft unseres Standorts. Als Mainova unterstützen wir das ehrenamtliche Engagement bewusst, weil es den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und unsere Heimatregion lebenswertmacht. Davon profitieren auch die Unternehmen, die hier tätig sind.“

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie Bilder und Geschichten der Kampagnenbotschafterinnen und -botschafter finden sich unter engagement-ffm.de .

Fotos

Sie waren bei der Pressekonferenz zum Auftakt des „Jahres des Engagements“: Die Botschafterinnen und Botschafter der Kampagne, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Alle Beteiligten, inklusive Sponsoren und Testimonials, der Kampagne „Jahr des Engagements“, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Das Logo für das „Jahr des Engagements“, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Kontakt für die Medien Greta Schima, Projektleiterin „Jahr des Engagements“, Stabstelle Bürgerinnen- und Bürgerbüro, Ehrenamt und Deutscher Städtetag, Telefon 069/212-38614 , E-Mail greta.schima@stadt-frankfurt.de