Frankfurt stärkt den geförderten Wohnungsbau: Sozialwohnungsbestand wächst erstmals seit Jahrzehnten
Jahresbericht 2025 zeigt positive Entwicklung bei Sozialwohnungen und
Förderprogrammen, Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch
ffm. Das Dezernat für Planen und Wohnen hat am Montag, 22. Juni, gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Wohnungswesen die Bilanz des geförderten Wohnungsbaus und der kommunalen Wohnraumversorgung für das Jahr 2025 vorgestellt. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Katharina Wagner, Leiterin des Amts für Wohnungswesen, Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, sowie Fachleute beider Ämter präsentierten aktuelle Zahlen und Entwicklungen sowie die wohnungspolitischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine positive Entwicklung: Erstmals seit Jahrzehnten ist der Bestand an Sozialwohnungen wieder gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 standen in Frankfurt 25.972 Sozialwohnungen zur Verfügung. Das sind 462 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Insgesamt stehen damit 30.839 Wohnungen im Rahmen der Mietwohnraumförderung für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen zur Verfügung.
Der Zuwachs ist insbesondere auf 638 neu entstandene oder sanierte Wohnungen zurückzuführen. Dem standen 188 Abgänge, beispielsweise durch auslaufende Bindungen, gegenüber. Zusätzlich wurden 12 Wohnungen durch nachträgliche Datenkorrekturen für Vorjahre hinzugerechnet.
„Die steigende Zahl geförderter Wohnungen ist eine gute Nachricht für Frankfurt. Erstmals seit Jahrzehnten ist es gelungen, den langjährigen Abwärtstrend beim Sozialwohnungsbestand zu stoppen und wieder einen Zuwachs zu erreichen. Gleichzeitig zeigen die hohen Bedarfszahlen, dass die Schaffung und der Erhalt von gefördertem Wohnraum weiterhin zu den zentralen wohnungspolitischen Aufgaben unserer Stadt gehören. Deshalb werden wir unseren Weg konsequent fortsetzen und weiterhin Fördermittel bereitstellen, die bezahlbare Einstiegsmieten ermöglichen“, sagte Gwechenberger.
Hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum
Die aktuellen Daten verdeutlichen den anhaltend hohen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. In Frankfurt leben rund 786.000 Menschen in mehr als 426.000 Haushalten. Mehr als 81 Prozent der Haushalte wohnen zur Miete. Gleichzeitig lag das relative Wohnungsdefizit im Jahr 2024 bei 2,53 Prozent – trotz des Zuwachses bleibt die Lage angespannt.
Zum Jahresende 2025 waren 7464 Haushalte mit insgesamt 19.672 Personen als sozialwohnungsberechtigte Wohnungssuchende beim Amt für Wohnungswesen registriert. Besonders auffällig ist der hohe Anteil von Ein-Personen-Haushalten, die fast die Hälfte aller registrierten Wohnungssuchenden ausmachen, genau 46,4 Prozent. Das ist ein gesellschaftlicher Trend, der sich in den letzten Jahren weiter verstärkt hat. Gleichzeitig steigt die Zahl der größeren Haushalte mit vier oder mehr Personen. Mehr als 60 Prozent der registrierten Haushalte wurden der höchsten Dringlichkeitsstufe zugeordnet.
Im Jahr 2025 konnten insgesamt 1419 Wohnungen an wohnungssuchende Haushalte vermittelt werden. Die Versorgungsquote – also das Verhältnis von vermittelten zu registrierten Haushalten – lag bei 19 Prozent.
Förderprogramme zeigen Wirkung
Im Jahr 2025 wurden Fördermittel für 108 Wohnungen im Förderweg 1 und für 97 Wohnungen im Förderweg 2 bewilligt. Während sich der Förderweg 1 an Haushalte mit geringeren Einkommen richtet, unterstützt der Förderweg 2 Haushalte mit mittleren Einkommen.
„Die Stadt Frankfurt hat ihre Förderprogramme in den vergangenen Jahren gezielt weiterentwickelt. Die steigende Nachfrage nach den Programmen zeigt sich auch in den aktuellen Prognosen. Für das Jahr 2026 werden deutlich mehr Förderanträge erwartet. Uns liegen Anträge für insgesamt 1038 Wohnungen vor, davon 619 Wohnungen im Förderweg 1 und 419 Wohnungen im Förderweg 2. Hinzu kommen 68 Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende“, sagte Martin Hunscher.
„Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts. Unser Ziel ist es, jedes Jahr mehr Haushalte mit bezahlbaren Wohnungen zu versorgen und in unseren Quartieren eine gute soziale Mischung zu sichern. Dafür setzt die Stadt weiterhin auf den Neubau und – besonders erfolgreich – auf den Ankauf von Belegungsrechten“, erläuterte Katharina Wagner.
Im Jahr 2025 wurden 336 Wohnungen neu für die Belegung durch wohnberechtigte Haushalte gesichert sowie weitere 416 Bindungen verlängert. Insgesamt konnten durch Verhandlungen mit der ABG Frankfurt Holding und der Nassauischen Heimstätte bereits 2294 Wohnungen für die zukünftige Belegung mit Sozialwohnungsberechtigten gesichert werden.
„Der Bedarf an Mietwohnungen bleibt hoch – auch weil viele Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. Dafür stellen wir Flächen für den Wohnungsbau bereit, fördern den Neubau von Wohnungen für Haushalte mit geringeren und mittleren Einkommen und arbeiten gleichzeitig daran, möglichst viele auslaufende Bindungen zu verlängern sowie zusätzliche Belegungsrechte zu erwerben. Wohnungsbau ist deshalb nicht nur eine sozialpolitische, sondern auch eine wichtige wirtschaftspolitische Aufgabe für unsere Stadt“, betonte Gwechenberger.
Auch ergänzende Instrumente der Wohnraumförderung werden weiterhin gut angenommen. Dazu zählt insbesondere der Modernisierungsbonus, den die Stadt Frankfurt im Jahr 2025 grundlegend weiterentwickelt hat. Die hohe Nachfrage bestätigt den eingeschlagenen Weg: Allein zwischen Januar und Mai 2026 wurden bereits 41 Projekte mit rund 3,22 Millionen Euro bewilligt. Davon profitieren 157 Wohneinheiten. Der Modernisierungsbonus unterstützt energetische Modernisierungen und trägt dazu bei, Klimaschutz und bezahlbares Wohnen miteinander zu verbinden.
Der Bericht zur Wohnraumförderung in Frankfurt am Main wird seit 2024 gemeinsam vom Stadtplanungsamt und dem Amt für Wohnungswesen veröffentlicht. Nach der erstmaligen Veröffentlichung der Bilanz im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse 2026 erstmals im Rahmen einer öffentlichen Pressekonferenz vorgestellt. Das Dezernat für Planen und Wohnen beabsichtigt, die Entwicklung des geförderten Wohnungsbaus und der kommunalen Wohnraumversorgung künftig jährlich in diesem Format vorzustellen und damit Transparenz über die wohnungspolitischen Entwicklungen in Frankfurt zu schaffen.
Der Bericht für das Jahr 2025 steht unter Informationen zum Wohnungsmarkt | frankfurt.de
zum Download bereit.
Foto Stellen aktuelle Zahlen und Entwicklungen zum geförderten Wohnraum in Frankfurt vor (v.l.): Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Katharina Wagner, Leiterin des Amts für Wohnungswesen, und Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Martin Leissl
Kontakt für die Medien Sebastian Tokarz, Pressesprecher, Dezernat für Planen und Wohnen, Telefon 069/212-71055, E-Mail
presse.dezernat03@stadt-frankfurt.de
ffm. Das Dezernat für Planen und Wohnen hat am Montag, 22. Juni, gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Wohnungswesen die Bilanz des geförderten Wohnungsbaus und der kommunalen Wohnraumversorgung für das Jahr 2025 vorgestellt. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Katharina Wagner, Leiterin des Amts für Wohnungswesen, Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, sowie Fachleute beider Ämter präsentierten aktuelle Zahlen und Entwicklungen sowie die wohnungspolitischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine positive Entwicklung: Erstmals seit Jahrzehnten ist der Bestand an Sozialwohnungen wieder gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 standen in Frankfurt 25.972 Sozialwohnungen zur Verfügung. Das sind 462 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Insgesamt stehen damit 30.839 Wohnungen im Rahmen der Mietwohnraumförderung für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen zur Verfügung.
Der Zuwachs ist insbesondere auf 638 neu entstandene oder sanierte Wohnungen zurückzuführen. Dem standen 188 Abgänge, beispielsweise durch auslaufende Bindungen, gegenüber. Zusätzlich wurden 12 Wohnungen durch nachträgliche Datenkorrekturen für Vorjahre hinzugerechnet.
„Die steigende Zahl geförderter Wohnungen ist eine gute Nachricht für Frankfurt. Erstmals seit Jahrzehnten ist es gelungen, den langjährigen Abwärtstrend beim Sozialwohnungsbestand zu stoppen und wieder einen Zuwachs zu erreichen. Gleichzeitig zeigen die hohen Bedarfszahlen, dass die Schaffung und der Erhalt von gefördertem Wohnraum weiterhin zu den zentralen wohnungspolitischen Aufgaben unserer Stadt gehören. Deshalb werden wir unseren Weg konsequent fortsetzen und weiterhin Fördermittel bereitstellen, die bezahlbare Einstiegsmieten ermöglichen“, sagte Gwechenberger.
Hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum
Die aktuellen Daten verdeutlichen den anhaltend hohen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. In Frankfurt leben rund 786.000 Menschen in mehr als 426.000 Haushalten. Mehr als 81 Prozent der Haushalte wohnen zur Miete. Gleichzeitig lag das relative Wohnungsdefizit im Jahr 2024 bei 2,53 Prozent – trotz des Zuwachses bleibt die Lage angespannt.
Zum Jahresende 2025 waren 7464 Haushalte mit insgesamt 19.672 Personen als sozialwohnungsberechtigte Wohnungssuchende beim Amt für Wohnungswesen registriert. Besonders auffällig ist der hohe Anteil von Ein-Personen-Haushalten, die fast die Hälfte aller registrierten Wohnungssuchenden ausmachen, genau 46,4 Prozent. Das ist ein gesellschaftlicher Trend, der sich in den letzten Jahren weiter verstärkt hat. Gleichzeitig steigt die Zahl der größeren Haushalte mit vier oder mehr Personen. Mehr als 60 Prozent der registrierten Haushalte wurden der höchsten Dringlichkeitsstufe zugeordnet.
Im Jahr 2025 konnten insgesamt 1419 Wohnungen an wohnungssuchende Haushalte vermittelt werden. Die Versorgungsquote – also das Verhältnis von vermittelten zu registrierten Haushalten – lag bei 19 Prozent.
Förderprogramme zeigen Wirkung
Im Jahr 2025 wurden Fördermittel für 108 Wohnungen im Förderweg 1 und für 97 Wohnungen im Förderweg 2 bewilligt. Während sich der Förderweg 1 an Haushalte mit geringeren Einkommen richtet, unterstützt der Förderweg 2 Haushalte mit mittleren Einkommen.
„Die Stadt Frankfurt hat ihre Förderprogramme in den vergangenen Jahren gezielt weiterentwickelt. Die steigende Nachfrage nach den Programmen zeigt sich auch in den aktuellen Prognosen. Für das Jahr 2026 werden deutlich mehr Förderanträge erwartet. Uns liegen Anträge für insgesamt 1038 Wohnungen vor, davon 619 Wohnungen im Förderweg 1 und 419 Wohnungen im Förderweg 2. Hinzu kommen 68 Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende“, sagte Martin Hunscher.
„Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts. Unser Ziel ist es, jedes Jahr mehr Haushalte mit bezahlbaren Wohnungen zu versorgen und in unseren Quartieren eine gute soziale Mischung zu sichern. Dafür setzt die Stadt weiterhin auf den Neubau und – besonders erfolgreich – auf den Ankauf von Belegungsrechten“, erläuterte Katharina Wagner.
Im Jahr 2025 wurden 336 Wohnungen neu für die Belegung durch wohnberechtigte Haushalte gesichert sowie weitere 416 Bindungen verlängert. Insgesamt konnten durch Verhandlungen mit der ABG Frankfurt Holding und der Nassauischen Heimstätte bereits 2294 Wohnungen für die zukünftige Belegung mit Sozialwohnungsberechtigten gesichert werden.
„Der Bedarf an Mietwohnungen bleibt hoch – auch weil viele Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. Dafür stellen wir Flächen für den Wohnungsbau bereit, fördern den Neubau von Wohnungen für Haushalte mit geringeren und mittleren Einkommen und arbeiten gleichzeitig daran, möglichst viele auslaufende Bindungen zu verlängern sowie zusätzliche Belegungsrechte zu erwerben. Wohnungsbau ist deshalb nicht nur eine sozialpolitische, sondern auch eine wichtige wirtschaftspolitische Aufgabe für unsere Stadt“, betonte Gwechenberger.
Auch ergänzende Instrumente der Wohnraumförderung werden weiterhin gut angenommen. Dazu zählt insbesondere der Modernisierungsbonus, den die Stadt Frankfurt im Jahr 2025 grundlegend weiterentwickelt hat. Die hohe Nachfrage bestätigt den eingeschlagenen Weg: Allein zwischen Januar und Mai 2026 wurden bereits 41 Projekte mit rund 3,22 Millionen Euro bewilligt. Davon profitieren 157 Wohneinheiten. Der Modernisierungsbonus unterstützt energetische Modernisierungen und trägt dazu bei, Klimaschutz und bezahlbares Wohnen miteinander zu verbinden.
Der Bericht zur Wohnraumförderung in Frankfurt am Main wird seit 2024 gemeinsam vom Stadtplanungsamt und dem Amt für Wohnungswesen veröffentlicht. Nach der erstmaligen Veröffentlichung der Bilanz im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse 2026 erstmals im Rahmen einer öffentlichen Pressekonferenz vorgestellt. Das Dezernat für Planen und Wohnen beabsichtigt, die Entwicklung des geförderten Wohnungsbaus und der kommunalen Wohnraumversorgung künftig jährlich in diesem Format vorzustellen und damit Transparenz über die wohnungspolitischen Entwicklungen in Frankfurt zu schaffen.
Der Bericht für das Jahr 2025 steht unter Informationen zum Wohnungsmarkt | frankfurt.de
Foto Stellen aktuelle Zahlen und Entwicklungen zum geförderten Wohnraum in Frankfurt vor (v.l.): Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Katharina Wagner, Leiterin des Amts für Wohnungswesen, und Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Martin Leissl
Kontakt für die Medien Sebastian Tokarz, Pressesprecher, Dezernat für Planen und Wohnen, Telefon 069/212-71055