Frankfurt startet neue Plattformen zu Solarpotenzial und Wärmeplanung für Bürgerinnen und Bürger

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Klimareferat und Stadtvermessungsamt präsentieren neue Anwendungen auf dem Smart City Forum, organisiert von der Stabstelle Smart City

ffm. Die Stadt Frankfurt am Main erweitert ihr digitales Angebot für Klimaschutz und Energiewende um zwei Anwendungen: Mit der Einführung der neuen interaktiven Solarpotenzial-Plattform erhalten Bürgerinnen und Bürger künftig die Möglichkeit, das Potenzial ihrer Gebäudeflächen für die Nutzung von Solarenergie einfach zu bestimmen. Das ebenfalls neue Wärmeportal stellt auf Quartiersebene aktuelle Informationen darüber bereit, welche Versorgungsart nach dem aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung (KWP) vorgesehen ist. Auf dem Smart City Forum am Dienstag, 23. Juni, haben das Klimareferat und das Stadtvermessungsamt die gemeinsam entwickelten Anwendungen vorgestellt. Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, besuchten auf der Veranstaltung ihre Fachämter und warben für die neuen städtischen digitalen Angebote. Auch Eileen O'Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales, war beim Smart City Forum.

„Wer zur Energiewende beitragen möchte, fragt sich oft: Was ist am eigenen Gebäude möglich? Mit den neuen Anwendungen geben wir konkrete Antworten. Wer sich für Solarenergie interessiert, kann das Potenzial seines Dachs oder seiner Fassade einfach prüfen. Und wer wissen möchte, wie die Wärmeversorgung im eigenen Quartier künftig aussehen soll, findet dazu erstmals übersichtlich aufbereitete Informationen. So machen wir sichtbar, welche Chancen die Energiewende bietet und wie die Wärmeversorgung der Zukunft im Quartier geplant wird“, sagte Zapf-Rodríguez.

Auch für die Stadtentwicklung eröffnen die Anwendungen neue Möglichkeiten. „Beide Programme ermöglichen uns, Lösungen für eine klimaneutrale Energieversorgung künftig besser in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Somit können wir diese Aspekte noch gezielter in Beratungen einfließen lassen“, sagte Gwechenberger. Die Neuentwicklungen zeigten, wie digitale Technologien zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt beitragen können.

„Anwendungen wie die neue Solarpotential-Plattform zeigen, welche Möglichkeiten die Verknüpfung verschiedener Datensätze bietet. Durch die Kombination von Daten zur Sonneneinstrahlung mit Informationen zu Gebäuden und Vegetation kann nun jede:r ganz einfach das Solarpotential seiner Gebäudeflächen herausfinden. Künftig wollen wir weitere solcher und ähnlicher Anwendungen zum Einsatz bringen, um möglichst viele städtische Entscheidungen evidenzbasiert treffen zu können und zugleich sicherzustellen, dass die erforderlichen Daten im Sinne der Bürger*innen und der Nachhaltigkeit nutzbar gemacht werden,“ ergänzte O’Sullivan. 

Anwendungen wie die neue Solarpotential-Plattform zeigen anschaulich, welche Möglichkeiten in der intelligenten Verknüpfung verschiedener Datensätze liegen. Durch die Kombination von Informationen zur Sonneneinstrahlung mit Gebäudedaten und Angaben zur umgebenden Vegetation können Bürgerinnen und Bürger heute mit wenigen Klicks das Solarpotential ihrer Dach- und Fassadenflächen ermitteln. So werden bereits erhobene Daten im Sinn von Bürgerinnen und Bürgern sowie Nachhaltigkeit nutzbar gemacht – genau das wird mit dem Projekt erreicht. Künftig sollen weitere derartige Anwendungen entstehen, um möglichst viele kommunale Entscheidungen datenbasiert und transparent treffen zu können

Die Software der Solarpotenzial-Plattform basiert auf einem dreidimensionalen Stadtmodell und ermöglicht eine deutlich detailliertere Analyse als klassische Solarkataster, die lediglich mit zwei Dimensionen arbeiten. Mit dem Programm lässt sich untersuchen, ob und in welchem Umfang sich Dächer, Fassaden und weitere Flächen für den Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie eignen. Außenwände ließen sich mit der bisherigen zweidimensionalen Methode nicht darstellen.

Die Anwendung ist digital mit dem sich stetig aktualisierenden Datenpool des Stadtvermessungsamtes verknüpft. Dabei berücksichtigt das Programm Verschattungen durch Gebäude, Vegetation und andere Objekte. Nutzerinnen und Nutzer erhalten zusätzlich Informationen, wie stark die Sonne je nach Jahreszeit auf die ausgewählte Fläche scheint. Geplant ist, das Tool in den kommenden Monaten um einen Rentabilitätsrechner zu ergänzen. Es steht allen Bürgerinnen und Bürgern über das städtische 3D-Portal unentgeltlich zur Verfügung.

Wer sich über die KWP informieren will, kann ebenfalls auf eine neue, interaktive Möglichkeit zurückgreifen. Das jetzt freigeschaltete Wärmeportal bietet die Möglichkeit, in der Karte zu navigieren und auf zugrunde liegende Daten zurückzugreifen. Hierzu gehören beispielweise Baualtersklassen, Verbräuche, Kraftwerke sowie geplante Anlagen wie Wärmespeicher. Auch lässt sich ablesen, welche Art der Versorgung nach derzeitigem Stand zukünftig am geeignetsten wäre. Das Solarkataster ist unter geoportal.frankfurt.de/solarpotential , das Wärmeportal unter geoportal.frankfurt.de/waermeportal-frankfurt  zu finden.

Fotos Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Umwelt, Klima und Frauen, probieren das neue Wärmeportal aus, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Planungsdezernent Marcus Gwechenberger, Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, im Gespräch mit den beide Projektleitern Maurice Wagner vom Klimareferat (3.v.l) und Jens Eckhardt vom Stadtvermessungsamt (r.), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Waren beim Smart City Forum (v.l.): Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Jens Eckhardt vom Stadtvermessungsamt, Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitalisierung und Internationales, Maurice Wagner vom Klimareferat, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

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