Frankfurt zeigt Solidarität zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bekräftigt die Stadt Frankfurt am Main ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk und mit der Partnerstadt Lviv. Bereits am Montag, 23. Februar, wurde der Römerbalkon mit der Flagge der Ukraine beflaggt, um die Verbundenheit sichtbar zu machen.

Am Sonntagmorgen, 22. Februar, kam es in der Partnerstadt Lviv zu einer Explosion, bei der eine Person getötet und etwa 24 weitere schwer verletzt wurden; der Angriff wurde als terroristischer Anschlag eingestuft. Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Stadträtin Eileen O‘Sullivan verurteilen diesen Akt der Gewalt aufs Schärfste: „Mit tiefer Bestürzung haben wir von den Explosionen am 22.2.2026 erfahren. Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt den betroffenen Familien unserer Partnerstadt, unsere Gedanken sind bei den Verletzten.“

„Nunmehr vier Jahre ist der Alltag der Menschen in der Ukraine geprägt vom völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg. Seit meinem Delegationsbesuch in Lviv 2024 bin ich mehr denn je überzeugt davon, dass die Menschen in der Ukraine, in unserer Partnerstadt Lviv das Recht haben, in Frieden und Freiheit zu leben. Und dieses Recht verteidigen sie seit vier Jahren täglich! Unsere Freundschaft mit der Ukraine ist deshalb nicht nur ein Signal der Hilfe – sie ist ein Akt der Haltung. Ich bin allen Frankfurterinnen und Frankfurtern dankbar, die seit vier Jahren die Menschen in der Ukraine mit Spenden unterstützen“, sagt Oberbürgermeister Josef.

Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner sagt: „Ich bewundere die Widerstandskraft der Ukrainer:innen, Putin nach vier Jahren Krieg und großem Leid weiter die Stirn zu bieten. Dieses Volk verteidigt nicht nur sein Land, sondern auch die demokratische Idee. Dies verdient größten Respekt und unsere Dankbarkeit. Selbstverständlich werden wir die Menschen in der Ukraine, besonders unsere Freund:innen in unser Partnerstadt Lviv weiter unterstützen. Ich danke den vielen Frankfurter:innen, die sich daran tatkräftig beteiligen.“

Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Internationales, erklärt: „Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ist die Stärkung demokratischer Werte und internationaler Zusammenarbeit wichtiger denn je. Die Partnerschaft zwischen Frankfurt und Lviv setzt ein starkes Zeichen für Zusammenhalt in Europa. Unser Dank gilt der engagierten Zivilgesellschaft für ihre Arbeit.“

Seit Mai 2024 sind Frankfurt und Lviv offiziell Partnerstädte. Die Zusammenarbeit umfasst Projekte in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Rehabilitation, Jugend und Soziales sowie Wiederaufbau. In den vergangenen Monaten fanden mehrere Fachaustausche statt, unter anderem mit städtischen Ämtern in Frankfurt und in Lviv sowie in Kooperation mit der GIZ und im Rahmen der Ambiente-Messe. Diese partnerschaftlichen Formate beruhen auf gegenseitigem Lernen.

Das Referat für Internationale Angelegenheiten fördert zudem Projekte wie zum Beispiel:

ein Storytelling-Projekt des Vereins Europa-Union Frankfurt, bei dem junge Leute aus beiden Städten über soziale Medien miteinander in Austausch treten, oder eine digitale Plattform „Forum Frankfurt und Lviv“ des Freundeskreises Frankfurt-Lviv, die die Vielfalt des Engagements und der Interessen für die Städtepartnerschaft in beiden Städten widerspiegelt, sowie ein kommendes feministisches Wochenende „Female Laboratory“ in Kooperation mit dem Frauenreferat. 

Im November 2025 unterstützte die Stadt durch das Referat für Internationale Angelegenheiten mehrere Hilfslieferungen und Spenden in Lviv, darunter die Aktion „Wärme für Lviv“ des Deutschen Roten Kreuzes Frankfurt, die Spende eines Rettungswagens an die First Medical Union Lviv durch den Verein OBOZ sowie eine finanzielle Unterstützung des Clinical Center for Children’s Healthcare in Lviv. Ein Symbol erinnert zudem jeden Tag an die Freundschaft mit Lviv: die Partnerschaftsbahn Frankfurt-Lviv, die durch Frankfurt fährt.

Der Frankfurter Fernsehturm wird am Mittwoch, 24. Februar, von Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht in den Nationalfarben der Ukraine beleuchtet. Damit setzt die Stadt gemeinsam mit der DFMG Deutsche Funkturm GmbH erneut ein deutliches Signal der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. „Vier Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine leuchtet unser Europaturm in den Farben Gelb und Blau. Damit erinnern wir an das anhaltende Leid der Menschen in der Region und setzen zugleich ein sichtbares Zeichen für Hoffnung, Menschlichkeit und den Wunsch nach Frieden in Europa“, sagt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der DFMG Deutsche Funkturm GmbH.