„Frankfurts koloniales Erbe“: Podiumsdiskussion im Historischen Museum
ffm. Was hat eine Binnenstadt wie Frankfurt mit dem Kolonialismus zu
tun? Von 2023 bis 2025 forschte Felix Schürmann im Historischen Museum
Frankfurt (HMF) im Auftrag der Stadt zu den kolonialen Verbindungen
Frankfurts seit dem 15. Jahrhundert. Seine Forschungsergebnisse
erschienen in der Publikation CURA
2024
„Frankfurt und die Kolonialgeschichte“. Sie stellt Personen,
Unternehmen, Orte und Ereignisse vor, die eine Rolle in der
Kolonialgeschichte Europas spielten.
Zu ihnen gehörte etwa der Graf Friedrich Casimir von Hanau. Er wollte ein Überseegebiet an der Nordküste Südamerikas errichten. Auch die Frankfurter Forscherin Maria Sibylla Merian profitierte bei ihren Studien zu Pflanzen, Tieren und Umwelt in Surinam von der Infrastruktur des Landes und seiner Wirtschaft, die auf Sklavenarbeit beruhte.
Wie eng auch in Frankfurt wirtschaftlicher Aufstieg, wissenschaftliche Erkenntnis und kultureller Reichtum mit kolonialer Expansion verflochten waren, zeigen Exponate in der aktuellen Sonderausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“. Das koloniale Erbe Frankfurts ist Thema einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr im Leopold-Sonnemann-Saal des HMF, Saalhof 1.
Es diskutieren:
Felix Schürmann, Historiker, spezialisiert auf Afrikanische Geschichte, Maritime Geschichte und Globalgeschichte. Ein Schwerpunkt seiner Forschung sind die Verflechtungen Afrikas mit der europäischen Kolonialgeschichte. Lidia Ghirmai, Studentin der Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt, Mitarbeiterin am Cornelia-Goethe-Centrum für Geschlechterforschung, unter anderem moderiert und organisiert sie Veranstaltungen zu Schwarzem Feminismus und intersektionalen Perspektiven. Melda Demir, Sozial- und Kulturanthropologin. Sie forscht zu Arbeit, Feminismus, Vergemeinschaftung, insbesondere auf Sansibar und im Indischen Ozean-Raum. Christina Bach, Kuratorin der Ausstellung „Die Welt im Geld“ im HMF, moderiert das Gespräch.
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion „Frankfurts koloniales Erbe“ kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro.
Fotos
Sunda Expedition: Die Forschungsreisenden Johannes und Hedwig Elbert auf dem Malaiischen Archipel, 1909 oder 1910, Copyright: Johannes Elbert. Die Sunda-Expedition des Vereins für Geographie und Statistik zu Frankfurt am Main: Festschrift zur Feier des 75jährigen Bestehens des Vereins. 2 Bde. Frankfurt a. M.: Minjon, 1911, Bd. 2 Tafel 1.
Mitgliedskarte des Reichskolonialbunds für den Frankfurter Schüler Walter Schreiber, 1941/1942, Copyright: Historisches Museum Frankfurt
Kolonialismus als Pfeiler der Zuckerwirtschaft. TiagoSant' Ana, Ebb and flow sugar boat, Copyright: TiagoSant' Ana
Kontakt für die Medien Karin Berrío, Museumskommunikation, Historisches Museum Frankfurt, Telefon 069/212-37776, Mobil
0151/51430803 , E-Mail
presse@historisches-museum-frankfurt.de
Zu ihnen gehörte etwa der Graf Friedrich Casimir von Hanau. Er wollte ein Überseegebiet an der Nordküste Südamerikas errichten. Auch die Frankfurter Forscherin Maria Sibylla Merian profitierte bei ihren Studien zu Pflanzen, Tieren und Umwelt in Surinam von der Infrastruktur des Landes und seiner Wirtschaft, die auf Sklavenarbeit beruhte.
Wie eng auch in Frankfurt wirtschaftlicher Aufstieg, wissenschaftliche Erkenntnis und kultureller Reichtum mit kolonialer Expansion verflochten waren, zeigen Exponate in der aktuellen Sonderausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“. Das koloniale Erbe Frankfurts ist Thema einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr im Leopold-Sonnemann-Saal des HMF, Saalhof 1.
Es diskutieren:
Felix Schürmann, Historiker, spezialisiert auf Afrikanische Geschichte, Maritime Geschichte und Globalgeschichte. Ein Schwerpunkt seiner Forschung sind die Verflechtungen Afrikas mit der europäischen Kolonialgeschichte. Lidia Ghirmai, Studentin der Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt, Mitarbeiterin am Cornelia-Goethe-Centrum für Geschlechterforschung, unter anderem moderiert und organisiert sie Veranstaltungen zu Schwarzem Feminismus und intersektionalen Perspektiven. Melda Demir, Sozial- und Kulturanthropologin. Sie forscht zu Arbeit, Feminismus, Vergemeinschaftung, insbesondere auf Sansibar und im Indischen Ozean-Raum. Christina Bach, Kuratorin der Ausstellung „Die Welt im Geld“ im HMF, moderiert das Gespräch.
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion „Frankfurts koloniales Erbe“ kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro.
Fotos
Sunda Expedition: Die Forschungsreisenden Johannes und Hedwig Elbert auf dem Malaiischen Archipel, 1909 oder 1910, Copyright: Johannes Elbert. Die Sunda-Expedition des Vereins für Geographie und Statistik zu Frankfurt am Main: Festschrift zur Feier des 75jährigen Bestehens des Vereins. 2 Bde. Frankfurt a. M.: Minjon, 1911, Bd. 2 Tafel 1.
Mitgliedskarte des Reichskolonialbunds für den Frankfurter Schüler Walter Schreiber, 1941/1942, Copyright: Historisches Museum Frankfurt
Kolonialismus als Pfeiler der Zuckerwirtschaft. TiagoSant' Ana, Ebb and flow sugar boat, Copyright: TiagoSant' Ana
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