Fratopia – Festival der Entdeckungen: fünf Tage Programm bei freiem Eintritt

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Fünf Tage Musik, Begegnungen und Entdeckungen: Von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. September, lädt die Alte Oper das Publikum zum Fratopia-Festival ein. Bei freiem Eintritt verwandelt sich das Konzerthaus in einen lebendigen Klangparcours. Zwischen Nachmittag und spätem Abend werden in insgesamt rund 250 Einzelterminen bis zu sieben Säle, Salons und Foyers parallel bespielt. Besucherinnen und Besucher können nach Lust und Laune durch das Haus streifen, Konzerte unterschiedlichster Genres erleben und dabei immer wieder Neues entdecken. Für den Besuch sind weder Tickets noch Anmeldung erforderlich – lediglich die verfügbaren Platzkapazitäten setzen Grenzen. Nach dem großen Zuspruch der vergangenen Jahre rechnet die Alte Oper auch in diesem Jahr wieder mit mehr als 40.000 Gästen.

Fratopia versteht sich nicht nur als musikalische Entdeckungsreise durch unterschiedlichste Genres, sondern auch als Experimentierfeld für neue Konzertformen. Zum Prinzip gehört es, dass Publikum sowie Interpretinnen und Interpreten näher zusammenrücken, dass sich ungewohnte Perspektiven auf das musikalische Geschehen eröffnen oder dass die klassische Trennung von Bühne und Zuschauerraum aufgehoben wird. Einen neuen Schwerpunkt setzen bei der diesjährigen Ausgabe eigens konzipierte Duftkonzerte sowie Begegnungen von Musik und Floristik. Das Gesamtprogramm beinhaltet unter anderem Tango in kammermusikalischer Besetzung, Beatles-Songs auf der Laute, Body Percussion, eine musikalische Hommage an die Stadt Venedig, einen Abend an vier Flügeln im Großen Saal sowie einen Singalong. Zu Gast sind internationale Ensembles sowie Künstlerinnen und Künstler wie die isländische Sängerin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, die kubanische Cellistin, Sängerin und Komponistin Ana Carla Maza, die österreichische Flötistin Dora Donata Sammer, der französische Lautenist Thomas Dunford oder die italienische Geigerin Clarissa Bevilacqua. Am Programm beteiligt sind auch der Klarinettist Sebastian Manz, die Pianistinnen Danae und Kiveli Dörken, das Percussion-Ensemble Humanophones sowie Musikerinnen und Musiker der BRSO-Akademie des Bayerischen Rundfunks, die gemeinsam mit der Iwanson International School of Contemporary Dance ein Musik-Tanz-Projekt realisieren.

Das komplette Programm ist ab sofort auf dem digitalen Navigator unter Fratopia App | Alte Oper  einsehbar.

Mitten im Klang

Beim Fratopia-Festival werden gewohnte Konzertsituationen aufgebrochen und Räume geschaffen, die andere Perspektiven auf Klang und musikalisches Erleben eröffnen. Im Großen Saal und im Mozart Saal wird die herkömmliche Bestuhlung aufgelöst, und die Besucherinnen und Besucher können sich rings um die Musikerinnen und Musiker herum platzieren. Auch die Konzerte in den Foyers und Salons ermöglichen es dem Publikum, nah an der Klangquelle Platz zu nehmen und Musik aus ungewohnter Nähe zu erleben. Eine besondere räumliche Erfahrung von Klaviermusik erwartet das Publikum am zweiten Festivaltag, Donnerstag, 24. September, im Großen Saal: Die Pianistinnen und Pianisten Iiro Rantala, Marilay Pacheco und David Helbock sowie die Musikerinnen und Musiker des Gershwin Piano Quartets nehmen für ihre Programme an drei beziehungsweise vier Flügeln Platz und „umspielen“ das Publikum.

Quer durch die Genres

Grenzgänge zwischen musikalischen Welten gehören zum Selbstverständnis von Fratopia. Und so steht „Fuse“, der Name des jungen niederländischen Ensembles, das in seinen Programmen unterschiedlichste Einflüsse miteinander verbindet, sinnbildlich für das gesamte Festival. Jazz, Klassik, und populäre Musik treffen beim Festival nicht nur in den Auftritten von „Fuse“, sondern auch in einem Projekt des Klarinettisten Sebastian Manz aufeinander: In „Quasi Cool“ verschmelzen Jazz, Klassik, Werke von AC/DC und Elvis Presley mit eigenen Kompositionen. Das Ensemble Karavan verbindet in seinem Programm „Open Road“ Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit afrikanischen Gesängen und Rhythmen zu einer neuen musikalischen Erzählung.

Blumen und Düfte

Mit einem besonderen Schwerpunkt auf Düften und floralen Welten geht das Fratopia-Festival in diesem Jahr den Verbindungen zwischen Musik und anderen Sinneswahrnehmungen nach. In den neuen, an allen Festivaltagen stattfindenden Duftkonzerten widmen sich Solistinnen und Solisten sowie Kammermusikensembles Werken von Komponisten wie Debussy oder Ravel, die ihre Musik gerne mit der Wirkung, Flüchtigkeit und Unmittelbarkeit eines Dufts verglichen. In den intimen Programmen erhalten die Besucherinnen und Besucher passende Duftkärtchen, die das Hörerlebnis um eine zusätzliche Wahrnehmungsebene erweitern und individuelle Verbindungen zwischen Klang und Geruch entstehen lassen.

Auch der Liszt Salon verwandelt sich während des Festivals in einen außergewöhnlichen Erlebnisraum. Für den „Salon Floristique“ gestalten die Innenarchitektin und Designerin Eva Hörth sowie die Floristik-Künstlerin Charlotte Seifert eine raumgreifende Installation aus grünen Inseln, floralen Arrangements und vertikalen Strukturen, die den gesamten Salon neu definiert. Inmitten dieser begehbaren Pflanzenlandschaft präsentieren Musikerinnen und Musiker und Ensembles eigens kuratierte Programme rund um Natur, Wachstum und Blütenwelten. So entstehen neue Resonanzräume, in denen sich Musik, Raumgestaltung und Naturerfahrung auf besondere Weise miteinander verbinden.

Raum für Begegnung

Über die Konzerte hinaus wartet das Fratopia-Festival auch mit Gelegenheiten zur Begegnung oder zur Entspannung im Haus auf. Im Hertie Foyer, im Clara Schumann Foyer und in der Rosso Suite steht ein gastronomisches Angebot bereit. Im Clara Schumann Foyer ist zudem eine Lese-Ecke mit internationalen Tageszeitungen und Literatur zu den Themen Utopien und Frankfurt eingerichtet. Dort befindet sich auch ein kleiner Coworking Space, in dem Arbeitswillige ihr Notebook anschließen und das Gratis-WLAN nutzen können.

Spontan oder mit Plan

An allen Festivaltagen wartet die Alte Oper zwischen 15 und 23.30 Uhr durchgehend mit Programm auf. Die Konzerte beginnen im Stundentakt und dauern circa 30 Minuten, sodass genug Zeit zum Wechseln der Säle bleibt – schließlich finden zu manchen Zeiten sieben Konzerte parallel statt. Für eine gezieltere Vorbereitung vorab zu Hause ebenso wie als Wegweiser durch das konkrete Angebot vor Ort hält die Alte Oper einen digitalen Navigator bereit. Unter Fratopia App | Alte Oper  finden die Besucherinnen und Besucher einen tagesaktuellen Überblick über das Festivalprogramm. Sie können die Filterfunktion nutzen, gezielt nach Künstlerinnen und Künstlern, Genres, Formaten, Terminen und Räumlichkeiten suchen und sich somit bequem ihr Tages- oder Abendprogramm zusammenstellen. Die webbasierte App muss nicht installiert oder heruntergeladen werden und ist kostenfrei.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, sagt: „Es ist eine ganz besondere Freude, dass die Alte Oper für fünf Tage wieder kostenlos ihre Türen öffnet und das Publikum einlädt, Musik in neuen Kontexten zu erleben: außergewöhnliche Musikerinnen und Musiker, ungewöhnliche Bühnensettings und überraschende musikalische Begegnungen. Während ‚Fratopia‘ zeigt sich das Haus von seiner innovativen und aufregenden Seite.“

Intendant Markus Fein sagt: „Fratopia 2026 spannt einen weiten Bogen: von den zarten Klängen einer Laute bis zum gewaltigen Chorsound, wenn die Festivalbesucher*innen gemeinsam im Großen Saal Carl Orffs ‚O Fortuna‘ aus der Carmina Burana anstimmen. Zwischen diesen beiden Polen spannt sich eine ganze Klangwelt quer durch die Genres, Epochen und Besetzungen auf. Einen besonderen Akzent setzen wir diesmal mit außergewöhnlichen Klavierprogrammen; zugleich schlägt das Herz des Festivals hörbar im Rhythmus – mit Konzerten verschiedener Percussion-Ensembles und -Künstler. Mit rund 250 Veranstaltungen in sieben Sälen verwandelt Fratopia die Alte Oper einmal mehr in einen Ort, an dem man der Musik auf ganz unterschiedliche Weise begegnen kann. Indem wir das Festival erstmals von Mittwoch bis Sonntag stattfinden lassen, eröffnen wir gerade am Wochenende noch mehr Menschen die Möglichkeit, die Programme jenseits der Abendstunden zu entdecken. Dass zehntausende Gäste mit Fratopia ein derart umfangreiches internationales und hochkarätiges Konzertangebot bei freiem Eintritt erleben können, ist alles andere als selbstverständlich. Mein herzlicher Dank gilt deshalb unseren Förderern und Sponsoren. Sie ermöglichen nicht nur ein Festival dieser Größenordnung, sondern tragen die Idee von Fratopia mit: Musik für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen und die Alte Oper für einige Tage in einen Ort voller Begegnungen, Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse zu verwandeln.“

Sponsoren und Projektpartner



Hauptsponsor der Saison 2026/27 ist ING Deutschland, Projektpartner des Zukunftshauses ist die Aventis Foundation, Innovationspartner ist die Commerzbank. Die Hauptförderer des Festivals sind die Freunde der Alten Oper Frankfurt. Zu den Projektpartnern des Fratopia Festivals gehören die Art Mentor Foundation Lucerne, die Deutsche Bank Stiftung, die Erhard Kunert-Stiftung, die Ernst Max von Grunelius-Stiftung, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die ODDO BHF Stiftung, Stiftung Giersch, Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Union Investment Stiftung. Werbepartner ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Medienpartner sind hr2 kultur und das Journal Frankfurt. 

Weitere Informationen sind unter Fratopia | Alte Oper  abrufbar. 

Hinweis für die Redaktionen Eine Pressemappe mit Bildern steht unter Pressebereich | Alte Oper  zum Download bereit. 

Foto

Visualisierung für das Fratopia Festival 2026, Copyright: Alte Oper Frankfurt, Visualisierung: Norbert Miguletz, iStock.com, unsplash.com 

Pressegespräch zu FRATOPIA mit Kulturdezernentin Ina Hartwig in der Alten Oper. Ebenfalls dabei: Musikerin Dora Donata Sammer mit einer Paetzold Kontrabass-Blockflöte und Intendant Markus Fein. Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler 

Musikerin Dora Donata Sammer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler