Frau, Leben, Freiheit: Frauenbüro der Stadt Offenbach verurteilt Angriffe auf demonstrierende Bevölkerung im Iran
Offenbach am Main, 20. Januar 2026 – Gewalt, willkürliche Verhaftungen, Folter und Tötung der Demonstranten, öffentliche Schauprozesse und Schnellverfahren: Die aktuelle Lage im Iran ist unübersichtlich, vor allem aber erschreckend. Seit längerem schon begehren vor allem junge Menschen gegen das Mullah-Regime auf, besonders seit dem Tod von Jina Mahsa Amini, die im September 2022 in Polizeigewahrsam starb, weil sie ihr Kopftuch nicht richtig getragen hatte. „Jetzt treibt die wirtschaftliche Lage die Menschen auf die Straße, die Unzufriedenheit ist schon lange groß und die Unfreiheit, vor allem von Frauen und Mädchen sowieso. Die Sittenpolizei wacht weiterhin über die Einhaltung der Kleiderordnung und, egal, ob beim Zeugenrecht, beim Ehe- und Scheidungs- oder beim Sorgerecht Frauen sind benachteiligt“, sagt die Leiterin des Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragte Dr. Inga Halwachs. Allerdings habe die Reaktion des Staates jetzt nochmal eine neue Qualität, davon zeugen weit mehr als 10.000 Tote und mindestens ebenso viele Verhaftungen. „Auch hier in Offenbach leben Menschen mit Wurzeln und Verwandten im Iran. Ihnen und den Demonstrierenden möchten wir unsere volle Solidarität ausdrücken und sie in ihrem Kampf bestärken“, betont Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke: „Frauenrechte sind universelle Menschenrechte, das gilt hier genauso wie in Teheran oder Isfahan.“