Für einen vorbildlichen Umgang mit Energie und Ressourcen

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Palmengarten führt als erstes Amt der Stadt Frankfurt das Umweltmanagementsystem EMAS ein

ffm. Ob Naherholung, Naturvermittlung oder kühlere und reinere Luft – als innerstädtische Grünflächen leisten der Palmengarten und der Botanische Garten einen unverzichtbaren Beitrag für die Lebensqualität der Menschen in Frankfurt. Um diese Leistungen auch langfristig zu sichern und den Klima- und Umweltschutz allgemein zu stärken, hat die Verwaltung der Gärten als erstes Amt der Stadt das europäische Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) eingeführt und die Gärten zertifizieren lassen. Dieses freiwillige Instrument der Europäischen Union unterstützt Organisationen dabei, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu minimieren und so zum Klima- und Umweltschutz beizutragen.

„Im Palmengarten gehört der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen zum Schutz unserer Umwelt längst zum Alltag“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Mit EMAS machen wir dieses Engagement messbar, vergleichbar und verbindlich – mit klaren Zielen zur Reduktion. Der Palmengarten übernimmt damit eine Vorreiterrolle in der Stadt Frankfurt und zeigt, wie konsequenter Klima- und Umweltschutz im Alltag einer städtischen Einrichtung konkret umgesetzt werden kann.“

Rund eineinhalb Jahre dauerten die Vorbereitungen für die Einführung des Umweltmanagementsystems. Katja Heubach, Direktorin des Palmengartens, wurde dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in mehreren Nachhaltigkeitsteams unterstützt, die analysiert haben, wie sich zum Beispiel die Wasser-, Energie- und Materialverbräuche auf die Umwelt auswirken. „Der EMAS-Prozess war für uns Anlass, systematisch in alle Bereiche der Gärten zu schauen und zu prüfen, wo wir uns noch verbessern können“, sagt Heubach. „Damit haben wir eine gute Grundlage, um unsere Umweltleistung weiter zu verbessern.“

Institutionen, die sich nach EMAS zertifizieren lassen, werden regelmäßig von staatlich beaufsichtigten, unabhängigen Umweltgutachterinnen und -gutachtern geprüft und verpflichten sich, die Öffentlichkeit in einer „Umwelterklärung“ jährlich über aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zum Klima- und Umweltschutz zu informieren. In seiner ersten Umwelterklärung hat der Palmengarten nun konkrete Ziele festgelegt: Sowohl der Fernwärme- als auch der Stromverbrauch sollen bis 2030 um zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2024 reduziert werden. Grundlage hierfür ist unter anderem die Einführung modernerer Zähler. Bis 2028 sollen in den Gärten außerdem zwei Prozent weniger Trinkwasser gegenüber 2024 verbraucht werden. Erkenntnisse aus einem laufenden Projekt zur smarten Bewässerung unterstützen dabei, die Bewässerung bedarfsgerecht zu steuern.

Die Umwelterklärung mit allen Zielen und konkreten Maßnahmen ist unter palmengarten.de/de/ueber-uns/nachhaltigkeit  einsehbar. Dort findet sich auch ein multimediales Dossier zum Thema, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Palmengartens und Botanischen Gartens aus ihren Nachhaltigkeitsteams berichten.

Fotos

Der Palmengarten erhält seine Urkunde über die EMAS-Zertifizierung (v.l.): Tina Zapf-Rodríguez und Katja Heubach, Copyright: Palmengarten Frankfurt 

Beate Vaupel, Leiterin der Gärtnerei im Palmengarten, erläutert Details rund um die EMAS-Zertifizierung im Palmengarten, Copyright: Palmengarten Frankfurt 

Ein Faktor, der in der Zertifizierung eine große Rolle spielt, ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Auch das torffreie beziehungsweise torfarme Gärtnern in der Gärtnerei des Palmengarten ist Teil dieses Nachhaltigkeitskonzepts, Copyright: Palmengarten Frankfurt 

Kontakt für die Medien Johannes Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Palmengarten, Telefon 069/212-31129 , E-Mail johannes.braun@stadt-frankfurt.de